Wenn man sich den im Stern veröffentlichten Artikel mal näher ansieht, stellt man fest, dass es sich dabei nicht um Fakten, sondern um eine Auflistung von Vermutungen handelt. Ich suche die Wahrheit lieber da, wo sie auch drin ist!
#175 Der-Stern-Artikel ist echt lustig. Hätte ein Politiker schreiben können. Ja, vielleicht doch nicht so schlecht, das Kokosöl, etwas besser als eigentlich gedacht, aber man muss doch warnen, obwohl es die Lebenserwartung wohl nicht so krass senkt, und das mit dem Cholesterin geht gleichzeitig in die falsche Richtung, aber eigentlich auch nicht ... aber offizielle Stellen empfehlen es nicht so wirklich ... blal bla bla.
In einer Entscheidung, die für immer die Krebsforschung und -behandlung ändern wird, genehmigte die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) eine revolutionäre Krebstherapie am Mittwoch, Damit ist die erste zellbasierte Gentherapie, in den USA öffentlich zugänglich. Die Entscheidung, die nennt die Agentur "eine historische Aktion", https://futurism.com/the-u-s-fda-just-ap...o-fight-cancer/
Der Nucleolus ist der Ort in der Zelle, in dem die Ribosomen zusammen gebaut werden. Seine größe könnte ebenfalls eine zellinterne Altersuhr sein, ähnlich er Telomerlänge!
Neuer Biomarker für die Vorhersage der Lebenserwartung entdeckt Je kleiner der Nukleolus im Zentrum der Zelle ist, desto länger dürfte der jeweilige Organismus – und vermutlich auch der Mensch – noch leben
Köln/Wien – Kann man einer Zelle ansehen, wie alt sie ist? Und ist es möglich, auf die verbleibende Lebenszeit eines Lebewesens zu schließen? Alternsforscher suchen schon lange nach sogenannten Biomarkern für den Alterungsprozess, mit denen sie Vorhersagen über die Lebensdauer eines Organismus treffen können.Telomere und jetzt neu: NukleoliAls ein solcher Prädiktor gelten die sogenannten Telomere, die Endstücke von Chromosomen. Je länger sie sind, desto höher dürfte die Lebenserwartung sein. Nun hat der Biologe Varnesh Tiku (Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns) einen weiteren Biomarker gefunden, der einen Durchbruch bei der Prognose der Lebenserwartung bedeuten könnte: Allem Anschein nach gibt es nämlich eine Verbindung zwischen der Größe des sogenannten Nukleolus und der Lebenserwartung.
ZitatGewebeproben aus der Muskulatur von über 60-jährigen Probanden, die an einem Diät- und Sportprogramm teilnahmen haben gezeigt, dass die Nukleoli nach dem Programm kleiner waren als zuvor. Solche Programme sind eine übliche Methode, um die Gesundheit zu verbessern und die Lebenszeit zu verlängern.
Mesenchymale Stammzellen: Geheimnisvolle Sanitäter für kranke Zellen Mesenchymale Stammzellen sind überall im Körper präsent und scheinen über fast magische Kräfte zu verfügen.
Krems – Der Schaden muss nicht groß sein. Eine kleine Muskelverletzung zum Beispiel reicht schon aus, oder eine Prellung. Zur Heilung wird umgehend eine ganze Armada aus Zellen und Signalsubstanzen aktiviert, und im Idealfall ist das Problem schon nach wenigen Tagen behoben. Aber wie gelingt das? In einige Bereiche des Reparaturregelwerks hat die Wissenschaft inzwischen einen halbwegs guten Einblick bekommen, doch zu anderen Mechanismen gibt es immer noch viel mehr Fragen als Antworten – die mysteriösen MSC eingeschlossen. - derstandard.at/2000063326094/Mesenchymale-Stammzellen-Geheimnisvolle-Sanitaeter-fuer-kranke-Zellen. http://derstandard.at/2000063326094/Mese...r-kranke-Zellen
Stammzellen lindern Parkinson bei Affen Zumindest bei Affen lassen sich Nervenzellen, die aus adulten Stammzellen gewonnen werden, offenbar effektiv zur Parkinsontherapie einsetzen.
