Schwedischer Chefepidemiologe „Dann hätten wir den Menschen empfohlen, diese seltsamen Corona-Partys zu feiern“ Schweden passt seine Corona-Strategie an. Landesweite Restriktionen soll es dabei weiter nicht geben. Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell fühlt sich trotzdem missverstanden – besonders beim Thema Herdenimmunität.
Zitat Während in Deutschland und einer Reihe anderer europäischer Länder die Corona-Restriktionen zur Eindämmung der zweiten Infektionswelle derzeit verschärft werden, geht Schweden im Umgang mit der Pandemie weiterhin seinen viel diskutierten Sonderweg. In dem skandinavischen Land gilt weiter keine Maskenpflicht, von Maßnahmen wie einer nächtlichen Ausgangssperre ist keine Rede. Einige Empfehlungen zum Umgang mit der Pandemie haben die schwedischen Behörden zwar verschärft, zugleich wurden Maßgaben für Senioren aber gelockert.
Dabei nimmt auch in Schweden die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen seit Mitte September zu. Vergangenen Donnerstag meldeten die Behörden mit 1614 Neuansteckungen binnen 24 Stunden den höchsten Wert seit Juni. Gegen Schwedens Strategie spricht auch, dass das Land während der ersten Pandemie-Welle eine der höchsten Sterberaten in Europa hatte. In dem 10,2-Millionen-Einwohner-Staat starben bereits mehr als 5930 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus.
Angesichts der zweiten Infektionswelle nehmen die Behörden jetzt Anpassungen vor. Seit Anfang vergangener Woche wird den Bewohnern der Universitätsstadt Uppsala angesichts deutlich gestiegener Infektionszahlen zu Semesterbeginn geraten, öffentliche Verkehrsmittel und physische Kontakte zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts zu meiden. Die Empfehlungen für die 70 Kilometer von Stockholm entfernte Stadt gelten bis zum 3. November.
Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell warnt aber entschieden vor landesweiten Corona-Restriktionen. „Die Leute können sich an so strenge Anweisungen nur eine begrenzte Zeit lang halten, und das Timing ist entscheidend“, mahnt er. „Wir dürfen nicht zu früh anfangen und auch nicht zu lange warten.“
Schweden zählt zu den wenigen Ländern, die nicht das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zur Eindämmung des Coronavirus empfehlen. Die Gesundheitsbehörde sieht für eine Schutzwirkung der Masken keine ausreichenden Belege.
Tegnell: Keine Herdenimmunität Im Interview mit der „Zeit“ äußerte sich Tegnell abermals zum kontroversen Konzept einer „Herdenimmunität“. Diese habe sein Land nie angestrebt. „Herdenimmunität anzustreben, ist weder ethisch noch sonst wie vertretbar. Selbst wenn jüngere Menschen weniger schwere Verläufe haben und seltener sterben – es kann dennoch vorkommen“, sagte Tegnell. Es gebe bisher keine Infektionskrankheit, bei der eine Herdenimmunität die Übertragung vollends aufgehalten hat, ohne dass es zuvor eine Impfung gegeben habe.
Hätte Schweden auf Herdenimmunität setzen wollen, hätte man anders gehandelt, beteuert der Wissenschaftler. „Dann hätten wir den Menschen empfohlen, rauszugehen, so viele Leute wie möglich zu treffen und diese seltsamen Corona-Partys zu feiern.“ Gleichzeitig sei es wichtig, das Level der Immunität in einer Bevölkerung zu kennen.
In der Hauptstadt Stockholm scheint das Leben trotz Corona seinen normalen Gang zu gehen. Fast niemand trägt eine Maske, Bahnen und Busse sind oft voll. Geschäfte und Restaurants sind auch in Pandemie-Zeiten weiterhin uneingeschränkt geöffnet.
Mehrere Umfragen ergaben allerdings, dass 80 Prozent der Schweden ihr Verhalten wegen der Corona-Pandemie geändert haben. Sie scheinen den Aufforderungen der Behörden zu folgen, verstärkt im Homeoffice zu arbeiten, ihre persönlichen Kontakte einzuschränken und sich öfter die Hände zu waschen. Tatsächlich sind die Schweden für ihre Disziplin beim Einhalten von Regeln für das Miteinander bekannt.
