Wie kann man bei einem Selbstexperiment verlässlich beurteilen, ob die grauen Haare tatsächlich auf eine Therapie ansprechen? Klingt einfach, ist es aber nicht. Etablierte Messverfahren habe ich zu diesem Thema nicht gefunden. Denkbar wäre ein Fotovergleich eines vorher genau definierten Bereichs der Kopfhaut mit Auszählung des Anteils der weißen Haare. Ist aber auch nicht einfach, das wirklich reproduzierbar durchzuführen!
Ich habe für mich jetzt einen anderen Ansatz entwickelt, den ich hier mal "erstveröffentliche".
Wenn man weiße Haare herauszupft, und einige dieser weißen Haare eine Repigmentierung der Wurzel aufweisen, kann man daraus einen Index berechnen:
Repigmentierte Haare __________________
Nicht repigmentierte Haare
Diesen Index kann man beispielsweise auf Wochenbasis erheben und so feststellen, ob neu getroffene Maßnahmen einen Effekt auf die Pigmenierung der Haare haben. Wenn man den Index in regelmäßigen Abständen erhebt, kann man besser einschätzen, welche Maßnahmen erfolgreich waren und welche nicht!
Üblicherweise bleiben weiße Haare weiß, dann liegt der Index bei 0. Wenn von 10 weißen Haaren 3 Haare gerade repigmentieren, beträgt der Index 0,3. Wenn ALLE Haare wieder Pigment produzieren, erreicht der Index einen Wert von 1.
Nachteil der Methode: Die Haare, die möglicherweise zeitgleich vom pigmentierten in den unpigmentierten Zustand übergehen, werden bei dieser Messung nicht berücksichtigt. Diesem Ansatz liegt zudem die Annahme zu Grunde, dass die erwünschte Repigmentierung von Haaren unabhängig vom Haarzyklus auftritt. Das bedeutet, das weiße Haare die ausfallen und pigmentiert nachwachsen, ebenfalls bei dieser Methode nicht erfasst werden.
Vorteil der Methode: Wir haben ein klaren und einfach zu bestimmenden Parameter mit dem sowohl einfache als auch komplexe Interventionen direkt miteinander verglichen werden können. Jetzt kann man verschiedene Strategien durchtesten und direkt anhand des Indexwertes miteinander vergleichen!
Haare von Europäern altern schneller Alterung und Graufärbung der Haare verlaufen je nach Ethnie unterschiedlich Alt und grau: Dass die Haare im Alter grau werden, ist ganz natürlich. Aber je nach Ethnie unterscheidet sich der Zeitpunkt der Haaralterung, wie Forscher herausgefunden haben. Demnach ergrauen die Haare von Europäern im Schnitt mit 35 Jahren, die von Afrikanern hingegen erst zehn Jahre später. Die Haare hellhäutiger Menschen leiden dabei im Alter eher am Haarende, die von Afrikanern werden an der Wurzel brüchig.
ZitatWie schnell die Haare altern, hängt aber auch von der Ethnie jedes Menschen ab. Da dieser Zusammenhang bisher kaum untersucht wurde, haben nun Wissenschaftler um Mayra Maymone von der Boston University die Merkmale der Haaralterung bei verschiedenen geografischen Populationen charakterisiert.
„Trotz ähnlicher chemischer Zusammensetzung variieren die strukturellen Eigenschaften des Haares zwischen verschiedenen Ethnien und folglich auch die Alterung des Haares“, erklärt Maymones Kollegin Neelam Vashi. „Da die Bevölkerung älter und vielfältiger wird, ist es von größerer Notwendigkeit, den Alterungsprozess der Haare bei verschiedenen Haartypen zu verstehen.“
Das Team wertete dafür die Daten von rund 70 Publikationen zu den Veränderungen der Haare im Alter aus. Dabei konzentrierten sich die Forscher auf die Unterschiede bei der Haaralterung von Menschen mit europäischem, asiatischem, afrikanischem oder lateinamerikanischem Hintergrund. Zudem verglichen sie auch die Haarstruktur und Auswirkungen von äußeren Schäden etwa durch UV-Licht oder Färbemittel aufs Haar im Alter und leiteten Schutzmöglichkeiten gegen die Alterung ab.
