Allerdings wundert es mich, warum es Italien so viele Infizierte gibt. Was ist da anders?
Mich wundern auch 65 auf Island (wer es kennt...). Die können eigentlich nur in der Hauptstadt sein. Touristensaison ist da momentan nicht. Aber die Isländer fliegen ja doch häufiger dahin, wo es wärmer ist.
Polen mit 16? Die testen vermutlich nicht. Ähnlich die anderen Osteuropäer. Oder hat das Virus es dort schwer.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #303Allerdings wundert es mich, warum es Italien so viele Infizierte gibt. Was ist da anders?
Mich wundern auch 65 auf Island (wer es kennt...). Die können eigentlich nur in der Hauptstadt sein. Touristensaison ist da momentan nicht. Aber die Isländer fliegen ja doch häufiger dahin, wo es wärmer ist.
Polen mit 16? Die testen vermutlich nicht. Ähnlich die anderen Osteuropäer. Oder hat das Virus es dort schwer.
Norditalien ist das Zentrum der ital. Textilindustrie. Mit einer großen Zahl inzwischen von Chinesen übernommenen und mit chines. Billigarbeitskräften statt Italienern besetzten Firmen. Die haben natürlich auch mal Familienbesuch oder reisen selbst mal nach Hause. Die Gefahr also allein schon darüber das Virus bis vor wenigen Wochen noch unerkannt und dann mit der langen Inkubationszeit auch schnell und massenhaft verbreitet zu haben, ist sehr groß. Man schreibt zu den Nachrichten aus Italien ja auch nicht, welcher Herkunft die Infizierten und Toten sind.
Dazu sind die norditalienischen Kultur-Städte, insbesondere Mailand, auch Touristenmagnete u. a. auch für Chinesen. Auch da kann in der Vergangenheit massenhaft etwas unerkannt verbreitet worden sein. Dasselbe Problem haben ja auch Touristenstädte wie Venedig usw.
Italien hat 60 000 chinesische Gastarbeiter, von denen anscheinend viele vom Neujahrsfest zurückgekommen sind ... wurde heute irgendwo angeführt ...
Insgesamt gäbe es halt viele demographische Daten übereinander-zu- legen, darzustellen und zu deuten ... Digitalisierung ... auf einen Click/Blick ... Big Data statt Big Pharma ... Transparenz! ...
Zitat von Tizian im Beitrag #302Also ich bin sicher, bezgl. Ernährung haben uns die Italiener generell etwas voraus, auch bzgl. der Nutzung von Kräutern, Wein, Ölen usw. .
Es gibt nur wenige Pflanzen, die einen Effekt gegen Coronaviren haben. 3 habe ich bereits genannt. Nur allgemein gesund Ernährung bringt nix.
Den Knoblauch - Link zur wissenschaftlichen Publikation habe ich bereits gepostet (glaub Seite 6 oder so) - müsste man schon zehenweise essen, damit es wirkt. Der Versuch war in vitro, d.h. in vivo müsste man sich schon ordentlich was reinknallen. So dass es stinkt eben. Das bisschen Knoblauch, was ein Italiener im Durchschnitt isst, nützt nix und man riecht bei den meisten Italienern auch nix.
Zitat von Tizian im Beitrag #302Und dennoch hilft es nicht. Mich darauf zu verlassen, würde ich jedenfalls nicht tun. Natürlich würde ich auch Zwiebeln, Ingwer, Knobi massenhaft essen, aber ob das nun tatsächlich den Virus abtötet oder überhaupt juckt habe ich so meine Zweifel
Probier es auf jeden Fall aus im Ernstfall, kann ja nicht schaden.
Lieber stinken als sterben! So macht der Atemschutz auch Sinn.
Zitat Auch beim Vergleich zwischen frisch gepresstem und industriell hergestelltem Orangensaft schnitt letzterer deutlich besser ab. So zeigte eine Studie von Silveira et al. für verarbeiteten Saft eine 3,3-mal höhere Menge an Hesperidin als für frisch gepressten. Dieser Unterschied spiegelte sich im Blutplasma in einer 2,8-fach größeren Menge Hesperetin wider. Möglicherweise sind die Prozesse bei der kommerziellen Saftherstellung und -lagerung für die bessere Bioverfügbarkeit von Hesperidin sowie die teilweise höheren Gehalte verantwortlich.[5]
Der industrielle Saft enthält ca. 3 Mal so viel Hesperetin. Das ist unerwartet.
Das liegt wohl daran, dass industriell die Schalen mitverarbeitet werden, was beim Selberpressen i.d.R. nicht der Fall ist.
