Eine Studie eines Teams des Houston Methodist Research Institute zeigte das Potenzial einer Behandlung, die auf Telomere in den Chromosomen zielte um Zellalterung rückgängig zu machen. Labortests mit Zellen von Patienten mit genetisch bedingter beschleunigter Alterung waren viel versprechend. https://futurism.com/new-research-sugges...lls-from-aging/
"Sommersprossen" im Auge: Wenn die Sonne die Iris verändert Die gutartige Veränderung tritt vor allem bei älteren Personen auf, sagen Mediziner
Graz – Sommersprossen sind bekannt als kleine braune Pünktchen rund um die Nase. Vor allem bei hellhäutigen Menschen sind sie an vielen der Sonne ausgesetzten Stellen des Körper verteilt. Sie sind aber auch auf der Iris im Auge zu finden. Grazer Forscher sehen sie als potenziellen Biomarker für das Ausmaß der möglicherweise schädigenden UV-Bestrahlung der Augen und der Haut. - derstandard.at/2000061854730/Sommersprossen-im-Auge-Wenn-die-Sonne-die-Iris-veraendert.
Ihr Blut verrät, wie hoch Ihr Herzinfarktrisiko ist Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, gibt es eine ganz verlässliche Methode, herauszufinden, ob tatsächlich einer vorliegt. Man misst den Spiegel eines bestimmten Eiweißbausteins im Blut. Ist er besonders hoch, ist der Fall klar. Forscher aus Innsbruck haben nun belegt, dass dieser Blutwert auch bei vermeintlich Gesunden ein aussagekräftiger Hinweis auf Herzschäden ist.
Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt, gibt es eine ganz verlässliche Methode, herauszufinden, ob tatsächlich einer vorliegt. Man misst den Spiegel eines bestimmten Eiweißbausteins im Blut. Ist er besonders hoch, ist der Fall klar. Forscher aus Innsbruck haben nun belegt, dass dieser Blutwert auch bei vermeintlich Gesunden ein aussagekräftiger Hinweis auf Herzschäden ist.
Zitat„In jenem Drittel der ProbandInnen, in dem der Troponin-Spiegel am höchsten lag, war das Risiko, eine Herzkreislauferkrankung zu erleiden, um immerhin 43 Prozent erhöht. Unsere Daten zeigen ein erhöhtes Risiko nicht nur für die Entwicklung eines Herzinfarkts, sondern auch für das Auftreten eines Schlaganfalls an“, sagte Studienautor Willeit.
Alzheimerdemenz: Schimpansen entwickeln Alzheimerdemenz-Symptome Im Gehirn von Schimpansen entdeckten Forscher verdächtige Plaques und Proteinklumpen - Hinweise auf eine Affenvariante der alzheimerschen Erkrankung? Im Gehirn von manchen alten Schimpansen könnten ähnliche Vorgänge wie in dem von menschlichen Alzheimerpatienten ablaufen. Dies vermuten Forscher nach einer Untersuchung der Hirne von 20 Tieren, die im Alter von 37 bis 62 Jahren gestorben waren. Die Wissenschaftler stießen dabei im Hippocampus von vier Tieren auf Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen, die ein Kennzeichen der Alzheimerdemenz beim Menschen sind. Zudem fanden sich bei allen untersuchten Tieren Vorläuferstadien typischer Veränderungen, die beim Menschen der Erkrankung vorausgehen. Bisher hatten Wissenschaftler vermutet, dass die Alzheimerdemenz mit ihren charakteristischen molekularbiologischen Veränderungen im Nervensystem ein nur beim Menschen vorkommendes Phänomen ist. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Mensch- und Schimpansen-Varianten der Vorgänge könnten vielleicht der Demenzforschung und -behandlung neue Impulse liefern. http://www.spektrum.de/news/schimpansen-...ymptome/1487211
Ärzte machen schaurige Entdeckung: Das passiert im Gehirn in den ersten zehn Minuten nach dem Tod Es ist wohl eine der größten Fragen der Menschheit: Was passiert nach dem Tod? Trotz modernster Forschung wissen wir noch immer nicht viel darüber.
Kanadische Forscher sind bei dem Mysterium aber nun offenbar einen Schritt vorangekommen. Die Wissenschaftler der Universität Western Ontario untersuchten die Hirnaktivität von vier Patienten auf der Intensivstation nach dem klinischen Tod . Dabei machten sie eine gleichermaßen überraschende wie grausige Entdeckung. http://www.huffingtonpost.de/2017/03/10/...n_15277320.html
Wie Krebszellen sich vor Immuntherapien verstecken Auf Immuntherapien ruhen große Hoffnungen im Kampf gegen Krebs. Tumorzellen werden jedoch resistent, indem sie sich vor dem Angriff des Immunsystems verstecken. Zürcher Forscher haben einen Schlüsselfaktor hinter diesem "Tarnmantel" entdeckt, und legten damit den Grundstein für effektivere Therapien.
Dank Immuntherapien hat sich die Behandlung auch fortgeschrittener Krebserkrankungen stark verbessert. Die Medikamente lösen die eingebaute Bremse von Immunzellen, so dass diese die Tumorzellen effektiv angreifen können. Nur schaffen es Krebszellen nach kurzer Zeit, sich auf den Angriff einzustellen und sich so "unsichtbar" zu machen.
Forscher des Universitätsspitals und der Universität Zürich haben einen zentralen Mechanismus entschlüsselt, wie Krebszellen sich "den Tarnmantel überziehen". Davon berichteten sie im Fachblatt "Cell Reports".
Krebszellen wehren sich gegen den Immunzellen-Angriff, indem sie zum einen dafür sorgen, dass sie auf ihrer Oberfläche weniger verräterische Moleküle tragen. An diesen erkennen die Immunzellen normalerweise die Tumorzellen. Außerdem produzieren die Krebszellen bestimmte Hemmstoffe, die die Immunzellen ausbremsen. Beides zusammen macht den Tumor für das Immunsystem so gut wie unsichtbar und die Therapie damit weniger wirksam, schrieb die Uni Zürich am Dienstag in einer Mitteilung.
Die Wissenschafter um Lukas Sommer und Onur Boyman haben einen wichtigen Schlüsselfaktor für diese beiden Abwehrstrategien der Krebszellen identifiziert: Das Protein Ezh2, ein sogenannter epigenetischer Regulator, der das gezielte Stilllegen von Genen beeinflusst.
Im Tierversuch stellte das Forscherteam fest, dass die Behandlung von schwarzem Hautkrebs mit zwei verschiedenen Immuntherapie-Medikamenten zunächst wirksam war. Die Hautkrebszellen begannen jedoch bald, vermehrt Ezh2 zu produzieren.
Dadurch reduzierten sie die verräterischen Moleküle auf ihrer Zelloberfläche und sie produzierten mehr Hemmstoffe gegen die Immunzellen. So konnten sich die Hautkrebszellen wieder stärker vermehren. http://www.salzburg.com/nachrichten/gesu...stecken-257843/
Übrigens: Während es die epigenetische Altersmessung beim Menschen schon seit 6 Jahren gibt, wurde die epigenetische Altersmessung bei Mäusen erst kürzlich etabliert. Erst ab jetzt können daher Maßnahmen zur Beeinflussung der Altersuhr im Mausmodell getestet werden, ohne jahrelang auf den Tod der Tiere warten zu müssen!
Ein sehr guter Artikel aus der WiWO: Alle Möglichkeiten der biotechnischen revolution der nächsten Jahre werden angerissen, außer der Lebensverlängerung bzw der Verjüngung. Dabei sind die in den beschriebenen Entwicklungen mit Händen zu greifen. Offensichtlich haben die Autoren Angst davor, dadurch zuviel Widerspruch zu erzeugen. http://www.wiwo.de/technologie/forschung...r/20083008.html
ZitatResearchers demonstrate a process known as tissue nanotransfection at The Ohio State University Wexner Medical Center. In laboratory tests, this process was able to heal the badly injured legs of mice in just three weeks with a single touch of this chip. The technology works by converting normal skin cells into vascular cells, which helped heal the wounds. Credit: Courtesy The Ohio State University Wexner Medical Center
Researchers at The Ohio State University Wexner Medical Center and Ohio State's College of Engineering have developed a new technology, Tissue Nanotransfection (TNT), that can generate any cell type of interest for treatment within the patient's own body. This technology may be used to repair injured tissue or restore function of aging tissue, including organs, blood vessels and nerve cells.
Results of the regenerative medicine study published in the journal Nature Nanotechnology.
"By using our novel nanochip technology, injured or compromised organs can be replaced. We have shown that skin is a fertile land where we can grow the elements of any organ that is declining," said Dr. Chandan Sen, director of Ohio State's Center for Regenerative Medicine & Cell Based Therapies, who co-led the study with L. James Lee, professor of chemical and biomolecular engineering with Ohio State's College of Engineering in collaboration with Ohio State's Nanoscale Science and Engineering Center.
Researchers studied mice and pigs in these experiments. In the study, researchers were able to reprogram skin cells to become vascular cells in badly injured legs that lacked blood flow. Within one week, active blood vessels appeared in the injured leg, and by the second week, the leg was saved. In lab tests, this technology was also shown to reprogram skin cells in the live body into nerve cells that were injected into brain-injured mice to help them recover from stroke.
"This is difficult to imagine, but it is achievable, successfully working about 98 percent of the time. With this technology, we can convert skin cells into elements of any organ with just one touch. This process only takes less than a second and is non-invasive, and then you're off. The chip does not stay with you, and the reprogramming of the cell starts. Our technology keeps the cells in the body under immune surveillance, so immune suppression is not necessary," said Sen, who also is executive director of Ohio State's Comprehensive Wound Center.
TNT technology has two major components: First is a nanotechnology-based chip designed to deliver cargo to adult cells in the live body. Second is the design of specific biological cargo for cell conversion. This cargo, when delivered using the chip, converts an adult cell from one type to another, said first author Daniel Gallego-Perez, an assistant professor of biomedical engineering and general surgery who also was a postdoctoral researcher in both Sen's and Lee's laboratories.
TNT doesn't require any laboratory-based procedures and may be implemented at the point of care. The procedure is also non-invasive. The cargo is delivered by zapping the device with a small electrical charge that's barely felt by the patient.
"The concept is very simple," Lee said. "As a matter of fact, we were even surprised how it worked so well. In my lab, we have ongoing research trying to understand the mechanism and do even better. So, this is the beginning, more to come."
Researchers plan to start clinical trials next year to test this technology in humans, Sen said.
Funding for this research was provided by Leslie and Abigail Wexner, Ohio State's Center for Regenerative Medicine and Cell-Based Therapies and Ohio State's Nanoscale Science and Engineering Center.
Fettabbau: Neue Einblicke in den Lipidstoffwechsel Ein Grazer Forscher-Team hat gemeinsam mit Kollegen aus den USA Schritt für Schritt das fein getaktete System der Fettverbrennung entschlüsselt
ZitatFettgewebe ist das größte Energiespeicherorgan des Körpers. Die Lipide werden in Form von Triacylglycerinen in intrazellulären Fett-Tröpfchen gespeichert, um in Hungerzeiten abgebaut zu werden. Neue Einblicke in das fein getaktete und auch räumlich austarierte System der Aktivierung des Fettspeichers liefert das Forschungsteam "Functional Proteomics und Metabolic Pathways" an der Med-Uni Graz. Der überwiegende Teil der körpereigenen Lipide wird im weißen Fettgewebe des menschlichen Körpers gespeichert. Kommt es zu einer Störung des Gleichgewichts der Triacylglycerin-Synthese und -spaltung, kann das zu Fettleibigkeit führen, die wiederum mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II-Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose verbunden wird. Die Grazer Biochemikerin Ruth Birner-Grünberger, die seit 2014 die Forschungsgruppe "Functional Proteomics and Metabolic Pathways" an der Medizinischen Universität Graz leitet, untersucht das komplexe Zusammenspiel der Aktivierung und Regulation des Fettabbaus – der sogenannten Lipolyse. Wenn wir Hunger haben, oder der Körper schon alle Reserven des schnellen Energielieferanten Glukose aufgebraucht hat, startet der Körper die Fettverbrennung, um weitere Energie zur Verfügung zu stellen. "Die Aktivierungs- und Steuerungsprozesse springen innerhalb von Sekunden an. Das geht nur, weil die Proteine für die Fettaufspaltung in der Zelle nicht erst gebaut, sondern nur entsperrt werden müssen", weiß Birner-Grünberger. In ihrem vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt "Hormonale Regulation der Lipolyse" ging sie der Frage nach, welche Proteine bei der Lipolyse beteiligt sind, wo genau sie an den Lipid-Tröpfchen in den Fettzellen interagieren und wie sie zu- und ausgeschaltet werden
Die steigenden CO2-Werte in der Atmosphäre heizen nicht nur die Erde auf. Laut einer neuen Studie verändern sie auch die Nährstoffe von Getreide: Reis etwa könnte über sieben Prozent seines Proteingehalts verlieren - was neue Ernährungsprobleme bringen würde.
ZitatZusätzlich rund 150 Millionen Menschen könnten bis 2050 deshalb unter Eiweißmangel leiden, berichtete ein Team um den Umweltwissenschaftler Samuel Myers von der Universität Harvard. Für ihn ein weiteres schlagendes Argument, „den menschengemachten CO2-Ausstoß zu verringern“.
Mechanismus unklar Derzeit beziehen weltweit 82 Prozent der Menschen den Großteil ihres täglichen Eiweißbedarfs aus Pflanzen. Mit steigendem CO2 verschieben sich laut dem amerikanischen Global Change Research Program (USGCRP) die biochemischen Bilanzen im Pflanzenkörper - und damit auch der Nährstoffgehalt.
Wie der Mechanismus genau funktioniert, ist laut Myers unklar. Ihre Studien, bei denen die Forscher Felder hohen CO2-Konzentrationen ausgesetzt haben, liefern aber eindeutige Ergebnisse. Die gleiche Menge an Pflanzen verliert deutlich an Eiweißstoffen. Hochgerechnet bis Mitte des Jahrhunderts verliert Reis 7,6 Prozent seines Proteingehalts, Weizen knapp acht Prozent, Kartoffeln 6,4 Prozent und Gerste gar über 14 Prozent.
ZitatAuch Eisen und Zink betroffen Der CO2-Anstieg wirkt sich aber auch auf die Produktion anderer Nährstoffe aus. In einer weiteren Studie von Myers zeigte sich, dass auch der Eisengehalt von Nutzpflanzen schwindet. Dadurch könnte auch Eisenmangel für viele Menschen zu einem Problem werden. Myers fand in einer früheren Studie bereits einen ähnlichen Zusammenhang für Zink.
Der unbewohnbare Planet Wird die Erde für Menschen unbewohnbar, wenn wir den Klimawandel nicht entschlossen eindämmen? Ein Artikel des Journalisten David Wallace-Wells im New York Magazine prophezeit die Klimaapokalypse und beschwört Bilder aus der Hölle herauf.
Wenn man dem Autor schenken darf, dann stehen uns finstere Zeiten bevor, falls wir nicht sofort entschlossen handeln. Einige heute dicht besiedelte Gebiete werden unter tödlichen Hitzewellen leiden, die Luft wird sich mit Ozon aufladen, die Getreideernten werden einbrechen, Kriege werden die Welt überziehen, und neue gefährliche Krankheiten werden die Menschheit dezimieren. Beim Lesen vermeint man den Hufschlag der apokalyptischen Reiter zu vernehmen. Werden die Menschen am Ende zum letzten Opfer des Massensterbens, das sie selber ausgelöst haben? https://scilogs.spektrum.de/gedankenwerk...ohnbare-planet/
Das der Anstieg des CO2-Gehalts zu einer geringeren Eiweiß Konzentration führt, ist interessant. Ich dachte Immer CO2 fördert das Wachstum: "Für die meisten Pflanzen jedoch bringt eine Verdopplung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre eine Erhöhung der Erträge um etwa 20 %" aus:
Aber wenn ich nachrechne, erst 20% mehr und dann ~10% weniger Eiweiß... dann müsste unterm Strich mehr Eiweiß produziert worden sein...muss man halt etwas mehr essen ;)
Wenn du mehr von den proteinärmeren Pflanzen der Zukunft isst, wirst du aber im Verhältnis weit mehr Kalorien aufnehmen. Der Anteil der Kohlenhydrate und Fette bleibt anscheinend ja weitestgehend unverändert. Man wird also, (wenn man das mehr an Kalorien nicht verbrennt) in dieser wärmeren Welt eher mehr Fett ansetzen und leichter zunehmen. Auch die Nutztiere, die man isst, sollten dann eigentlich fetthaltiger werden. Also auch Fleisch hat dann mehr Kalorien pro aufgenommenes Protein. Naja, es sei denn, man zwingt die Tiere zum Sport
Zumindest für den besser gestellten Teil der Welt dürfte das Problem mit Ergänzungsmitteln lösbar sein. Minerale kann man zuführen. Und wer zunimmt, ist selber schuld. Es liegt nicht am veränderten Nährstoffgehalt der Pflanzen. Täglich wiegen und entsprechend handeln, stabilisiert das Gewicht ungemein. Der Körper ist sehr anpassungsfähig, und kann aus dem "Intake" praktisch alles machen, was er braucht.
Eine neue Studie aus dem Cedars-Sinai Heart Institute zeigt, dass Stammzellen von neugeborenen Ratten, wenn sie in die Herzen älterer Ratten injiziert wurden, bei diesen jugendliche Kraft erzeugten. Nach einem Monat liefen die Ratten länger und das Haar wuchs schneller. https://futurism.com/new-study-reveals-s...-aging-process/
ZitatZumindest für den besser gestellten Teil der Welt dürfte das Problem mit Ergänzungsmitteln lösbar sein.
Ja, Mineralien und ein paar Gramm essenzielle Aminosäuren könnten das Problem lösen. Man muss sich diesem Problem dazu aber auch bewusst sein und dann noch das Geld haben, um diese NEMS zu kaufen. Ob Europa in mehr als 30 Jahren noch immer ein so "gut gestellter Teil der Welt" ist? Der Euro, der nur durch eine Schuldenunion und riesige Transferzahlungne zu halten sein wird, werden (vermutlich) langfristig den Wohlstand der breiten Masse senken. Wie sich die Fortschritte der KI in den nächsten 30 Jahren auf den Arbeitsmarkt auswirken, darüber kann man nur spekulieren. Und der anhaltende Migrationsdruck, aus den "weniger gut gestellten Teilen der Welt" könnte zu erheblichen ethnischen Spannungen und finanziellen Belastungen führen. Man stelle sich nur mal vor, was passiert, wenn die Horrorprognosen einiger Klimaforscher wahr werden und Hunderte-Millionen Menschen aus Gebieten flüchten, die vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind (etwa aus Bangladesch), Landstriche verlassen, wo die Niederschläge zu gering werden, um Landwirtschaft zu betreiben oder Regionen verlassen, wo die Temperaturen regelmäßig zu hoch werden um zu leben. http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21640-2017-07-11.html http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20135-2016-05-02.html http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21567-2017-06-20.html Wo sollen all diese Menschen hin? Es ist wohl unwahrscheinlich, dass die USA, China, Japan, die osteuropäischen Staaten oder Russland große Mengen aufnimmt.
ZitatEs liegt nicht am veränderten Nährstoffgehalt der Pflanzen.
Es ist sehr wohl möglich, dass die veränderte Nährstoffzusammensetzung der Pflanzen zu der in weiten Teilen der Welt grasierenden Übergewichtspandem beiträgt. Die CO2-Konzentration ist seit dem Beginn der industriellen Revolution um über 40% gestiegen. Wenn die Menschen versuchen ihren Aminosäurebedarf und Mineralstoffbedarf zu decken, werden sie mehr Kalorien aufnehmen, als noch vor 100 Jahren. Dies stört dann womöglich das während der menschlichen Evolution entstandene natürliche Regulationssystem, dass Apettit und Sättigung regelt.
ZitatTäglich wiegen und entsprechend handeln, stabilisiert das Gewicht ungemein. Der Körper ist sehr anpassungsfähig, und kann aus dem "Intake" praktisch alles machen, was er braucht.
Praktischer ist es trotzdem, wenn es von allein geht.
ZitatWieder eine Ausrede, warum man dick wird?
Warum bist du so auf Ausreden für das dick sein fixiert?
#166 Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Das Lesen von Prognosen habe ich eingestellt. Es ist psychisch ungesund. Man denke nur an Prognosen der sog. "Wirtschaftsweisen" ;-). Für ein paar NEMs wird es wohl reichen. Preise könnten auch sinken. Und der EURO wird auf jeden Fall halten, man kann ja was nachdrucken ...
Ich bleib dabei, dass man dick wird durch zu hohe Kalorienaufnahme. Was geht bitte von "allein" ? Die vielen Übergewichtigen werden nicht von allein normalgewichtig. Bin selbst das beste Beispiel. Man hat ja eine riesen Auswahl von Nahrungsmitteln. Wer also beim Essen nach Appetit und Sättigung geht, wird vermutlich nicht abnehmen. Das kann man weitgehend vergessen, Leptin hin oder her.
Ich bin nicht auf Ausreden fixiert, ich sammle sie nur. Der Verstand wird vom Unterbewusstsein "beauftragt", nach Gründen für ein bestimmtes Verhalten zu suchen. So ist es auch beim Zunehmen von Fett. Es sind die Gene, es sind die Drüsen, es sind die Medikamente, es ist der Stress, der kompensiert werden muss, Frust, es ist der innere Schweinehund, das Klima, es schmeckt so gut, es sind die Freunde ... immer die anderen. Und einmal ist keinmal.
PS: Und ja, es ist die Lebensmittel-Industrie. Und die Werbung.
ZitatUnd der EURO wird auf jeden Fall halten, man kann ja was nachdrucken
Ja denk ich auch, als Schulden- und Transferunion
ZitatIch bleib dabei, dass man dick wird durch zu hohe Kalorienaufnahme.
Dabei bleibe ich auch...
ZitatWas geht bitte von "allein" ?
Gewicht halten und schlank bleiben, bei mir zumindest. Aber, das ist eben bei vielen anders ich weiß.
Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können Zwei aktuelle Studien zeigen, welche Auswirkungen eine Fettleber auf Bauchspeicheldrüse und Nierenfunktion hat
Bislang galt: Wer sehr dick ist, hat auch ein erhöhtes Risiko an Diabetes, Krebs, Bluthochdruck und Herzinfarkt zu erkranken. Untersuchungen zeigen, dass aber nicht nur das Ausmaß, sondern vor allem die Lage und die Funktion des Fettgewebes eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) in Tübingen haben herausgefunden, dass insbesondere eine verfettete Leber andere Organe schädigen kann. Das ist auch deshalb relevant, weil immer mehr Menschen an einer nichtalkoholischen Fettleber leiden. In den industrialisierten Ländern hat fast jeder dritte Erwachsene eine krankhaft verfettete Leber. Damit erhöht sich für diese Menschen nicht nur das Risiko für chronische Erkrankungen der Leber (Leberzirrhosen und Leberkrebs), sondern auch für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Ursache hierfür ist das veränderte Sekretionsverhalten der Fettleber. Sie produziert vermehrt Glucose, ungünstige Fette und Proteine, wie das Hepatokin Fetuin-A, und gibt sie in den Blutkreislauf ab. So gelangen die abgegebenen Substanzen der Fettleber zu anderen Organen und lösen dort Reaktionen aus. Bisher ist jedoch nicht genau bekannt, welche Auswirkungen dieser "Organ-Crosstalk" hat, welche Organe am meisten betroffen sind und welche "Schäden" das Hepatokin Fetuin-A verursachen kann.
Algenzucker gegen Arthritis? Polysaccharid aus Braunalgen könnte Knorpelabbau in den Gelenken stoppen
Heilmittel aus der Natur: Ein Zuckermolekül aus Braunlagen könnte gegen Arthritis wirken. Das chemisch modifizierte Algenprodukt wirkt in Zellkulturen entzündungshemmend und unterdrückt die Immunreaktion gegen Knorpelzellen, wie eine Studie zeigt. Sollte sich diese Wirkung in Tierversuchen und klinischen Studien bestätigen, könnte das Algenmittel den Abbau des Gelenkknorpels bei Arthritis stoppen oder zumindest verlangsamen.
ZitatBis zu 90 Prozent aller über 65-Jährigen leiden unter einer Arthritis – einer entzündlichen Gelenkerkrankung, die zum Knorpelabbau in den Gelenken führt. Fehlt die schützende Knorpelschicht, stoßen die Knochen direkt aufeinander und dies verursacht heftige Schmerzen. Doch bisher gilt die Arthritis als unheilbar. Gängige Behandlungsmethoden wie Entzündungshemmer und Schmerzmittel bekämpfen in erster Linie die Symptome. Als letzter Ausweg hilft dann oft nur noch eine Operation, bei der das betroffene Gelenk durch ein künstliches ersetzt wird.
Algenzucker mit Sulfatanhängen Doch jetzt gibt es vielleicht Hoffnung auf eine wirksame Therapie. Marcy Zenobi-Wong von der ETH Zürich und ihre Kollegen haben eine Natursubstanz entdeckt, die den Knorpelabbau in den Gelenken stoppen könnte. Dabei handelt es sich um ein aus den Stielen des Palmentangs (Laminaria hyperborea) gewonnene Polysaccharid. Dieses Alginat ähnelt von Natur aus bestimmten extrazellulären Biomolekülen aus Knorpelgewebe.
Von einigen Biopolymeren ist bekannt, dass sie entzündungshemmend wirken können und auch dem oxidativen Stress in Zellen entgegenwirken. Die Idee der Forscher: Vielleicht könnte diese Substanz im Gelenk ähnlich wirken. Um das testen, setzten sie Zellkulturen von Knorpelzellen entweder Alginat zu oder eine chemische modifizierte Variante, bei der sie zusätzliches Sulfat ins Molekülgerüst des Zuckers eingebaut hatten.
Wirkt gegen Entzündungen und Zellstress Das Ergebnis: Das modifizierte Alginat wirkte tatsächlich entzündungshemmend und antioxidativ. Je mehr Sulfatgruppen an das Alginatmolekül angehängt waren, desto potenter war diese Schutzwirkung des Algenprodukts, wie die Forscher berichten. Sowohl in menschlichen Knorpelzellen, als auch in Makrophagen hemmte das Alginatsulfat die Aktivität von Genen, die eine Entzündungsreaktion auslösen.
Klebstoff einer Muschel als Wundverschluss Kleben ersetzt in der Medizin oft das klassische Nähen und Klammern. Ein vielversprechender biobasierter Klebstoff ist das Gel einer Muschel
ZitatUnter Wasser kleben Lebewesen effektiv, schnell und fest mit Proteinen. Die gestielte Meereichel Dosima fascicularis, eine Muschelart, sondert ein schaumartiges Proteingel ab, das verglichen mit denen anderer Meerestiere besonders weich und viskoelastisch ist, das berichten die Bioklebstoffforscher Ingo Grunwald, Janek von Byern, Vanessa Zheden und Waltraud Klepal aktuell in der Fachzeitschrift "Nachrichten in der Chemie". Das Gel dient der Meereichel, um sich etwa an Treibholz anzuheften, und ist so stabil und fest, dass es sich mit herkömmlichen Chemikalien nicht lösen lässt. Für den potenziell erfolgreichen Einsatz in der Medizin sprechen der hohe Wasseranteil des Gels, der es bioverträglich macht, und Proteine, die der Mensch durch körpereigene Enzyme abbauen kann. Der Meereichel-Klebstoff regt die Körperzellen zum Vermehren an und verbessert so die Wundheilung, wie auch schon eine Studie zur Biokompatibilität gezeigt hat.
Warum Entzündungshemmer bei Frauen besser wirken Das männliche Sexualhormon Testosteron greift in die Biosynthese von Entzündungssubstanzen ein und vermindert die Wirksamkeit von Medikamenten
ZitatAusgeprägteres Entzündungsgeschehen Erwartungsgemäß war die Wirkung der untersuchten Substanzen in den weiblichen Zellproben deutlich größer als in den männlichen – schließlich ist bei ihnen das Entzündungsgeschehen insgesamt deutlich ausgeprägter. "Diese Unterschiede lassen sich aber durch die Gabe von Testosteron komplett ausgleichen", sagt Simona Pace, die Erstautorin der beiden Publikationen. Dass Testosteron vor Entzündungserkrankungen schützen kann, haben verschiedene Studien bereits früher belegt. "Jetzt konnten wir aber den molekularen Wirkmechanismus aufklären und zeigen, dass dies auch die therapeutische Wirkung von Arzneistoffen beeinflusst", so Pace. So zeigten die Forscher zum einen, dass das Sexualhormon unmittelbar in die Biosynthese der Leukotriene eingreift, indem es die Wechselwirkung der dafür notwendigen Eiweiße "5-Lipoxygenase" und "FLAP" blockiert. Zum anderen konnten sie nachweisen, dass durch die verminderte Leukotriensynthese vermehrt Prostaglandine entstehen, die ihrerseits das Entzündungsgeschehen fördern. Dem Testosteron kommt damit eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Entzündungen und der Modulation der Immunantwort zu. Die Ergebnisse sind ein konkreter Anhaltspunkte für die Notwendigkeit einer geschlechtsspezifischen Medizin. "Entzündungshemmende Wirkstoffe, die für Frauen geeignet wären, zeigen bei Männern unter Umständen nur eine geringe Wirkung und umgekehrt", bringt Werz es auf den Punkt. Der Griff in den Medizinschrank könne also zu ganz unterschiedlichem Behandlungserfolg führen. Eine Tatsache, der in der Entwicklung neuer Medikamente – insbesondere zur Behandlung von Entzündungserkrankungen – künftig deutlich stärker Rechnung getragen werden müsse, so die Wissenschafter.
Mineralische Schale macht Virus zur tödlichen Gefahr für den Menschen Chinesische Forscher könnten die Ursache für die Übertragung der Vogelgrippe auf den Menschen entdeckt haben
ZitatRätselhafte Ansteckung Bisher ging man davon aus, dass die Viren in Folge von Mutationen oder einer Rekombination mit anderen Erregern die Artengrenze überschritten haben. Neuere Befunde zeigen aber, dass Vogelgrippeviren, die aus erkrankten Menschen isoliert wurden, die gleichen Gensequenzen aufweisen wie solche aus Vögeln. Wieso stecken sich Menschen dann aber bei Vögeln an? Auf diese Fragen könnten nun chinesische Forscher um Ruikang Tang von der Zhejiang University in Hangzhou eine Antwort gefunden haben. Sie nehmen an, dass die Viren im Vogeldarm eine mineralische "Schale" verpasst bekommen. Naturgemäß bietet der Verdauungstrakt von Vögeln – vornehmlicher Aufenthaltsort von Vogelgrippeviren – eine solche calciumreiche Umgebung, damit sich hier Eierschalen bilden können. Tödliche Schale Anhand von Versuchen mit in einer dem Vogeldarm-Milieu nachempfundenen Lösung konnten die Forscher zeigen, dass sich um H9N2- und H1N1-Viren 5 bis 6 Nanometer dicke Schalen aus einem Calciumphosphat-Mineral bilden. Diese mineralisierten Viren erwiesen sich sowohl in einer Zellkultur als auch bei Mäusen als deutlich infektiöser – und tödlicher – als native Viren. Bei Menschen infizieren Vogelgrippeviren den Atemtrakt und befinden sich dann hauptsächlich in Körperflüssigkeiten, wo die Calciumkonzentration für eine Mineralisierung zu gering ist. Die mineralische Hülle verändert das elektrische Oberflächenpotenzial der Viren. Dadurch adsorbieren mineralisierte Viren wesentlich effektiver an die Oberfläche zukünftiger Wirtszellen. Auch der Aufnahmemechanismus in die Zelle ist ein anderer, wie die Forscher im Fachjournal "Angewandte Chemie" berichten. Normalerweise dockt das Virus an Rezeptoren auf der Zelloberfläche an und wird daraufhin in die Zelle geschleust. Die Mineralschicht verhindert dies – stimuliert aber offenbar selber eine sehr effektive Aufnahme. Innerhalb der Zelle gelangen die mineralisierten Viren in Lysosomen, deren leicht saures Milieu die Mineralüberzüge auflöst und die Viren freisetzt. Die Erkenntnisse könnten helfen, neue Ansätze zur Bekämpfung der Vogelgrippe zu entwickeln.
Mit Grapefruits gegen Malaria Ein Team aus deutschen Studierenden arbeitet an einem Abwehrmittel gegen Mücken. Ein Wirkstoff aus der Grapefruit spielt dabei eine entscheidende Rolle http://derstandard.at/2000063156566/Mit-...s-gegen-Malaria
Hormon gibt Auskunft über Sterberisiko Bei Patienten mit Diabetes und einer koronaren Herzkrankheit kann ein körpereigenes Hormon einen wichtigen Hinweis auf möglicherweise bevorstehende Todesfälle geben. Das haben jetzt Vorarlberger Herzspezialisten herausgefunden.
ZitatDer untersuchte Biomarker hat den Namen „proBNP“. Dieses körpereigene Hormon wird vom geschädigten Herzmuskel zum eigenen Schutz gebildet: Es erweitert die Gefäße und gleicht so den Stress für das Herz aus, wenn eine Erkrankung des Organs vorliegt.
Die Vorarlberger Kardiologen um Christoph Säly vom VIVIT-Institut in Feldkirch haben nun herausgefunden, dass dieses Hormon bei Patienten, die sowohl an Diabetes als auch an einer koronaren Herzkrankheit leiden, einen wichtigen Hinweise auf das Sterberisiko der Betroffenen gibt. Je höher die Blut-Konzentration von proBNP, desto höher die Gefahr: Diese steigt mit zunehmenden Werten von zwei auf 23 Prozent.
Die eigenen Immunzellen so verändern, dass sie gegen den Krebs angehen – das geht jetzt in den USA. Dort wurde die erste derartige Therapie zugelassen. In Europa dürfte es auch bald losgehen.