Zitat von Prometheus im Beitrag #48Wird die NAD-Konzentration in der Zelle durch NMN-Supplementierung angehoben, können DNA-Schäden besser repariert werden:
Ray Peat ist schon immer ein Advokat des Niacinamids gewesen bzw. postulierte er bereits in den 60er-Jahren die zentrale Bedeutung optimaler Mitochondrienfunktion und eines günstigen NAD/NADH-Verhältnis für einen "ageless" Organismus.
Die hier zitierten Studien, besonders die kürzliche, scheinen das enorme Life Extension-Potenzial von Niacinamide-Riboside bze. der Beeinflussung des NAD/NADH-Verhältnisses zu bestätigen.
besonders ab Post Nr.8, wird die Aussage eines Dr. Brenner diskutiert, der NiaGen mitentwickelt hat. Dieser gibt an, dass nur NiaGen bzw. Niacinamide-Riboside die verjüngende Wirkung im Hirn- und Muskelgewebe herbeiführen kann, nicht aber Niacin oder Niacinamide.
Auch Chris von Edubily hat lt. eines neuem Newsletters das Thema aufgegriffen und ein kaufbares E-Handbuch zum Thema geschrieben.
Ich persönlich hoffe bald auf günstige Alternativen zum NiaGen, oder vlt findet auch ein findiger Redditer o.ä. einen leichten Heimsyntheseweg für diese Substanz, die jeder Life-extender wohl obligat nehmen sollte.
Hat jemand hier eigentlich eine Vorstellung wie schwierig die Herstellung von Nicotinamid-Mononucleotid und Nicotinamid-Ribosid ist. Kann das jeder Chemiestudent? Welche Laborkapazitäten braucht man dafür? Kann man das in einem notmalen Schul- oder Unilabor herstellen, oder ist das hochkompliziert? Und hat jemand Ahnung wie die Patentsituation da aussieht? Die Stoffe sind ja wohl nicht patentiert, sind es bestimmte Herstellungswege?
Patentiert sind sicher nur die Synthesewege, ja. Will auch immer mal genau deine FRagen recherchieren, aber bisher nochn icht gemacht. Ich glaube aber schon irgendwo überflogen zu haben, dass es eben leider nicht so ohne weiteres herzustellen ist, trotz der billigen und einfach zu beziehenden Substanzen B3 und D-Ribose
was mich auch interessieren würde ist die geeignete Einnahme, Menge /Tag und Dauereinnahme oder in welchen Intervallen. Darüber habe ich noch nichts finden können, außer den Einnahmeempfehlungen der Hersteller. Oder sollte man generell besser noch abwarten?
Zu Beginn des Threads habe ich herausgearbeitet, dass für den Erfolg von Nicotinamid-Ribosid eine Beachtung der circadianen Rhythmik unabdingbar ist. Mein damaliges Fazit:
1) Sirt1-Aktivierung am Nachmittag/Abend ist "zyklusgerecht".
Vince Gulliano hat bei seinem Selbstexperiment eine morgendliche Einnahme gewählt - und sich dadurch seinen Zyklus "zerschossen"?
2) Eine Rekalibrierung des Zyklus wird mindestens 10-14 Tage benötigen.
Solange scheint das System zu benötigen um auf Interventionen zu reagieren.
3) Eine Rekalibrierung von Sirt1 könnte sinnvoll sein, wenn ein gestörter Tag/Nachtrhythmus (Jetlag, Schichtarbeit, hohes biologisches Alter etc) vorliegt.
Eine Dauerintervention wäre damit nur erforderlich, wenn auch der Grund für die Zyklusstörung dauerhaft vorliegt und nicht behebbar ist!
Parallel dazu ist es wichtig, ein Augenmerk auf Entzündungen zu haben und diese zu eliminieren, sonst wird es schwierig mit der Rekalibrierung. Bei der Dosierung würde ich mich zunächst einmal an den Herstellerangaben orientieren, und diese ggf. im nächsten Schritt an individuelle Gegebenheiten anpassen!
danke, ich hatte fälschlicherweise angenommen, die Aussagen bezögen sich nur auf die Rekalibrierung eines gestörten Tag/Nacht-Zyklus. Punkt 1) ist dann die eigentliche Aussage.