Mit Hilfe von menschlichen induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) ist es Wissenschaftlern um Jun Takahashi von der Universität Kyoto in Japan gelungen, Symptome der Parkinsonkrankheit bei Affen zu lindern. Dazu entnahmen die Forscher zunächst menschlichen Spendern adulte Zellen, die sie zu induzierten pluripotenten Stammzellen umprogrammierten. iPS besitzen die Fähigkeit, sich wieder zu Zellen verschiedenster Gewebetypen auszudifferenzieren. Aus diesen Zellen ließen Takahashi und seine Kollegen Neurone entstehen, die den Neurotransmitter Dopamin produzieren. Genau solche Zellen sterben in der Substantia nigra im Mittelhirn von Parkinsonpatienten ab. Da Dopamin an der Bewegungssteuerung beteiligt ist, kommt es zu den typischen Symptomen wie Muskelstarre oder -zittern.
Im nächsten Schritt pflanzten die Wissenschaftler die Neurone aus der Petrischale Javaneraffen (Macaca fascicularis) ein, bei denen zuvor mit einem Nervengift die dopaminergen Nervenzellen im Gehirn zerstört worden waren. Nach der Behandlung verbesserte sich die Beweglichkeit der Tiere wieder, wie Takahashi und Kollegen im Fachmagazin "Nature" schreiben. Ob die Stammzellen ursprünglich von gesunden Menschen oder von Parkinsonpatienten stammten, machte dabei keinen Unterschied. Mit Hilfe umfangreicher Tests konnte das Forscherteam zudem belegen, dass sich die Dopaminneurone tatsächlich langfristig im Hirn der Tiere ansiedelten. Sie riefen lediglich eine moderate Immunreaktion hervor. Zudem hatten die Affen auch zwei Jahre später keine auf Grund der Behandlung entstandenen Hirntumoren entwickelt. Dies befürchten Wissenschaftler als mögliche Spätfolge der Stammzelltransplantation – offenbar kann dieses Risiko aber durch sorgfältige Vorbehandlung und Sortierung von Stammzellen minimiert werden, kommentiert der Stammzellbiologe Frank Edenhofer von der Universität Innsbruck und ergänzt: "Das kann als sehr hoffnungsvoller Aspekt gewertet werden." http://www.spektrum.de/news/stammzellen-...i-affen/1498537
Interessant, wie (fast) alles im Leben zwei Seiten hat!
Krebstherapie: Zika-Viren töten Stammzellen von Hirntumoren Bei Erwachsenen könnten die Viren zur Behandlung des Glioblastoms genutzt werden, da sie gezielt die resistenten Krebsstammzellen zerstören
ZitatWenn Zika-Viren eine Schwangere infizieren, befallen sie die Vorläufer von Hirnzellen des Fötus. Dadurch kann sich das Gehirn nicht normal entwickeln und die Kinder kommen mit zu kleinen Köpfen zur Welt. Jetzt haben amerikanische Mediziner entdeckt, dass die Viren auch Krebszellen im Gehirn infizieren, aus denen tödliche Hirntumore, die Glioblastome, hervorgehen. Solche Stamm- und Vorläuferzellen dieser Tumore sind für das wiederkehrende Krebswachstum nach einer Therapie verantwortlich. Da gesunde Hirnzellen erwachsener Menschen durch die Viren nicht geschädigt werden, könnten sich abgeschwächte Zika-Viren für einen therapeutischen Einsatz eignen, berichten die Forscher im „Journal of Experimental Medicine“. In Experimenten mit Mäusen verlangsamte die Virustherapie das Tumorwachstum und verlängerte die Überlebenszeit. Klinische Studien gibt es noch nicht.
„Zika-Viren werden eines Tages dabei helfen, in Kombination mit den derzeit üblichen Therapien einen Tumor vollständig und endgültig zu zerstören“, sagt Milan Chheda von der Washington University in St. Louis, einer der drei leitenden Wissenschaftler der Arbeitsgruppe. Die Standardtherapie für Patienten mit einem Glioblastom – dem häufigsten Hirntumor bei Erwachsenen – besteht zunächst in einer chirurgischen Entfernung des Tumors, worauf Chemotherapie und Bestrahlung folgen. Doch aus besonders resistenten sogenannten Krebsstammzellen entwickelt sich meist nach einigen Monaten ein neuer Tumor. Daher liegt die mittlere Überlebenszeit nach der Erstdiagnose bei weniger als zwei Jahren. Eine gezielte Zerstörung der Glioblastom-Stammzellen wäre die ideale Ergänzung zur bisherigen Behandlung.
Die Forscher überprüften, ob sich Zika-Viren für diesen Zweck eignen, denn neurale Vorläuferzellen eines Fötus haben bestimmte Gemeinsamkeiten mit Krebsstammzellen, aus denen sich Hirntumore entwickeln. Normale, reife Hirnzellen werden dagegen nicht infiziert, weshalb eine Zika-Virus-Infektion bei Erwachsenen einen milden Verlauf hat. Die Mediziner infizierten Gewebeproben von Glioblastomen mit zwei Stämmen von Zika-Viren. Schon nach zwei Tagen waren mehr als 60 Prozent der Tumorstammzellen befallen, so dass sie sich nicht mehr teilen konnten und schließlich abstarben. Dagegen wurde nur ein geringer Prozentsatz von bereits weiterentwickelten Tumorzellen infiziert. In gesunden Hirngeweben von Erwachsenen konnten sich die Viren nicht vermehren.
Neu entdeckte entzündungshemmende Endocannabinoide Omega-3-Fettsäuren der Nahrung fördern die Produktion zweier neu entdeckter entzündungshemmender Endocannabinoide
ZitatBestimmte Nahrungsmittel, darunter Pflanzenöle wie vor allem Rapsöl, Leinsamenöl und Hanföl, Nüsse und Fisch enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren, die vom Körper als Ausgangsstoff für wichtige Fettsäure-Verbindungen genutzt werden, darunter auch bestimmte Endocannabinoide. Endocannabinoide (von griechisch endo = innen) werden vom Körper selbst gebildet und binden zum Teil an Cannabinoidrezeptoren, die auch THC aus der Cannabispflanze aktiviert.
Die bisher am besten erforschten Cannabinoidrezeptoren sind der CB1-Rezeptor, der im zentralen und peripheren Nervensystem (Gehirn, Rückenmark, etc.) und fast allen anderen Organen und Geweben, wie Darm, Lunge, Herz, Haut, Hormondrüsen, Genitalorgane, Nieren und Knochen vorkommt, sowie der CB2-Rezeptor, der im Immunsystem gefunden wird. Während die Aktivierung des CB1-Rezeptors cannabistypische psychische Wirkungen („High“) verursacht, führt die Aktivierung des CB2-Rezeptors zur Hemmung von Entzündungen und Allergien.
Ein Forscherteam um Dr. Aditi Das, Professorin für vergleichende Biowissenschaften und Biochemie an der Universität von Illinois (USA), veröffentlichte im Juli 2017 eine Studie über ihre Forschung zur Entstehung neu entdeckter Endocannabinoide aus Omega-3-Fettsäuren. Danach beruhen die bekannten entzündungshemmenden Eigenschaften dieser bekanntermaßen gesunden Fettsäuren offenbar zumindest zum Teil darauf, dass sie im Körper zu bestimmten Endocannabinoiden umgewandelt werden. Diese von ihrer Arbeitsgruppe beschriebenen zwei Endocannabinoide waren bisher von der Wissenschaft quasi übersehen worden.
Sie erklärte: „Unser Team entdeckte einen enzymatischen Prozess, der Endocannabinoide, die von Omega-3-Fettsäuren abstammen, in stärker wirksame entzündungshemmende Moleküle umwandelt, die vor allem an die Rezeptoren, die im Immunsystem gefunden werden, binden. Diese Befunde zeigen, wie Omega-3 Fettsäuren einige der gleichen medizinischen Wirkungen ausüben wie Marihuana, aber ohne eine psychotrope Wirkung.“
Wie der Duft von Kiefernwäldern entsteht Bäume „atmen“ nicht nur CO2 aus, sondern auch viele andere chemische Verbindungen, die für den typischen Duft von Nadelwäldern verantwortlich sind. Innsbrucker Forscher haben sie nun umfassend in einem fast unberührten Kiefernwald erfasst.
ZitatJede Pflanzenart hat eigenes Bukett Am häufigsten hat das Gerät der Tiroler sogenannte Terpene aufgespürt. Das sind Substanzen, die für den in Nadelwäldern charakteristischen Geruch verantwortlich sind. „Jede Pflanzenart hat ein eigenes Bukett durch solche Substanzen, die sie produziert und ausatmet“, so Karl.
Jungbrunnen-Protein bei Hefezellen entdeckt Die Forschung könnte zum Verständnis von Alterungsprozessen in Lebenwesen beitragen.
Zwei Forscherinnen der Universität Basel haben mit ihren Teams entschlüsselt, wie das Protein Gcn4 das Leben von Hefezellen verlängert, teilte die Uni Basel am Mittwoch mit. Diese neuen Erkenntnisse könnten zum Verständnis von Alterungsprozessen beitragen und möglicherweise dabei helfen, diese zu beeinflussen.
Weiterer Puzzlestein Ein weiteres Puzzlestück zu diesem Verständnis haben Mihaela Zavolan und Anne Spang nun mit ihren Teams hinzugefügt. Wie Zavolan, Spang und Kollegen im Fachblatt Nature Communications berichteten, unterdrückt Gcn4 die Produktion von Bestandteilen der Proteinherstellungs-Maschinerie. Dadurch wird die gesamte energieaufwendige Produktion neuer Proteine heruntergefahren, was die Lebensdauer der Hefezellen um bis zu 40 Prozent verlängert.
Aus früheren Studien war bereits bekannt, dass sich eine Hemmung der Proteinherstellung positiv auf die Lebenserwartung auswirkt. Das wurde beispielsweise bei Hefen, Fliegen, Würmern und Fischen gezeigt. Stress hemmt Proteinproduktion
Zu einer solchen Hemmung kommt es beispielsweise, wenn die Zellen einem gewissen Stress ausgesetzt sind, zum Beispiel bei Nährstoffmangel. Bei solchem Stress produzieren die Zellen mehr Gcn4. Welche Rolle dieser Faktor in dem Ganzen spielt, war jedoch zuvor nicht klar. Die Wissenschafter um Zavolan und Spang haben daher Hefezellen verschiedenen Stressbedingungen ausgesetzt und dabei ihre Lebensdauer, die Proteinproduktion und die Bildung von Gcn4 gemessen.
ZitatDa Gcn4 bei vielen verschiedenen Lebewesen - von Hefezellen bis zu Säugetieren - vorkommt, spiele dieser Faktor wahrscheinlich bei vielen davon eine Rolle beim Altern, berichtete die Uni Basel. Als nächstes wollen die Forscher herausfinden, ob dieser Faktor auch bei Säugetieren in Reaktion auf Nährstoffmangel und Stress die Proteinproduktion drosselt - und damit die Lebensdauer erhöht.
... ich, Unwissenschafter , würde annehmen, dass "hormetischer" Stress (=ein wenig und zielgerichtet) und Eustress durchaus zielführend sein können, permanenter Disstress (untargetiert und zu viel davon) mit Sicherheit nicht!
Carnosin, Glucosamin, Citrullin/Arginin und die BCAA sind allesamt Stoffe, die im Alter in den Zellen fehlen und die man relativ leicht ergänzen kann. Sowie etwas aufwändiger NAD.
ZitatHuman blood provides a rich source of information about metabolites that reflects individual differences in health, disease, diet, and lifestyle. The coefficient of variation for human blood metabolites enriched in red blood cells or plasma was quantified after careful preparation. We identified 14 age-related metabolites. Metabolites that decline strikingly in the elderly include antioxidants and compounds involved in high physical activity, including carnosine, UDP-acetyl-glucosamine, ophthalmic acid,1,5-anhydroglucitol, NAD+, and leucine. Metabolites that increase significantly in the elderly include compounds related to declining renal and liver function. Statistical analysis suggests that certain age-related compounds that either increased or decreased in the elderly are correlated. Individual variability in blood metabolites may lead to identify candidates for markers of human aging or relevant diseases.
Metabolites present in human blood document individual physiological states influenced by genetic, epigenetic, and lifestyle factors. Using high-resolution liquid chromatography-mass spectrometry (LC-MS), we performed nontargeted, quantitative metabolomics analysis in blood of 15 young (29 ± 4 y of age) and 15 elderly (81 ± 7 y of age) individuals. Coefficients of variation (CV = SD/mean) were obtained for 126 blood metabolites of all 30 donors. Fifty-five RBC-enriched metabolites, for which metabolomics studies have been scarce, are highlighted here. We found 14 blood compounds that show remarkable age-related increases or decreases; they include 1,5-anhydroglucitol, dimethyl-guanosine, acetyl-carnosine, carnosine, ophthalmic acid, UDP-acetyl-glucosamine, N-acetyl-arginine, N6-acetyl-lysine, pantothenate, citrulline, leucine, isoleucine, NAD+, and NADP+. Six of them are RBC-enriched, suggesting that RBC metabolomics is highly valuable for human aging research. Age differences are partly explained by a decrease in antioxidant production or increasing inefficiency of urea metabolism among the elderly. Pearson’s coefficients demonstrated that some age-related compounds are correlated, suggesting that aging affects them concomitantly. Although our CV values are mostly consistent with those CVs previously published, we here report previously unidentified CVs of 51 blood compounds. Compounds having moderate to high CV values (0.4–2.5) are often modified. Compounds having low CV values, such as ATP and glutathione, may be related to various diseases because their concentrations are strictly controlled, and changes in them would compromise health. Thus, human blood is a rich source of information about individual metabolic differences.
#187 Ich bin mir nicht sicher, ob aus dem genannten paper Schlussfolgerungen für eine Ergänzung bestimmter Sroffe zu ziehen sind. Es geht erst einmal nur darum, die Konzentration bestimmer Stoffe im Blut altersabhängig bzw. die Streuung dieser Werte zu untersuchen.
Eine erhöhte Konzentration von Citrullin z.B. ist nach Kuklinski eher ein Marker für erhöhten nitrosativen Stress. Ausserdem beeinflusst die Funktion von Leber und Niere auch die Konzentration der Stoffe im Blut.
Ich kann mir vorstellen, dass aus solchen Messungen Rückschlüsse auf das biologische Alter zu ziehen sind und vll. Stoffwechselstörungen zu erkennen sind.
Humanevolution: Genstudie beleuchtet laufende Evolution des Menschen Der Durchschnittsmensch der Moderne wird gerade immer älter - und irgendetwas geschieht demnach wohl auch in unseren Genen. Kann man das dingfest machen?
ZitatDabei haben die Forscher vor allem versucht, die Entwicklung des Genpools von einer Generation zur nächsten und übernächsten zu dokumentieren. Um diesen dynamischen Prozess zu erkennen, ist es nicht nur nötig, enorm viele Genome aus verschiedenen Generationen zu vergleichen – zudem müssen die Lebensdaten der verschiedenen Personen möglichst fehlerfrei dokumentiert sein, um verlässliche Aussagen möglich zu machen. Die Wissenschaftler um Mostafavi konzentrierten sich daher zunächst auf nur eines, allerdings das am verlässlichsten fehlerfrei erfasste Lebensereignis von Genomspendern: deren Tod, sofern er durch natürliche Umstände eintrat. Dann versuchten sie, ein langes oder kurzes Leben mit bestimmten Genvarianten zu korrelieren. Dies gelang, so Mostafavi und Co: Unter acht Millionen häufig vorkommenden Mutationen, die die Forscher in den Blick genommen hatten, fanden sich zwei auffällige Kandidaten, die bei den besonders alten Lebenden und den erst hochbetagt Verstorbenen besonders selten sind.