Große Menschenansammlungen sind verboten Auch Roger Palmqvist, ein Stockholmer um die 60, vertraut deshalb auf die Corona-Strategie der Regierung. Möglicherweise würde Schwedens Strategie nicht überall funktionieren und niemand zwinge andere Länder zu diesem Vorgehen, sagt er. „Aber die Schweden sind so, wissen Sie, die halten sich an die Regeln.“
Diese Regeln kommen ab und an auf den Prüfstand. Am Donnerstag verkündete die Regierung von Stefan Löfven Einschränkungen für Nachtklubs und nahm zugleich überraschend die seit Beginn der Pandemie geltende Empfehlung zurück, Menschen ab 70 Jahren sollten zu Hause bleiben. Als Grund wurde das Risiko genannt, dass die Senioren wegen ihrer Isolation Gesundheitsprobleme wie Depressionen bekommen.
Bereits Anfang Oktober war das Besuchsverbot in Altenheimen aufgehoben worden. Es zählte zu den wenigen strengen Restriktionen in Schweden. Weiterhin verboten sind Ansammlungen von mehr als 50 Menschen, bei Kultur- und Sportereignissen wurde die Obergrenze jüngst auf 300 Zuschauer angehoben.
Gerade zu Beginn der Pandemie warfen viele Kritiker Schweden vor, mit ihrer Corona-Politik eine Art Russisch Roulette zu spielen und hohe Opferzahlen insbesondere bei alten Menschen in Kauf zu nehmen. Aus Sicht des Chefs der schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit, Johan Carlson, zeigt das Hin und Her bei Lockdown-Maßnahmen in anderen Ländern aber, dass dieses Vorgehen kein „Weg ist, dem man folgen sollte“.
Und auch die Regierung in Stockholm betont, dass die Corona-Maßnahmen langfristig durchsetzbar sein müssen. Schließlich sei der Kampf gegen die Pandemie „ein Marathon und kein Sprint“.
Coronavirus Im Iran gerät die Pandemie völlig außer Kontrolle Die Kliniken im Iran sind bereits völlig überlastet, schärfere Maßnahmen greifen bisher nicht: Nun muss Teheran auch noch einräumen, falsche Corona-Angaben gemacht zu haben. https://www.handelsblatt.com/politik/int...e/26295082.html
Corona: Welche Vitamine sind jetzt besonders wichtig? Genügend Vitamin A, E und D verringert die Anfälligkeit für Atemwegserkrankungen Schutz gegen Corona und Co: Die Vitamine A, E und D könnten dabei helfen, unsere Atemwege gegen Infektionen und andere Beschwerden zu wappnen. Denn eine ausreichende Einnahme dieser Vitamine ist mit signifikant weniger Atemwegsbeschwerden verknüpft, wie eine britische Studie ergab. Tatsächlich ist von einigen dieser Vitamine bekannt, dass sie das Immunsystem stärken und so zur Infektabwehr beitragen können.
ZitatVitamine sind für viele Funktionen unseres Körpers essenziell – auch für unser Immunsystem. Denn einige Vitamine dienen als „Rohstoff“ für verschiedene Abwehrfunktionen. So soll Vitamin A die Schleimhäute stärken, Vitamin C die weißen Blutkörperchen unterstützen und Vitamin E soll Radikale neutralisieren und die Produktion von Immunbotenstoffen anregen. Vitamin D kann Studien zufolge das Infektionsrisiko durch Erkältungen verringern und zu einem milderen Verlauf von Covid-19 beitragen.
A, C, E und D im Langzeittest Ob diese Vitamine auch ganz konkret gegen Atemwegsinfektionen und -beschwerden helfen, haben nun Suzana Almoosawi vom Imperial College London und Luigi Palla vom Global Centre for Nutrition and Health in Cambridge untersucht. Dafür werteten sie Daten von 6.115 Teilnehmern und Teilnehmerinnen einer großen britischen Ernährungsstudie aus. In deren Rahmen wurde für diese Personen ein Jahr lang alles erfasst, was sie an Lebensmitteln, Getränken oder Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nahmen.
Die Forscher ermittelten, wie viele dieser Teilnehmer an Atemwegsbeschwerden litten und ob dabei ein Zusammenhang mit ihrer Versorgung mit Vitamin A, C, E und D erkennbar war. Als Atemwegsbeschwerden galten sowohl Infektionen von Hals, Lunge oder Bronchien als auch Atemnot, Asthma und andere nicht unbedingt durch Erreger verursachte Leiden. Als gut mit Vitaminen versorgt galten diejenigen, die mit der Nahrung oder Ergänzungsmitteln den empfohlenen Tagesbedarf deckten oder übertrafen.
Positiver Effekt von Vitamin A, E und D Die Auswertung ergab: Die Teilnehmer, die gut mit den Vitaminen D, E und A versorgt waren, litten deutlich seltener an Atemwegsbeschwerden. „Die Aufnahme dieser Vitamine war mit einer geringeren Häufigkeit von Atemwegsbeschwerden verknüpft“, berichten Almoosawi und Palla. Die 33 Teilnehmer, die solche Erkrankungen entwickelten, nahmen tendenziell weniger Vitamine mit der Nahrung auf und keine Nahrungsergänzungsmittel.
Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn andere Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Einkommen und Rauchen berücksichtigt wurden, wie die Wissenschaftler berichten. Keinen Zusammenhang konnten sie dagegen zwischen der Vitamin-C-Einnahme und dem Risiko für Atemwegserkrankungen feststellen. Das bestätigt frühere Studien, nach denen das vermeintliche Erkältungsvitamin nicht gegen Atemwegsinfekte wirkt.
Beitrag zur Immunabwehr Nach Ansicht von Almoosawi und Palla bestätigt ihre Studie, dass eine ausreichende Versorgung mit diesen Vitaminen für Atemwege und Immunabwehr wichtig sind. „Auch wenn die Mechanismen komplex sind, über die unser Ernährungsstatus das Immunsystem beeinflusst, trägt er zur Aufrechterhaltung der Immunabwehr bei“, erklären sie. So belegen Studien, dass Vitamin E die T-Zell-basierten Immunfunktionen verstärkt.
Von Vitamin D weiß man, dass es die Aktivität der Fresszellen fördert und die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe dämpft. Doch gerade im Winter ist ein Vitamin-D-Mangel hierzulande keine Seltenheit: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben in Deutschland rund 15 Prozent der Erwachsenen einen Vitamin-D-Mangel, 40 Prozent sind leicht unterversorgt.
Gute Versorgung gerade in Corona-Zeiten wichtig Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie empfehlen die Wissenschaftler daher, auf eine ausgewogenen Ernährung und eine gute Vitaminversorgung zu achten. „Defizite bei den Mikronährstoffen werden oft übersehen, wenn es um die Schlüsselfaktoren für schlechte Gesundheit geht“, kommentiert Sumantra Ray vom Global Centre for Nutrition and Health.
Allerdings: Mediziner warnen vor einer unkontrollierten Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln. Denn einige Vitamine können bei einer Überversorgung gesundheitsschädliche Nebenwirkungen entfalten. So kann ein Zuviel an Vitamin A bei Rauchern das Lungenkrebsrisiko erhöhen, eine zu hohe Dosis Vitamin D aus Nahrungsergänzungsmitteln könnte langfristig dem Gehirn schaden, wie Studien nahelegen.
ZitatBeschlussvorlage für Treffen zwischen Bund und Ländern durchgesickert
Die Infektionszahlen steigen rasant, die Rekordwerte aus dem März sind längst übertroffen – wie soll es in den nächsten Wochen weitergehen mit dem Coronavirus in Deutschland? Wenn es nach der Kanzlerin geht, sollen ab dem 4. November wieder strenge Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen gelten – ähnlich wie im März. Einer Beschlussvorlage zufolge, die RTL exklusiv vorliegt, will die Kanzlerin private Kontakte wieder auf ein Minimum beschränken. Restaurants und Kneipen sollen dichtmachen, auch Fitnessstudios, Kinos und andere Einrichtungen sollen demnach schließen.
Zitat von marmor im Beitrag #1854In Frankreich wird heute ein Lockdown verkündet. Schweden ist Interessant, obwohl dort die Fallzahlen steigen, bleiben die Toten extrem niedrig.
Das Schließen von Fitnessstudios wäre für mich völlig unverständlich. Hier tut man schließlich aktiv etwas für seine Gesundheit.
So einiges dürfte von Gerichten kassiert werden. Wenn was kaum oder gar nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen beiträgt. Restaurants zähle ich auch dazu.
Es geht ja auch nicht um den Virus! Ab Montag ist hier auch Lockdown in D, zumindest ist es hart davor. Na, dann Gute Nacht, armes Deutschland. Warum wehren sich so wenige??? Ist doch wirklich ersichtlich, dass Lug und Trug dahinter steckt.
Nun werden sie wirklich die Fitnessstudios sperren lassen:
ZitatFREIZEITEINRICHTUNGEN: Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Nicht erlaubt ist auch der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.
Warum gibt es keine Maßnahmen, die nur die Risikogruppen betreffen? Jetzt darf ich wieder den über die letzten Monate aufgebauten sportlichen Fortschritt verlieren... Wetten, dass man trotzdem den Beitrag zahlen muss?
Wenn das einmal alles zu ist, wird dies auch sehr lange so bleiben. Wer glaubt denn ernsthaft, dass gerade im meist trüben November die Infektionszahlen sinken werden.
Zitat von Speedy im Beitrag #1859Wenn das einmal alles zu ist, wird dies auch sehr lange so bleiben. Wer glaubt denn ernsthaft, dass gerade im meist trüben November die Infektionszahlen sinken werden.
"Früh, dafür zeitlich begrenzt" war aber das Hauptargument für diese Maßnahmen.
Kann es vielleicht sein, dass der Infektionsweg über die Augen unterschätzt wird? Also was die Häufigkeit angeht. Die Augen und die Bindehaut verfügen über einen hohen Anteil von ACE2.
Organschäden Schneller altern durch Covid-19? Ärzte mit befremdlicher These Erste Studienergebnisse zu den Langzeitfolgen durch Covid-19 stimmen besorgt. Deutsche Forscher vermuten, dass die Krankheit sogar schneller altern lassen könnte.
-Geschwächte Lunge* und Herzprobleme* lange nach überstandener Coronavirus-Infektion: Sogar leichte Covid-19-Verläufe können nach aktuellem Kenntnisstand langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. -Als wesentlichen Grund diskutieren Mediziner Entzündungsreaktionen im Körper, die durch Covid-19 ausgelöst werden. -Am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel läuft aktuell eine Studie, die sich intensiv mit Langzeitfolgen ausgelöst durch Covid-19 beschäftigt. Eine Annahme der Forscher: Eine Infektion mit Covid-19 könnte den Körper viel schneller altern lassen.
ZitatCovid-19 ist eine relativ „junge" Erkrankung: Die ersten Fälle wurden im Dezember 2019 in China bekannt, seitdem verbreitet sich das Coronavirus weltweit. Die Symptome reichen von Husten, Fieber, Geschmacksverlust bis hin zu Atemnot. Bei manchen Menschen verläuft Covid-19 wie eine normale Erkältung, wieder andere müssen in einer Klinik behandelt werden. Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck sowie Rauchen erhöhen das Risiko, einen schweren Verlauf zu erleiden - auf diese Erkenntnisse können sich Mediziner einigen. In Hinblick auf die Langzeitfolgen tappen Ärzte weltweit allerdings noch weitgehend im Dunkeln.
Diverse Untersuchungen beschäftigen sich mit der Frage, welche Langzeitfolgen das Coronavirus im menschlichen Körper auslösen kann. Auch eine groß angelegte Studie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel mit dem Titel „Covidom“: In dieser wird untersucht, zu welchen langfristigen Schäden es nach einer Covid-19-Erkrankung kommen kann. Im Interview spricht Studienautor und Internist Stefan Schreiber als Leiter der Klinik für Innere Medizin am Uniklinikum Schleswig-Holstein von einem möglichen schnelleren Alterungsprozess durch Coronavirus-Infektionen.
Herz- und Lungenschäden: Lässt Covid-19 Organe schneller altern? Internist Schreiber rechnet damit, dass ehemals Infizierte noch ein Jahrzehnt nach der Erkrankung mit Spätfolgen rechnen müssen: „Neben konkreten Krankheitsfolgen beschleunigt das Virus auch erst mal unbemerkt die Alterungsprozesse der inneren Organe. Ein 30-Jähriger, der die Infektion jetzt bekommt, könnte dadurch in zwei Jahren die Lunge oder das Herz eines 40-Jährigen haben – oder in zehn Jahren Lunge oder Herz eines 60-Jährigen", so sein Verdacht. Im Interview mit Welt.de gibt er zu Bedenken, dass dieser Effekt nicht nur bei Schwerkranken eintreten könnte, sondern auch bei Menschen, die nur leichte Covid-19-Symptome zeigten.
Stefan Schreiber, der zu chronischen Entzündungen forscht, sieht das Problem in den durch Covid-19 ausgelösten Entzündungsreaktionen im Körper. „Das Signalstoffprofil dieses sogenannten Zytokinsturms sieht aus wie Zellalterung im Zeitraffer. Zum Beispiel sind da Stoffe wie Tumornekrosefaktor Alpha und Interleukin-6. Beide wurden auch schon in den Endothelien alternder Nagetiere in erhöhten Konzentrationen nachgewiesen. Aber die Konzentrationen während der Infektion sind um ein Vielfaches höher“, so der Mediziner. In der Covidom-Studie wird jetzt untersucht, wie genau Covid-19 den Alterungsprozess des Menschen beeinflusst und welche Behandlungsmöglichkeiten erfolgsversprechend sind.
Corona: Es wird eng auf Europas Intensivstationen In vielen Ländern nähern sich die Krankenhäuser ihren Kapazitätsgrenzen. Besonders hart trifft es Belgien und Tschechien - dort arbeiten sogar Corona-infizierte Ärzte und Krankenpfleger weiter. https://www.dw.com/de/corona-es-wird-eng...onen/a-55414760
Zitat von Speedy im Beitrag #1859Wenn das einmal alles zu ist, wird dies auch sehr lange so bleiben. Wer glaubt denn ernsthaft, dass gerade im meist trüben November die Infektionszahlen sinken werden.
"Früh, dafür zeitlich begrenzt" war aber das Hauptargument für diese Maßnahmen.
Die Politik ist soweit investiert... die werden nicht mehr zurückrudern und sagen das alles ein versehen und eigentlich nur eine PCR-Test-Pandemie war. Da würden viele Köpfe rollen müssen und man könnte solch eine Aktion die nächsten 10 Jahre nicht mehr machen. Die Schweinegrippe ist ca. 10 Jahre her... aber viele hatten sich nicht beschäftigt mit dem was damals abging... faktisch gleiches muster - nur schneller implodiert da Gegenwehr.
Dieses mal wurde es alles viel besser medial inszeniert... In China brummt es schon wieder - Autoverkäufe über vorjahresnivau.... alles was hier läuft ist das falsch positive Schwerkranke die irgendwann sterben als Corona-Tote gezählt werden.
Stirbt dann ein Asthmatisches Kind (COPD, etc.), weil es 6h in der Schule eine Maske bei offenem Fenster auf hat an seiner Lungen- und Immunproblematik - war es natürlich nicht die Maske - sondern ein dummer, unerklärlicher Zufall.
Es liegen jetzt schon dutzende von Menschen mit verpilzter Lunge im Krankenhaus....
Und alles wegen einer normalen Grippe? Also nach WHO-Zahlen der Sterblichkeitsquote?
In den Medien wird im Hinblick auf eine Covid19-Immunität fast ausschließlich über Sars-CoV-2 Antikörper berichtet. Dabei spielt - insbesondere bei den häufig leichten Verläufen (!) - die T-Zell Immunantwort eine entscheidende Rolle:
Die "Lockdown-light"-Variante senkt den R-Wert (aktuell in der BRD 1,17) nach einer Woche um 6%, nach zwei Wochen um 13%, nach 4 Wochen um 29%. Die Fallzahlen werden also trotz "Lockdown light" erst mal weiter steigen und auch im Dezember noch auf einem hohen Niveau sein. Kann sich jeder ausrechnen.
Lockdown-Maßnahmen sind ein unfassbar schmerzhaft und teuer erkauftes Mittel zur Beeinflussung des R-Wertes. Längst nicht nur finanziell und ökonomisch, auch unsere Demokratie und Kultur erfährt unwiderrufliche Schäden.
Der erste Lockdown war bereits extrem teuer erkauft und sollte vor allem Zeit für das Gesundheitssystem gewinnen. Schließlich war damals schon klar, das sich das Virus nicht mehr eliminieren lässt. Wie wurde diese extrem teuer erkaufte Zeit mit geringen Fallzahlen konkret genutzt?
So blöd ich den Lockdown finde: Ich verstehe schon, warum es ihn gibt. Blicken wir auf unsere Nachbarländer, sehen wir dass die Krankenhausbetten immer knapper werden. Das hätte dann im worst case viele Opfer zur Folge. Man wünscht ja niemandem den Erstickungstod, auch wenn die betroffenen Personen sowieso meist schon altersschwach sein dürften. Aus meiner Sicht ist das Politikversagen, dass man kein Konzept zum Schutz der Risikogruppen erarbeitet hat. Dann hätte man diesen Lockdown vermeiden können.