Ja, genau! Außerdem sollte man sich davor hüten, ein funktionierendes komplexes biochemisches System zu "verschlimmbessern". Ich persönlich habe aktuell eine gute Sirt1-Rhythmik. Wäre sie gestört, würde ich das zuallererst an einer verschlechterten Schlafqualität und Tagesmüdigkeit merken.
Daher benötige ich aktuell kein NR!
Alterung kann durchaus eine Ursache für eine dauerhafte Sirt1-Zyklusstörung sein. Ältere Menschen haben daher fast immer auch einen gestörten Schlafrhythmus! Diesen Zustand man dann durch Nicotinamid-Ribosid evtl. stabilisieren, unter Umständen kann das dann auch auf eine Dauer-Supplementierung hinauslaufen. Stimmt der Zyklus, wäre aber ein Auslassversuch angebracht.
da ich einen guten Schlafrythmus habe, auch gut durchschlafe und tagsüber nicht müde bin, werde ich NR zunächst nicht in meine Liste aufnehmen; danke nochmals.
Ich verwende NR seit Mai 2015 und bin inzwischen bei einer dauerhaften Einnahme (200 mg am Abend). Eine hautverjüngende Wirkung habe ich Anfangs festgestellt, im Vergleich zur Einnahme von Glycin ist dieser Effekt jedoch nur marginal gewesen. Die Schlafdauer verlängert sicht in meinem Fall um etwa 30 min, Einfluss auf den Rhytmus konnte ich nicht bemerken.
Compartmentalized redox faults are common to ageing diseases. Dietary constituents are catabolized to NAD(H) donating electrons producing proton-based bioenergy in coevolved, cross-species and cross-organ networks. Nicotinamide and NAD deficiency from poor diet or high expenditure causes pellagra, an ageing and dementing disorder with lost robustness to infection and stress. Nicotinamide and stress induce Nicotinamide-N-methyltransferase (NNMT) improving choline retention but consume methyl groups. High NNMT activity is linked to Parkinson's, cancers, and diseases of affluence. Optimising nicotinamide and choline/methyl group availability is important for brain development and increased during our evolution raising metabolic and methylome ceilings through dietary/metabolic symbiotic means but strict energy constraints remain and life-history tradeoffs are the rule. An optimal energy, NAD and methyl group supply, avoiding hypo and hyper-vitaminoses nicotinamide and choline, is important to healthy ageing and avoids utilising double-edged symbionts or uncontrolled autophagy or reversions to fermentation reactions in inflammatory and cancerous tissue that all redistribute NAD(P)(H), but incur high allostatic costs.
NAD+ availability decreases with age and in certain disease conditions. Nicotinamide mononucleotide (NMN), a key NAD+ intermediate, has been shown to enhance NAD+ biosynthesis and ameliorate various pathologies in mouse disease models. In this study, we conducted a 12 month-long NMN administration to regular chow-fed wild-type C57BL/6N mice during their normal aging. Orally administered NMN was quickly utilized to synthesize NAD+ in tissues. Remarkably, NMN effectively mitigates age-associated physiological decline in mice. Without any obvious toxicity or deleterious effects, NMN suppressed age-associated body weight gain, enhanced energy metabolism, promoted physical activity, improved insulin sensitivity and plasma lipid profile, and ameliorated eye function and other pathophysiologies. Consistent with these phenotypes, NMN prevented age-associated gene expression changes in key metabolic organs and enhanced mitochondrial oxidative metabolism and mitonuclear protein imbalance in skeletal muscle. These effects of NMN highlight the preventive and therapeutic potential of NAD+ intermediates as effective anti-aging interventions in humans.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29249689 Research on the biology of NAD+ has been gaining momentum, providing many critical insights into the pathogenesis of age-associated functional decline and diseases. In particular, two key NAD+ intermediates, nicotinamide riboside (NR) and nicotinamide mononucleotide (NMN), have been extensively studied over the past several years. Supplementing these NAD+ intermediates has shown preventive and therapeutic effects, ameliorating age-associated pathophysiologies and disease conditions. Although the pharmacokinetics and metabolic fates of NMN and NR are still under intensive investigation, these NAD+ intermediates can exhibit distinct behavior, and their fates appear to depend on the tissue distribution and expression levels of NAD+ biosynthetic enzymes, nucleotidases, and presumptive transporters for each. A comprehensive concept that connects NAD+ metabolism to the control of aging and longevity in mammals has been proposed, and the stage is now set to test whether these exciting preclinical results can be translated to improve human health.