Bei den fraglichen Abschnitten handelt es sich um eine Variante des APOE-Gens, die auch mit dem Auftreten der Alzheimerkrankheit zusammenhängt: Zwar ist es in der Gesamtbevölkerung recht häufig, fast nie aber findet es sich bei über 70-jährigen Frauen. Zudem gibt es gerade bei Männern ab dem mittleren Lebensalter immer weniger mit einer bestimmten Variante des Gens CHRNA3. Auch diese Genvariante war Wissenschaftlern schon früher aufgefallen: Sie kommt besonders bei starken Rauchern vor – die bekanntermaßen eine geringere Lebenserwartung haben.
Zitat Wahrscheinlich setze sich Langlebigkeit nun gerade durch, weil sie in weiten Teilen der Weltbevölkerung anders als früher oft bei guter Gesundheit möglich ist. Männer können auch im späten Alter noch Kinder zeugen – und die Großmuttertheorie, nach der Langlebigkeit einer liebevoll von mehreren Generationen geförderten Enkelgeneration zugutekommt, ist zwar schwer experimentell zu belegen, bleibt aber weiter plausibel.
ZitatDas Team um Pickrell untersuchte, wie stark bestimmte Genvarianten in verschiedenen Altersgruppen verbreitet sind, und stellte diese in Zusammenhang mit der Lebensdauer der Betroffenen. Zwei Anlagen stachen dabei heraus: jene für Alzheimer und jene für schwere Tabaksucht. Über 70 Jahre alte Frauen hatten deutlich seltener eine Genvariante, die als Risikofaktor für die Entwicklung von Alzheimer gilt („AopE4“). Bei Männern mittleren Alters wiederum kam eine Genvariante seltener vor, die mit starker Nikotinabhängigkeit zusammenhängt („CHRNA3“). Ähnliches, aber in geringerem Ausmaß, zeigte sich auch bei Dispositionen zu Herzkrankheiten, Dickleibigkeit und Asthma. Akte natürlicher Selektion
Für die Forscher sind das Akte der natürlichen Selektion: Die unvorteilhaften Anlagen werden – tendenziell – ausgelöscht, die Träger und Trägerinnen mit den „besseren“ Varianten leben länger und geben sie eher an die nächste Generation weiter. Entweder weil sie schlicht mehr Kinder haben oder weil sie sich als Opa oder Oma besser um ihre Enkelkinder kümmern können und damit deren Gesundheit festigen.
Was Größe mit Kranksein zu tun hat Thrombosen, Krebs und Diabetes hängen mit der Körpergröße zusammen. Die Ursachen sind meist unklar.
ZitatJüngst haben schwedische Forscher herausgefunden, dass lange Beine die Thrombosegefahr deutlich erhöhen. Bengt Zöller und Kollegen von der Universität Lund in Malmö analysierten Daten von 2,5 Millionen Schweden. Sie verglichen die Zahlen von wehrpflichtigen Männern aus den Geburtsjahrgängen zwischen 1951 und 1992 sowie von Frauen, die zwischen 1982 und 2012 ihr erstes Kind geboren hatten. Innerhalb dieser Gruppen identifizierten sie zudem Geschwisterpaare, die sich in ihrer Größe unterschieden. So konnten sie ausschließen, dass familiäre oder Umweltfaktoren einen eventuellen Zusammenhang erklären.
Klein und gesund Das Ergebnis war eindeutig: Die kleinsten Teilnehmer hatten das geringste Risiko für die Verstopfung der Venen durch ein Blutgerinnsel. Waren Frauen kleiner als 1,55 Meter, sank ihr Thromboserisiko um 69 Prozent verglichen mit dem von Frauen, die größer als 1,88 Meter waren. Bei den Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter. Die Auswertung der Geschwisterdaten bestätigte die Befunde aus der Allgemeinbevölkerung: Größere Geschwister hatten ein höheres Thrombose-Risiko als ihre kleineren Schwestern oder Brüder.
"Es kann sein, dass es bei größeren Menschen mit ihren längeren Beinvenen einfach mehr Oberfläche gibt, an der es Probleme geben kann", versucht Zöller seine Erkenntnisse zu erklären. Auch die Schwerkraft könne mitverantwortlich sein: "In den Beinvenen großer Menschen gibt es einen höheren Schweredruck, der das Risiko erhöht, dass der Blutfluss sich verlangsamt oder vorübergehend zum Erliegen kommt."
Thrombosen entsteht prinzipiell dann, wenn sich in einem Gefäß – meist in einer Vene – ein Blutklumpen bildet. Löst sich der Blutpfropf und wird mit dem Kreislauf durch die Gefäße transportiert, kann er an verschiedensten Orten im Körper ein Gefäß ganz verschließen.
"Der Einfluss der Körpergröße auf das Thromboserisiko ist uns bekannt", bestätigt Univ.-Prof. Ingrid Pabinger-Fischer, Spezialistin für Blutgerinnung an der MedUni Wien die schwedische Arbeit. Insgesamt lassen verschiedene internationale Studien den Schluss zu, dass stattliche Menschen seltener an Herz-Kreislauf-Problemen leiden, dafür ein höheres Risiko für Krebs aufweisen als kleine Patienten. Ein hochtouriger Wachstumsmotor treibt die Entstehung von Brustkrebs, Eierstockkrebs, Dickdarmkrebs und schwarzem Hautkrebs an. Klein und krank
"Bei Diabetes ist es umgekehrt. Da erhöht die kleine Körpergröße das Risiko einer Erkrankung", sagt Univ.-Prof. Alexandra Kautzky-Willer, Leiterin der Gender Medicine Unit der MedUni Wien: "Es gibt diese spannenden Zusammenhänge, sie sollten Auslöser für weiterführende Untersuchungen sein." Denn die Ursachen sind weitgehend unbekannt, fundierte Erklärungen fehlen. Daher solle man auch die aktuellen Ergebnisse nicht überinterpretieren.
So alt sollen wir Menschen maximal werden können Wir Menschen werden im Schnitt immer älter. Doch erhöht sich auch unsere maximale Lebenserwartung? Forscher sind sich uneinig. Eine neue Studie aus den Niederlanden spricht dagegen.
ZitatDie Forscher haben für Frauen eine maximale Lebensspanne von 115,7 Jahren errechnet, für Männer 114,1 Jahre. Eine amerikanische Untersuchung kam im vergangenen Jahr zu ähnlichen Zahlen. Die Autoren der Studie schrieben außerdem, dass sie es für extrem unwahrscheinlich hielten, dass ein Mensch je älter als 125 Jahre alt werde.
Bei den Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter.
Ich bin ja Napoleon-Fan, aber bei allem Respekt, das Risiko gehe ich dann gern ein! Mal davon abgesehen, daß ich mir schwer vorstellen kann, daß es nun gerade in Schweden viele Männer unter 1,60 m gibt und die Zahl der Zwerge und Gnome selbst in diesem Land der Mythen und Legenden für eine "Studie" äußerst gering sein dürfte.
@Tizian Letztendlich wird die wissenschaftliche Schlußfolgerung dann doch sein, dass sowieso nur die Frauen an allem Schuld sind, da Gnome seltener dem Stress einer Partnerschaft ausgesetzt sein dürften.
Zitat von Tizian im Beitrag #192Bei den Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter.
Ich bin ja Napoleon-Fan, aber bei allem Respekt, das Risiko gehe ich dann gern ein! Mal davon abgesehen, daß ich mir schwer vorstellen kann, daß es nun gerade in Schweden viele Männer unter 1,60 m gibt und die Zahl der Zwerge und Gnome selbst in diesem Land der Mythen und Legenden für eine "Studie" äußerst gering sein dürfte.
Napoleon war weit größer als 1,60m Und bei den 2 500 000 schwedischen Männern, werden wohl einige tausend unter 1,60m dabei gewesen sein. Andernfalls, hätten sie wohl auch einen anderen unteren Referenzwert bei der Auswertung der Studie gewählt...