Eigentlich ziehe ich frisch gepressten O-Saft vor, sowohl geschmacklich als auch qualitativ. Bei Corona ist wohl der industrielle besser, echt verrückt.
Die in dieser letzten Arbeit verwendete Dosis (und die Größenordnung, die auch bei den meisten anderen Arbeiten verwendet wurde) entspricht beim Menschen etwa einem Gramm Hesperidin. Orangensaft hat typischerweise 280 mg/l 14, man müsste also fast vier Liter davon trinken. Oder man nimmst sich Kapseln. Aber die sicher einfachste und kostengünstigste Variante ist diese: Man kauft sich eine große Bio-Orange und wirft sich diese in den Mixer für Smoothie dazu, und zwar ungeschält, komplett. Denn die Schale weist typischerweise einen Trocken-Gehalt von rund 2 % bis 4 % Hesperidin auf. Das enthaltene Hesperidin kommt durch die Bluthirnschranke durch und ihr bekommt gleichzeitig eine gute Portion B1 und natürliches Folat gratis obendrauf.
"Der Direktor des National Institute of Allergy and Infectious Diseases, Anthony Fauci, lässt gegenüber dem US-Kongress verlauten, dass bei der Ausbreitung des Covid-19-Virus das Schlimmste noch bevorsteht. Müssen sehr viel ernsthafter das Coronavirus bekämpfen. Fälle könnten explodieren." Quelle: Guidants News https://news.guidants.comQuelle: Guidants News https://news.guidants.com
Sagt einer der Verantwortlichen der Bekämpfung des Virus, des maßgeblich medizintechnisch und forschungsmäßig bestausgerüsteten Landes der Welt!
interessanter Review über die Rolle von Glutathion bei Lungeninfekten
Angeborenes Immunsystem
Zitat This aspect of the innate immune response is also known, from a different perspective, as the inflammatory response. Basically, the very same mechanisms and mediators of host defense are implicated in the pathogenesis of (noninfectious) inflammatory diseases, and inhibition of these mechanisms is the key to the mechanism of action of anti-inflammatory drugs.
Many noninfectious diseases of the respiratory system, including asthma, chronic obstructive pulmonary disease (COPD), cystic fibrosis, idiopathic pulmonary fibrosis (IPF), and oxygen toxicity, have an inflammatory component. Inflammation is also implicated in the lung toxicity of ozone, asbestos, silica, cigarette smoke, and particulate matter. An exaggerated inflammatory response is also involved in the pathogenesis or complications of pulmonary infections such as tuberculosis, severe acute respiratory syndrome, influenza, and acute respiratory distress syndrome (ARDS)
...
It can bee seen that there is an overlap between the list of pulmonary diseases associated with inflammation and those where GSH repletion is protective, indirectly supporting the hypothesis of an anti-inflammatory role of GSH.
An increased susceptibility to sepsis-induced ARDS and lethality34 was observed in mice lacking the transcription factor Nrf2, which has among its target genes the GSH biosynthetic enzyme gamma-glutamylcysteine synthase.35 ....The functions of GSH are not only inhibitory as described above for the inflammatory response. In fact, GSH is essential for some functions of the immune system, both innate and adaptive, including T-lymphocyte proliferation,38,39 phagocytic activity of polymorphonuclear neutrophils (PMN),40 and dendritic cell functions,41 and is also important for the first step of adaptive immunity, consisting of the antigen presentation by antigen-presenting cells (APC)... It should also be noted that although GSH inhibits the production of most inflammatory cytokines, it is required to maintain an adequate interferon-gamma (IFN-gamma) production by dendritic cells,44 which is essential for the host defense against intracellular pathogens such as mycobacteria.45
This essential role of GSH in immunity might explain why in many diseases, not only AIDS, decreased GSH levels are associated with an increased susceptibility to infection...A study reported that influenza virus M2 protein augments ROS production in human airway cells in vitro, resulting in toxic effects that are prevented by the addition of GSH ester.65 Although these studies indicate a protective role of GSH at the level of the pathogenesis of pulmonary damage, there is a report that BSO increases viral replication,66 implying a possible antiviral role of endogenous GSH...ARDS is one of the most serious complications in critically ill septic patients. Many studies have pointed out a role for oxidative stress in ARDS and shown a protective effect of GSH precursors
Man beachte den Glutathionwert im Körper (hier: rote Blutkörper) über das Lebensalter und vergleiche dies mit der Mortalitätstrate bei COVID-19-..frappierend, nicht wahr!