Zitat von Prometheus im Beitrag #45Wir wissen ja, wie wichtig NAD für unsere Mitochondrien ist.
NAD wird von einem Enzym abgebaut und dieses Enzym ist bei 60-Jährigen um das zweieinhalbfache erhöht, verglichen mit 30-Jährigen. Das Enzym heißt CD38:
Veröffentlichung aus 2002, keine Ahnung ob es da neuere Erkenntnisse gibt, aber hier wird das simple Nacinamide als CD38 "permanent inhibitor" genannt! Doxy hngegen steigert die Expression des Enzyms.
Evidence for a causal role of CD38 expression in granulocytic differentiation of human HL-60 cells.
Granulocytic differentiation of human HL-60 cells can be induced by retinoic acid and is accompanied by a massive expression of CD38, a multi-functional enzyme responsible for metabolizing cyclic ADP-ribose (cADPR), a Ca(2+) messenger. Immunofluorescence staining showed that CD38 was expressed not only on the surface of intact HL-60 cells but also intracellularly, which was revealed after permeabilization with Triton. Concomitant with CD38 expression was the accumulation of cADPR, and both time courses preceded the onset of differentiation, suggesting a causal role for CD38. Consistently, treatment of HL-60 cells with a permeant inhibitor of CD38, nicotinamide, inhibited both the CD38 activity and differentiation. More specific blockage of CD38 expression was achieved by using morpholino antisense oligonucleotides targeting its mRNA, which produced a corresponding inhibition of differentiation as well. Similar inhibitory effects were observed when CD38 expression was reduced by the RNA interference technique targeting two separate regions of the coding sequence of CD38. Further support came from transfecting HL-60 cells with a Tet-On expression vector containing a full-length CD38. Subsequent treatments with doxycycline induced both CD38 expression and differentiation in the absence of retinoic acid. These results provide the first evidence that CD38 expression and the consequential accumulation of cADPR play a causal role in mediating cellular differentiation.
Danke @Fichtennadel! Ich würde die Studie so deuten, dass Retinsäure (ein Vitamin A-Metabolit) die Reifung von Granulozyten mittels CD38 stimuliert.
P.S.: Mit "permeant" meinen die Autoren nicht permanent, sondern wollen sagen, dass Niacinamid gut membrangängig ist. Doxycyclin ist kein CD38-Inhibitor, es wurde nur genutzt, um einen gentechnisch eingebauten "Schaltknopf" (tetracycline-responsive element) anzuschalten und somit "auf Knopfdruck" die CD38-Expression in den Zellen anzuschalten.
Danke @Prometheus. Gut. das habe ich vorher nicht genau genug gelesen. Es handelt sich ja bei HL-60 um eine spezielle Zelllinie, wahrscheinlich ist es nicht sinnvoll von den Wirkungen von RA und Niacinamide dort auf allgemeinere Funktionen beider Substanzen im Energiestoffwechsel zu schließen oder siehst du dort ein Hinweis, dass RA grundsätzlich CD38 erhöht? Und ist die Granulozyten-Reifung bei Leukämie-Zellen etwas "gutes" ? Eine Ausdifferenzierung und damit eher ja denke ich. Ist mir zu speziell.
Zitat von Prometheus im Beitrag #45Wir wissen ja, wie wichtig NAD für unsere Mitochondrien ist.
NAD wird von einem Enzym abgebaut und dieses Enzym ist bei 60-Jährigen um das zweieinhalbfache erhöht, verglichen mit 30-Jährigen. Das Enzym heißt CD38:
Zitat von Prometheus im Beitrag #73Danke @Fichtennadel! Ich würde die Studie so deuten, dass Retinsäure (ein Vitamin A-Metabolit) die Reifung von Granulozyten mittels CD38 stimuliert.
Dann wäre ja generell Vitamin A als NEM bezüglich CD38-Hemmung kontraproduktiv oder?
Zitat von Speedy im Beitrag #75Dann wäre ja generell Vitamin A als NEM bezüglich CD38-Hemmung kontraproduktiv oder?
An der Überlegung ist etwas dran. Wenn man ein bisschen stöbert, findet man Daten dazu, dass Vitamin A sich tatsächlich negativ auf Mitochondrien auswirken kann: