Es scheint mir, dass man das Mitochondrium mal ganz detailliert darauf checken sollte, was einen Energieverlust zur Folge hat. Das Absinken der Energie war ja von Anfang an der Schwerpunkt der Alterung für mich. Jeder Teilprozess muss gut laufen. Defekte am Genom sind nur die eine Seite und die Folgen lassen sich vergleichsweise einfach nachvollziehen. Aber dieser Aspekt mit der Verkleinerung der Fläche der inneren Membran zeigt mir wieder dass es eigentlich logische Dinge gibt auf die niemand kommt.
Irgendwie scheint es mir im Falle des Corona-Virus ähnlich zu sein. Man muss den Infektionsprozess im Detail - d.h. mindestens auf molekularer, physikalischer, elektrophysikalischer und vll sogar quantenphysikalischer Ebene verstehen, damit man was innovatives dagegen findet.
der Stoffwechsel wird in vielen Fällen durch oxidativen Stress gehemmt und das Glutathion System scheint eine wichtige Rolle zu spielen (Dr. Kremer, Barcelona).
Mitochondria, immunosenescence and inflammaging: a role for mitokines? Abstract:
ZitatA global reshaping of the immune responses occurs with ageing, indicated as immunosenescence, where mitochondria and mitochondrial metabolism play an important role. However, much less is known about the role of mitochondrial stress response in this reshaping and in particular of the molecules induced by such response, collectively indicated as mitokines. In this review, we summarize the current knowledge on the role of mitokines in modulating immune response and inflammation focusing on GDF15, FGF21 and humanin and their possible involvement in the chronic age-related low-grade inflammation dubbed inflammaging. Although many aspects of their biology are still controversial, available data suggest that these mitokines have an anti-inflammatory role and increase with age. Therefore, we hypothesize that they can be considered part of an adaptive and integrated immune-metabolic mechanism activated by mitochondrial dysfunction that acts within the framework of a larger anti-inflammatory network aimed at controlling both acute inflammation and inflammaging.
A higher mitochondrial content is associated with greater oxidative damage, oxidative defenses, protein synthesis and ATP turnover in resting skeletal muscle https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34581401/
Grundsätzlich ist es eine vielversprechende Methode, dysfunktionale Mitochondrien durch intakte Mitochondrien zu ersetzen!
Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass unsere Mitochondrien hauptsächlich deswegen dysfunktional werden, weil die epigenetische Alterung unter anderem die mitochondriale Kommunikation blockiert. Allerdings gibt es ja nicht nur die epigenetische Alterung - es gibt durchaus auch eine stochastische Ansammlung von mtDNA-Mutationen die nicht repariert wurden, was auf längere Sicht (>120 Jahre Lebensspanne) auch irgendwann ein Problem wird.
Im Prinzip könnte man mit dieser Technologie auch mit besseren Mitochondrien auffüllen, als das, was man genetisch so mitbekommen hat...
Ja ich habe mich ja sehr ausfürlich mit dem Melas-Syndrom befasst, weil ich diese Mutation habe, aber sie ist phänotypisch nie in den Vordergrund getreten. Meine Schwester ist in ihren 50igern daran gestorben. Meine Mutter ist damit 98 geworden, ohne großartige Behinderungen oder geistige Probleme. Man ist seinerzeit bei meiner Schwester erst nach langer Zeit drauf gekommen, die Ärzte kennen es eher nicht. Erst ein junger Arzt an der Charite ist drauf gekommen. Ich habe u.a. deshalb mit Kraftsport angefangen, weil ich wissen wollte ob ich Muskelschwäche habe. Kraftsport soll MELAS verbessern, indem es die Vermehrung der "guten" Mitos fördert. Angeblich - und das schreibt auch deGrey - haben die "schlechten" einen Vorteil, weil sie "besser" aussehen und weniger der Mitophagie anheim fallen.
Hier findet man Infos darüber. https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_...pert=550&lng=DE In 80% der Fälle liegt eine Punktmutation an der Pos. 3243A>G im tRNA Leu-Gen vor. Man könnte sicher manchem helfen, wobei MELAS ja nur eine Möglichkeit ist. Denke, man sollte diese Möglichkeiten viel öfter in Betracht zihen, weil die Erscheinungsbilder sehr vielfältig sind.
@Dr.Faust Gibt es den eine medizinische Behandlungsmethode bei MELAS? Oder ist das eine Erkrankung, wo man halt selber mit Sport, Ernährung und Psyche klar kommen muss?
Nein für diese Syndrome, die auf mtDNA-Mutationen beruhen, gibt es keine direkte Behandlung bisher. Es werden "mitotrophe" Substanzen empfohlen, wie Q10, Liponsäure, B-Vitamine - also die üblichen Bekannten. Hatte da doch viel Kontakt mit Medizinern, die das kannten. War mal ein Forschungsprojekt an der TU. Aber Hilfe kam von da fast nichts, die wollten mich nur als Labortier. Habe aber ein paar US-Papers bekommen. Und das Internet bietet einiges über Selbsthilfegruppen.
Background: The catalytic subunit of telomerase, Telomerase Reverse Transcriptase (TERT) has protective functions in the cardiovascular system. TERT is not only present in the nucleus, but also in mitochondria. However, it is unclear whether nuclear or mitochondrial TERT is responsible for the observed protection and appropriate tools are missing to dissect this.
Erreger kapern unsere Mitochondrien Kontakt mit Pathogenen blockiert Abwehrmechanismus der Zellkraftwerke Verborgener Effekt: Wenn wir vom Coronavirus oder einem anderen Erreger infiziert sind, greifen diese auch die Kraftwerke unserer Zellen an – die Mitochondrien. Wie Forscher am Beispiel des Toxoplasmose-Erregers beobachtet haben, kommt es schon wenige Stunden nach Infektion zur Ablösung großer Teile der äußeren Mitochondrien-Membran. Ursache dafür ist eine Stressreaktion der Zellkraftwerke: Sie versuchen sich auf diese Weise zu schützen, schaden sich aber nur selbst, wie das Team in „Science“ berichtet. https://www.scinexx.de/news/medizin/erre...-mitochondrien/