-durch Einnahme von Cystein (Ratenlimitierend) und Selen ( für glutathione peroxidase zum Recyling von verbrauchtem G.) -Einnahme von Glutathion insbesondere sublingual oder liposomal (Direkt oral wird wenig aufgenommen!) -R-Alpha-Liponsäure https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1418040
PS: Cystein und Methionin als Parental-Amino findet man auch in Knoblauch, Lauch und Kreuzblütlern!
Zitat von Speedy im Beitrag #283In der Alternativmedizin meinen viele CDS/CDL Chlordioxid 0,3% Lsg. wäre hoch effektiv dagegen.
Von Big Pharma wird es allerdings eh keine Studien dazu geben, ob es es wirklich effektiv diesbezüglich sein könnte. Wäre doch ein Schock für die, falls es tatsächlich wirksam sein sollte.
Zitat von Scout im Beitrag #310 PS: Cystein und Methionin als Parental-Amino findet man auch in Knoblauch, Lauch und Kreuzblütlern!
In Italien sind die Menschen plötzlich hinter einem starken Reinigungsmittel aus den dreißiger Jahren her. Das „transparente Gold“ beschert seinem Hersteller einen unerwarteten Erfolg.
Erinnert so langsam wirklich an die Zeiten der Pest, als den Menschen nicht durch die Ärzte, Wunderheiler und Quacksalber geholfen werden konnte und man zu allem griff, was irgendwie Heilung oder Schutz versprach.
Zitat von Scout im Beitrag #310Seinen Wert steigern kann man-durch Einnahme von Cystein (Ratenlimitierend) und Selen ( für glutathione peroxidase zum Recyling von verbrauchtem G.)-Einnahme von Glutathion insbesondere sublingual oder liposomal (Direkt oral wird wenig aufgenommen!)-R-Alpha-Liponsäure https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1418040PS: Cystein und Methionin als Parental-Amino findet man auch in Knoblauch, Lauch und Kreuzblütlern!
Kann man nicht... weil L-Cystein im Darm metabolisiert wird und ungünstige Nebenwirkungen hat.
Orales GSH und ALA sind dann für alle Hg-Schwermetallbelasteten ein General-Abschuss.
Ich selber nutze für sowas NAC, Glutamin und Glycin - das sind die Rate-Limiter ohne krasse Seiteneffekte - wirkt aber nur bei zu wenig GSH. Studienlage & Dosen sind gut ergoogelbar.
Ansonsten auch liposomales Vitamin C.. schnell selbst gemacht.
Zitat von bul im Beitrag #285Kennt jemand eine Version von CDS/CDL oder MMS, die länger als 6 Monate haltbar ist? Ich habe nur diese flüssigen Sachen gefunden, ohne Licht und im Kühlsschrank nur 6 Monate. :-S
Wirkt das denn überhaupt wie CDL? Meines riecht nämlich stark nach Chlor. Das mit dem halben Jahr Haltbarkeit nehme ich nicht so ernst. Im Kühlschrank gut verschlossen, kann minimalst etwas rausfundieren. Liebe Grüße von Julie
Insbesondere wird da argumentiert was die Schliessungen bringen - eine Verlangsamung der Ausbreitung, Reduzierung der Erkrankungs- und Todes-Peaks und somit einer Vermeidung der überforderung der Infrastrukturen und Krankenhauskapazitäten. Sehr viele Grafiken, Daten und aktuelle Fallzahlen sowie Vergleich zu den Handlungen / Separierungen bei der spanischen Grippe in 2018/19. Jeder einzelne Tag in dem keine Maßnahmen ergriffen werden tötet Menschen - was unsere ggf. IHK geprüften Politiker hier also gerade in DE abziehen ist demnach unfassbar!
Mein Fazit: China hat (verspätet) maximal richtig gehandelt - die NICHT-Handlungen in DE sind unverantwortlich. Maximale Schliessungen & Absagen ALLER nicht relevanten sozialen Kontaktpunkte und somit eine verlangsamung der Ausbreitung der SARS-CoV2 Welle "noch innerhalb der Behandlungskapazitäten des Systems" ist maximal wichtig.
Wer ins Krankenhaus geht, hat ohnehin schlechte Aussichten.
Neben Corona könnte man sich zusätzlich noch ein paar multiresistente Keime einfangen, das war's dann. Über 60-jährige werden in Italien auf den Gang geschoben zum Sterben, weil nicht genügend Behandlungsplätze. Das miese Krankenhausessen gibt den Patienten dann den Rest.
Das "Gesundheitssystem" in Europa ist katastrophal, es grenzt an Körperverletzung. Da ist ja manchmal eine kompetente häusliche Behandlung noch besser.
