Sehr gut! Meine Vermutung wäre, dass eine solche antiretrovirale Therapie auf viele derartige Alterserkrankungen einen geringen, aber günstigen Einfluss haben könnte. Hoffentlich wird der Ansatz in weiteren Studien aufgegriffen! Davon abgesehen würde mich auch interessieren, ob bei einer dauerhaften Mono-Therapie evtl. Retrotransposon-"Therapieresistenzen" auftreten? bei der üblichen Antiretroviralen Therapie braucht man ja eine Kombinationstherapie, um Resistenzen zu vermeiden, möglicherweise gilt das auch für die Retrotransposon-Hemmung?
Mit zunehmendem Alter steigt in vielen Organismen (Fliege, Maus, Mensch) die Retrotranspson-Expression deutlich an, was zu genomischer Instabilität und DNA‑Schäden führt und so chronische Entzündung fördert. Eine pharmakologische oder genetische Hemmung von Retrotransposition (z.B. Reverse‑Transkriptase‑Inhibitoren, Antisense‑Oligos gegen LINE1) kann in Maus- und Zellmodellen Gesundheitsspanne und Lebensdauer verbessern. Diese Deregulation trägt zu Alterskrankheiten bei: durch DNA‑Brüche, proinflammatorische dsRNA/cDNA‑Signale und TE‑basierte Promoter/Enhancer, die Onkogene oder krankheitsrelevante Gene fehlsteuern.
in der Natur gibt es evtl. schon eine Lösung für das Problem: https://www.youtube.com/watch?v=Q6stNfMgQ-c . Entzündungen hemmen die DNA Reparatur (z.B. NAD Mangel durch CD38 Aktivierung etc.) und mit Naturstoffen kann man die Entzündungen evtl. minimieren. In der Tierwelt gibt es einige Beispiele für den Mechanismus: z.B. Bienenkönigin (Gele Royal), das große Mausohr, Nacktmull.
Zitat von Roger im Beitrag #134Entzündungen hemmen die DNA Reparatur (z.B. NAD Mangel durch CD38 Aktivierung etc.) und mit Naturstoffen kann man die Entzündungen evtl. minimieren.
Ja, stimmt - das ist sicherlich richtig und ich denke dass machen sicherlich die meisten hier im Forum in irgendeiner Form.
Wichtig für dieses Thread:
Entzündunghemmung ist nicht das gleiche wie eine Retrotransposon-Inhibition!
Selbstverständlich gibt es Überschneidungen - Entzündungen beschleunigen den Prozess der Retrotransposon-Aktivierung. Und eine konsequente Retrotransposon-Hemmung würde das Inflam-Aging bereits im Keim verhindern.
Es kann sicherlich sein, dass auch der eine oder andere "zufällig" ein paar Retrotransposon-Inhibitoren verwendet - aber eine konkret gegen die Retrotransposon-Aktivierung gerichtete Strategie könnte aus meiner Sicht ein echter Game-Changer sein!
hier kann ich nur zustimmen und ein "Genschalter" zur Entzündungshemmung reicht nicht aus (z.B. Quercetin etc.). Wir sollten vielmehr Entzündungen ursächlich verhindern (z.B. Gele Royal). So bekommen die Arbeitsbienen nach meiner Kenntnis nur ca. 1 Tag Gele Royal, während die Bienenkönigin dauerhaft mit diesem wertvollen Produkt gefüttert wird. Die Hunzas (Pakistan) verzehren vorrangig fermentierte Lebensmittel, sind sehr gesund, Frauen können bis zum 65. Lebensjahr Kinder zur Welt bringen und viele Bewohner können sich auf eine hohe Lebenserwartung bzw. eine lange Gesundheitsspanne freuen. Hier habe ich z.B. die fermentierten Aprikosen incl. Kernen im Verdacht für die extreme gesundheitliche Wirkung. Bei den Aprikosen Kernen sind bereits medizinische Wirkungen bekannt (umstritten) und die schädliche Blausäure wird evtl. durch die Fermentierung (Bakterien) abgebaut.
An FDA-Approved Tenofovir Alafenamide-Based Antiretroviral Therapy Reduces Biological Age in Healthy Adults: First Human Proof-of-Concept for Retrotransposon-Targeted Gerotherapeutics https://www.medrxiv.org/content/10.64898...AK3t4iSdM7Ff2VQ