Afrikanische Haare altern später Es zeigte sich: Tatsächlich variiert der Beginn der Haaralterung je nach Ethnie um mehrere Jahre. Bei hellhäutigen Menschen kaukasischer Abstammung beginnt das Ergrauen demnach im Schnitt schon mit Mitte 30, für Asiaten dagegen eher Ende der 30er-Jahre. Menschen afrikanischer Abstammung ergrauen sogar erst zehn Jahre später als beispielsweise Europäer, im Alter von rund 45 Jahren.
Diese Unterschiede führen die Forscher auf die Melanosomen zurück – die Organellen in den Pigmentzellen, die das Melanin bilden, speichern und transportieren. „Studien haben nahegelegt, dass afrikanische Haarproben größere Melanosomen und eine höhere Melanosomendichte im Vergleich zu Haarproben kaukasischer oder asiatischer Abstammung aufweisen, was ein möglicher Grund für den späteren Beginn des Ergrauens bei afrikanischem Haar ist“, erklärt das Forscherteam.
Auch Struktur und Schäden unterscheiden sich Neben dem Verlust der Haarfarbe konnten die Forscher auch feststellen, dass Menschen europäischer Abstammung ab etwa 50 Jahren weniger dicke und schon ab 35 Jahren weniger dichte Haare haben. Bei asiatischen Menschen verliert das Haar zwischen 40 und 50 Jahren an Dicke und Dichte, wobei sie natürlicherweise weniger Haare haben. Die Haardichte afrikanischer Menschen ist meist noch geringer und nimmt im Alter vermehrt durch Haarbrüche ab, so die Forscher.
Die höhere Brüchigkeit der afrikanischen Haare hängt laut Maymone und ihren Kollegen damit zusammen, dass diese Haare aus weniger Keratinschichten bestehen. „Darüber hinaus wird die Verknotung der Haarfaser vorwiegend bei afrikanischem Haar beobachtet, da es enge Locken und häufige Verdrehungen aufweist, was zu erhöhter Brüchigkeit führt“, ergänzen die Forscher.
Außerdem fiel auf, dass bei Afroamerikanern im Alter häufig Schäden an der Haarwurzel auftreten, während es bei hellhäutigen Menschen und Asiaten typischerweise eher zu Schäden am äußeren Haarende kommt. Das konnten die Wissenschaftler zumindest bei Asiaten auf ihre höhere Zahl an Lipiden zurückführen. „Haarlipide fungieren als Barriere gegen äußere Verletzungen“, erklären sie.
Hier in der Nachbarschaft bekam jemand nach einer Influenza Infektion (war es tatsächlich) in letzter Zeit verstärkt Graue Haare. Er fragte mich auch schon was er dagegen machen könne.
Kupfer ist definitiv eine Option. Aber denke es sind auch Entzündungsprozesse und Stressreaktionen nach der Influenza Infektion die eine Rolle spielen dabei.
noch praktischer ... ein paar Flavonoide und gemäßigte Gerb-Stoffe ... vll. nicht unmittelbar zur Protein-"Mahlzeit" ... spricht sehr für eine Vitamin-C-Kombi ... und gegen graue Haare ...
@Stef Schriftliche Therapieempfehlungen werde ich hier im Forum schon aus prinzipiellen Erwägungen nicht geben. Diskutieren können wir das gerne morgen beim Foren Online Meeting!
Zitat von Stef im Beitrag #96@Prometheus bzgl Taxifolin ECGC
Welche Dosis würdest du empfehlen? Den Part habe ich leider nicht so verstanden.
Taxifolin kann man eigentlich nicht hoch genug dosieren, da die Bioverfügbarkeit leider sehr bescheiden nur ist. EGCG sollte man nicht zu hoch dosieren.
Hat jemand eine Lebensmittel Tabelle zu Katalase mit Mengenangaben parat? Ich bin jetzt auf Seite 3 auf google :) und schaue schon recht lange Vorlesungen.
@Stef Hast du was zur Katalase gefunden? Kann man die endogene Synthese irgendwie unterstützen (sofern die überhaupt endogen synthetisiert werden kann)?
Habe nun 3 Monate Taxifolin und Grünteeextrakt hinter mir. Kein einzelnes graues Haar wurde repigmentiert und die Anzahl der grauen Haare erhöhte sich fortlaufend. Also entweder Taxifolin zu gering dosiert oder keine Ahnung :)
Hatte die dunkleren Haare schon auf Gotu Kola geschoben, vielleicht liegt es aber auch am frischen Selleriesaft? Oder beidem. Wobei meine Haare weit von grau entfernt waren, die Verdunklung ging also über den Normalzustand hinaus.