Zitat von Tizian im Beitrag #192Bei den Männern, die kleiner als 1,60 Meter waren, sank das Risiko um 65 Prozent im Vergleich zu Männern über 1,90 Meter.
Ich bin ja Napoleon-Fan, aber bei allem Respekt, das Risiko gehe ich dann gern ein! Mal davon abgesehen, daß ich mir schwer vorstellen kann, daß es nun gerade in Schweden viele Männer unter 1,60 m gibt und die Zahl der Zwerge und Gnome selbst in diesem Land der Mythen und Legenden für eine "Studie" äußerst gering sein dürfte.
Napoleon war weit größer als 1,60m Und bei den 2 500 000 schwedischen Männern, werden wohl einige tausend unter 1,60m dabei gewesen sein. Andernfalls, hätten sie wohl auch einen anderen unteren Referenzwert bei der Auswertung der Studie gewählt...
Ich hatte es auch eher polemisch gemeint, denn auch zu seiner Zeit war Napoleon nun mal mit 1,68 kein großgewachsener Mann. Wie auch immer, ich halte diese Studie, deren Wert und die vermutliche Zahl von Männern unter 1,60m für einen guten schwedischen Witz. Und wie gesagt, es mag Dir anders gehen, aber ich möchte mit so einem Mann in keinster weise tauschen, selbst bei 100% Risiko nicht!
Zitat von Julie im Beitrag #193@Tizian Letztendlich wird die wissenschaftliche Schlußfolgerung dann doch sein, dass sowieso nur die Frauen an allem Schuld sind, da Gnome seltener dem Stress einer Partnerschaft ausgesetzt sein dürften.
So wird es sein, Julie! Und wie im wahren Leben, auch hinter dem kleinsten und gemeinsten Gnom steht immer eine starke Frau! Frauen schaffen das auch ganz allein...!
Zitat von Tizian im Beitrag #195 Ich hatte es auch eher polemisch gemeint, denn auch zu seiner Zeit war Napoleon nun mal mit 1,68 kein großgewachsener Mann.
Er war 1,69m, was damals größer als der Durchschnitt war...
ZitatUnd wie gesagt, es mag Dir anders gehen, aber ich möchte mit so einem Mann in keinster weise tauschen, selbst bei 100% Risiko nicht!
Ich auch nicht, darum habe ich das auch nirgends behauptet
Forscher finden „innere Uhr“ in menschlichen Zellen — die Erkenntnis ist bahnbrechend für unser Verständnis von Krankheiten
ZitatForscher entdecken „innere Uhr“ von Zellen
Genau entdeckt haben die Forscher jetzt, dass der menschliche Zellkern eine bisher unentdeckte Bewegungsart hat. Seine Kernhülle flackert oder vibriert über einen Zeitraum von wenigen Sekunden. Das Besondere: Die Amplitude dieses Flackerns nimmt über die Zeit des Zellzyklus ab. Heißt: So lässt sich das „Alter“ der jeweiligen Zelle bestimmen. Somit haben die Forscher das erste physikalische Merkmal entdeckt, das sich systematisch mit dem Zellzyklus ändert.
Bisher war zwar bekannt, dass sich Form und Größe des Zellkerns während des Lebens einer Zelle verändern. Unbekannt war aber, ob der Kern seine Form auch über kurze Zeiträume ändert. Nach Aussage der Forscher war dies vor allem auf technische Mess-Einschränkungen bei lebenden Zellen zurückzuführen.
#199 "Wichtig ist diese Entdeckung deshalb, weil strukturelle und funktionelle Fehler der Hülle zu einer großen Anzahl von erblichen Erkrankungen verantwortlich sind, erklären die Forscher. Als Beispiele nennen sie Kardiomyopathie, Muskeldystrophie und Krebs."
Ist das so?
Ich war schon immer ein Freund der Kernhülle, vielleicht erzeugen die Kernporen eine Holographische Wahrscheinlichkeiswelle von Nährstoffen ;) Oder irgend sowas...