Die Leute werden sich weiterhin privat heimlich treffen. Da bleibt es nicht bei 2 Haushalten. Im Gegensatz zum Frühjahr sind es viele einfach satt. Am Samstag vor Lockdown Beginn wird es zudem jede Menge privater Halloween Partys geben. Da 2 Tage später der Lockdown kommt, werden es so einige noch mal so richtig Krachen lassen.
Zitat von Speedy im Beitrag #1870Die Leute werden sich weiterhin privat heimlich treffen. Da bleibt es nicht bei 2 Haushalten. Im Gegensatz zum Frühjahr sind es viele einfach satt. Am Samstag vor Lockdown Beginn wird es zudem jede Menge privater Halloween Partys geben. Da 2 Tage später der Lockdown kommt, werden es so einige noch mal so richtig Krachen lassen.
Man kann beide Seiten verstehen, das macht die Lage so verzwickt.
Ethacridin ist hier vor allem sehr interessant. Gibt es schließlich in jeder Apotheke zu kaufen. Genau daher befürchte ich aber auch wird dieses Preprint in Vergessenheit geraten.
lupor, die Krankenhausbetten sind schon immer voll. Jedes Jahr hatten wir jeden Winter volle Krankenhäuser mit Gangbetten. Wartezeiten auf Hüft oder Knie Ops, wenn man Glück hat 6 Monate, eher aber 12 Monate. Als mein Vater an Lungenentzündung starb (war vor 5 Jahren) stand der Rettungswagen 1 Stunde vor unserem Haus weil nirgend wo ein Intensivbett frei war. Und das war nicht im Winter sondern Ende Mai.
Ich möchte nicht wissen wie viele jetzt im Spital sind, weil einfach Betten frei sind und es für covid patienten extra viel Geld gibt? Das ganze gilt auch für die Intensivstation....
Das hier ist der Pandemie-Verlauf in Deutschland bei einem R-Wert von 1,4:
Völlig klar: Die Impfung kommt zu spät! Die Hauptphase der Erkältungs-Saison mit weiter steigenden R-Werten steht außerdem erst noch bevor, das ist in der Grafik noch gar nicht berücksichtigt. Der Lockdown-Light wird den R-Wert nicht ausreichend nach unten korrigieren, und das liegt nicht an mangelnder Befolgung der Regeln. (Siehe hier)
Uns stehen wohl noch viel härtere Lockdown-Varianten bevor.
Zitat von marmor im Beitrag #1873lupor, die Krankenhausbetten sind schon immer voll. Jedes Jahr hatten wir jeden Winter volle Krankenhäuser mit Gangbetten. Wartezeiten auf Hüft oder Knie Ops, wenn man Glück hat 6 Monate, eher aber 12 Monate. Als mein Vater an Lungenentzündung starb (war vor 5 Jahren) stand der Rettungswagen 1 Stunde vor unserem Haus weil nirgend wo ein Intensivbett frei war. Und das war nicht im Winter sondern Ende Mai.
Ich möchte nicht wissen wie viele jetzt im Spital sind, weil einfach Betten frei sind und es für covid patienten extra viel Geld gibt? Das ganze gilt auch für die Intensivstation....
Also behauptest du, dass die Betten europaweit ähnlich belegt sind wie in den Jahren vor Corona? Das liest sich in den Medien aber anders.
Zitat von Prometheus im Beitrag #1874Uns stehen wohl noch viel härtere Lockdown-Varianten bevor.
Wir können uns nicht dauerhaft unsere Grundrechte nehmen lassen. Zu diesem Zeitpunkt schenken wir den Politikern sehr viel Vertrauen. Meine Befürchtung ist, dass deren Hemmschwelle weiter sinken könnte. Im worst case öffnet das Tür und Tor in Richtung Willkürherrschaft. Klar, noch ist das eine Verschwörungstheorie, aber wer gibt uns die Garantie, dass die Maßnahmen bald wieder vorüber sind? Es wird langsam mal Zeit für regelmäßige Volksabstimmungen zum Thema Lockdown.
Gut hier im Forum weiß eigentlich jeder wie man sich einigermaßen schützen kann, aber leider die wenigsten in der allgemeinen Bevölkerung. Diese bekommt meist nur mit was Politiker, Virologen etc. empfehlen und das reicht eben nicht.