Zitat von Joker im Beitrag #321Wer ins Krankenhaus geht, hat ohnehin schlechte Aussichten.
Naja, bei Sars-CoV2 stirbt man nicht unbedingt daran das die Lunge keine Luft mehr bekommt, dies kann man Tiefenbeatmungsgeräten im Krankenhaus beheben. Mann stirbt weil es nicht genügend Tiefenbeatmungsgeräte etc. gibt, wie uns Wuhan gezeigt hat, also wenn das Gesundheitssystem überlastet ist. Und ich vermute niemand von uns hat ein entsprechendes Beatmungsgerät Zuhause gehamstert. Und in Deutschland gibt es nur 30.000 Tiefenbeatmungsgeräte https://www.heise.de/tp/features/Coronav...os-4678285.html
Zitat von Joker im Beitrag #321Wer ins Krankenhaus geht, hat ohnehin schlechte Aussichten.
Naja, bei Sars-CoV2 stirbt man nicht unbedingt daran das die Lunge keine Luft mehr bekommt, dies kann man Tiefenbeatmungsgeräten im Krankenhaus beheben. Mann stirbt weil es nicht genügend Tiefenbeatmungsgeräte etc. gibt, wie uns Wuhan gezeigt hat, also wenn das Gesundheitssystem überlastet ist.
Ja, korrekt.
Es wird überlastet, sein, also werden die Ausselektierten, weil zu alt, auf dem Höhepunkt der Coronawelle dann auf dem Krankenhaus-Gang oder im Sterbezimmer untergebracht. Italien sagte ja: "Die Alten müssen wir sterben lassen!". Das tun sie auch, sie lassen die Alten sterben. Ob sie da auch noch nachhelfen oder einfach gar nichts tun, ist mir nicht bekannt. Wer also zum "lebensunwerten Leben" nach Ärztemeinung gehört und somit sowieso nicht beatmet würde, hat bei einem Krankenhausbesuch keinen Vorteil.
Das Kunden oder Arbeitskollegen den Knoblauchgeruch überhaupt bemerken, kann ich nicht bestätigen. Ich esse jetzt jeden Tag vier Zehen schwarzer Knoblauch und keiner hat bis jetzt etwas bemerkt. Selbst der Kollege nicht, der sich sonst Montags aus dem Fenster stürzen wolle weil er roch, das ich Samstags Abends Knoblauch gegessen habe ;-) Und schwarzer Knoblauch soll gesünder sein als der weiße Knoblauch und ebenso eine Antivirale Wirkung haben. https://www.uniklinik-freiburg.de/filead...erKnoblauch.pdf
Oder mann nimmt eingelegten Knoblauch, danach wird meistens auch weniger von anderen bemerkt. Leider weiß ich nicht, ob so Knoblauch im Glas wirklich noch so Gesund ist. Obst etc. im Glas verliert durch die Sonneneinstrahlung Vitamine.
ZitatVon den Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, waren 26% so krank, dass sie auf einer Intensivstation behandelt werden mussten – von diesen entwickelten etwa 60% ein Atemversagen und 31% einen Schock. Von den Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, starben 4% – was bedeutet, dass selbst unter den hospitalisierten COVID-19-Fällen fast 96% überlebt haben. Weitere epidemiologische Daten aus dem In- und Ausland sprechen für eine Sterblichkeitsrate von etwa 1%.
Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine starke Abwehrreaktion des Körpers auf eine Infektion verursacht wird. Aus den derzeit verfügbaren Informationen über behandlungspflichtige Fälle bei COVID-19 geht hervor, dass es – wie bei am Grippevirus erkrankten Patienten – in einem gewissen Prozentsatz auch bei COVID-19 Erkrankten zu einer solchen Organdysfunktion kommt, die zum Tod führen kann.
Sepsis und Vitamin C (IV): verringert die Sterblichkeit um 1/3. also ein 1/3 von 1/3 (die durch Sepsis) der Gesamttodesfälle. In Summe um rund 10%. Immerhin.
ZitatDarüber hinaus hat die intravenöse Vitamin-C-Therapie die Sterblichkeit bei einer Sepsis von 46 Prozent in der Placebo-Gruppe auf unter 30 Prozent in der Vitamin-C-Gruppe reduziert (vier Wochen nach Behandlungsbeginn). Die Vitamin-C-Therapie könnte die Behandlung der Sepsis verändern, so die Hoffnung der Forschenden. „Wir haben vielleicht eine lebensrettende Therapie gefunden”, betont Fowler. Zwar seien weitere Forschungen erforderlich, doch die Ergebnisse dieser ersten randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten multizentrischen Studie über Vitamin C und seine möglichen Auswirkungen auf die Sepsis seien ermutigend.
COVID-19 Wir müssen jetzt Kneipen und Unis schließen Rund 2000 Covid-19-Fälle zählt Deutschland. Wenig genug, um noch viele Menschen zu retten. Doch die Zeit drängt. Die Politik ist gefordert, weil Einzelne die Krise unterschätzen, kommentiert Daniel Lingenhöhl.
ZitatDie Bilder und Berichte aus Italien sind bestürzend. »Wie ein Tsunami kam Corona über uns«, sagte etwa Raffaele Bruno, Chefarzt für Infektionskrankheiten am Krankenhaus San Matteo in Pavia. Weil es an Betten, Geräten und Personal fehlt, müssen die Ärztinnen und Ärzte entscheiden, wem sie noch Überlebenschancen zurechnen und an ein Beatmungsgerät anschließen und wen sie gewissermaßen aufgeben. Die Fallzahlen steigen ungebremst, die der Toten auch.
Italien ist das Corona-Krisengebiet in Europa, und das Land sieht sich zu drastischen Gegenmaßnahmen genötigt. Innerhalb weniger Tage wurde das Notstandsgebiet auf den gesamten Staat ausgeweitet und das öffentliche Leben praktisch eingestellt. Es sind Maßnahmen, die vor wenigen Wochen kaum jemand geahnt hat und die an Chinas erstes Notstandsgebiet Wuhei erinnern.
Deutschland steht dagegen auf den ersten Blick noch relativ gut da: Zwar wurde das Coronavirus hierzulande schon bei knapp mehr als 2000 Personen nachgewiesen, doch verstarben bislang »nur« vier Menschen daran: eine im internationalen Vergleich sehr niedrige Zahl. Mit offiziell etwa 1,5 Infizierten pro 100 000 Einwohnern rangieren wir weit hinter Italien (etwa 15 pro 100 000), Südkorea (14,5) oder Spanien (2,3, alle Stand 10. März 2020). Leider wird sich das in absehbarer Zeit ändern; darin sind sich alle Experten einig. Wir müssen uns auf deutlich mehr Kranke einstellen und damit rechnen, dass in unseren Krankenhäusern Engpässe auftreten.
Doch unser Land hat noch die Möglichkeit, die Epidemie abzuschwächen und zu verzögern und somit das Gesundheitssystem zu entlasten. Dafür müssten jedoch endlich weit reichende und im persönlichen Empfinden vielleicht drastische Maßnahmen ergriffen werden. Gefordert ist dabei die Politik, denn im Bewusstsein vieler Menschen und Veranstalter ist offensichtlich noch nicht angekommen, was dem Land durch Covid-19 bevorstehen könnte.
ZitatAuf die Vernunft der Öffentlichkeit oder Veranstalter zu hoffen, führt also in die Irre und zu mehr Erkrankten und Toten. Die Politik muss endlich vorangehen: Sie sollte jede öffentliche Veranstaltung in den nächsten Wochen verbieten und staatliche wie private Einrichtungen schließen, in denen sich größere Gruppen an Menschen versammeln. Das sollte für Kneipen wie Universitäten gelten. Womöglich muss man sogar an umfassende Reisebeschränkungen an Flughäfen und im Bahnverkehr denken. Ja, das wird massive wirtschaftliche Einbußen verursachen und vor allem kleinere Betreiber in existenzielle Nöte bringen. Aber der Staat zeigt sich bislang zumindest gewillt, zu unterstützen.
ZitatBevor es zu diesen Schließungen kommt, haben Landesregierungen und der Bund noch andere Präventionsmöglichkeiten und sollten diese nutzen. Wir können das schaffen, wie Südkorea zeigt. Dort hat sich der Ausbruch inzwischen deutlich verlangsamt. Ein Blick in die Vergangenheit ist lehrreich: Als die Spanische Grippe 1918 ausbrach, griff die US-Metropole Philadelphia erst spät zu drastischen Maßnahme und ließ sogar eine große Parade zu. In der Folge traf eine gewaltige Grippewelle die Stadt, die zu zahlreichen Toten führte. St. Louis hingegen reagierte schnell und umfassend und schränkte das öffentliche Leben gewaltig ein. Die Epidemie dauerte dort zwar etwas länger, dafür gab es sehr viel weniger Opfer. Deutschland muss also Zeit gewinnen und wie St. Louis sein – nicht Philadelphia.