Manche Menschen möchten sich einfrieren und später wiederbeleben lassen. Sie hoffen auf bahnbrechende medizinische Fortschritte – so wie US-Milliardär Peter Thiel
Ein Longevity-Zentrum für Zürich: Das ewige Leben gibt es bald zu kaufen
In der Limmatstadt geht demnächst das erste Langlebigkeits-Zentrum des Landes auf, weiss die «NZZ am Sonntag». Rund um den Globus pumpen Investoren derzeit Unsummen in den neusten Megatrend, Longevity. Die Aussicht auf ein langes, gesundes Leben basiert auf solider Wissenschaft – zumindest meistens.
Erstmals im Tierreich beobachtet: Elefanten nennen sich beim Namen
Elefanten haben nicht nur ein langes Gedächtnis, sondern auch ein verblüffendes Sozialverhalten. Jetzt zeigt eine Studie: Sie sprechen sich offenbar mit unverwechselbaren Namen an
Das Geheimnis der Hundertjährigen: Wie man besonders alt wird
Gesunde Menschen über 100 Jahren teilen spezifische Persönlichkeitsmerkmale. Das haben Forschende aus Spanien nun herausgefunden. Um welche Eigenschaften es sich handelt – und ob sie tatsächlich ausschlaggebend für ein langes Leben sind.
Wie Stress Ihr biologisches Alter beeinflusst und was Sie dagegen tun können Unser Kolumnist und Gesundheits-Experte Nils Behrens weiß, dass Stress in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist. Er weiß aber auch um seine Risiken – und wie man diese minimieren kann.
Was wir von Jägern und Sammlern über Kindererziehung lernen können
Co-Sleeping, Langzeitstillen und ein Betreuungsschlüssel von 20 pro Kind: Unsere Vorvorfahren machten bei der Kindererziehung alles anders. Der Ethnologe Nikhil Chaudhary aus Cambridge hat erforscht, was uns auch heute nützen kann.
Fieber hilft bei der Bekämpfung von Krankheitserregern, das lässt sich wissenschaftlich erklären. Aber der Umkehrschluss, dass fiebersenkende Medikamente die Gesundung behindern, ist weniger eindeutig.
Ja - Wenn ich Fieber habe, nehme ich auch z.B. Ibuprofen oder Paracetamol - die "Pro-Aging"-Kollateralschäden des Fiebers lassen sich so abmildern und man fühlt sich auch besser. Vernünftig Auskurieren ist trotzdem entscheidend! Gilt insbesondere auch für sportliche Aktivitäten.
Fiebersenkende Maßnahmen sind keine Erfindung der Neuzeit, das machen die Menschen schon seit Jahrtausenden. Du kannst das auch physikalisch ohne Medikamente, z.B. mit Wadenwickeln durchführen. Den Körper einmal kurz auffiebern lassen ist der Genesung sicherlich nicht abträglich. Fiebersenker nehme ich ja nicht zur Prophylaxe, sondern erst wenn ich bereits aufgefiebert habe.
Interessant auch, dass Gewürze mitunter senolytisch wirken können:
Dietary Phytochemicals that Can Extend Longevity by Regulation of Metabolism
ZitatRecent screening on flavonoids showed that fisetin, curcumin, and luteolin exibited more potent senotherapeutic activity than quercetin [49]. Among these, fisetin is the most potent senolytic. Piperlongumine, which is a natural ingredient from a variety of species in the genus Piper, has been found to be a promising senolytic agent as well [58].
"Kurkuma fand ich übrigens im Essen immer wirksamer als in Supplement-Form, was subjektive Effekte angeht."
Also ich nehme u.a. Kurkuma als Pulver zur allg. Entzündungsprophylaxe. Dosis einen gehäuften Teelöffel oder eine gute Spitze Eßlöffel, schwarzen Pfeffer drauf und mit etwas Flüssigkeit runter. Natürlich kein Geschmackserlebnis, aber was tut man nicht alles für A-A und das "ewige Leben". Aber wie eigentlich immer und bei allem, ich merk auch davon nichts.
Keine Ahnung ob das "gut" oder "schlecht" ist, aber ich bin immer wieder erstaunt, was manche Leute für subjektive Wirkungseffekte haben oder spüren. Beneidenswert. Habe ich alles nicht und kann daher nur hoffen, daß das alles bei mir die vielen Jahre nicht nur rausgeworfenes Geld war/ist, sondern trotzdem irgendwie wirkt und mein Körper damit etwas Gutes anfangen kann.
Das definitv Einzige, was ich "merke", ist der Flush nach der Einnahme von Niacin/B6. Ansonsten, bei all meinen vielen guten NEM, Pulverchen, Aminos & Co., Niente.
bei den pflanzlichen Inhaltstoffen hängt die Wirkung häufig von der Dosis ab. Ich verwende Kurkuma in der Küche: mit Fett und schwarzem Pfeffer aufkochen (bessere Bioverfügbarkeit). Bei dreimal täglich einer gut gewürzten Mahlzeit mit Kurkuma "verwinden" alle Schmerzen bzw. Entzündungen und nach einer zweiwöchigen "Kur" wirkt es sogar noch eine Woche nach.
Zitatbei den pflanzlichen Inhaltstoffen hängt die Wirkung häufig von der Dosis ab. Ich verwende Kurkuma in der Küche: mit Fett und schwarzem Pfeffer aufkochen (bessere Bioverfügbarkeit). Bei dreimal täglich einer gut gewürzten Mahlzeit mit Kurkuma "verwinden" alle Schmerzen bzw. Entzündungen und nach einer zweiwöchigen "Kur" wirkt es sogar noch eine Woche nach.
Das kann man nicht generell so sagen, es kommt immer darauf an, was der Auslöser der Schmerzen ist. Wenn Schmerzen die aufgrund von Endzündungen, beispielsweise durch falsche Darmbakterien entstehen, ich habe darüber berichtet, kann man Kiloweise Kurkuma essen, sie werden dadurch nicht verschwinden.
Für mich klingt das etwas zu simpel, was Du da geschrieben hast.
Leben und Sterben: Weshalb das Dasein des Menschen ein Kampf zwischen Ordnung und Chaos ist
Das Leben ist ein Wunder an Komplexität. Aus einfachen Molekülen erschafft es einen Körper, der laufen, wachsen, lieben und denken kann. Doch die hoch geordneten Strukturen des Lebens lassen sich nur mithilfe von sehr viel Energie erhalten. Alterung, Krankheiten und letztlich der Tod sind die Folge, wenn die molekulare Ordnung gestört ist – ein Schicksal, das am Ende jeden trifft.
Die meisten heutigen Denker sind mW sowieso Kompatibelsten, die anderen zumeist Deterministen, die eine Willensfreiheit ablehnen.
Das Problem scheint mir zu sein: Wenn wir das Subjekt mit seinen Gehirn identifizieren -- was eine Schlussfolgerung aus der aktuellen, "materialistischen" Auffassung zu sein scheint -- , dann kann man feststellen, dass das Gehirn determiniert ist, aber das Subjekt wird nicht ernsthaft durch das Gehirn determiniert. Das Subjekt ist dann das Gehirn.
Was die Breitschaftspotenziale angeht: Da diese nicht unbedingt verwirklicht werden, scheint mir das Experiment nicht mehr so eindeutig.
@Prometheus Man muss dazu sagen: Determinismus schließt einen Freien Willen vielleicht (* aus, aber Indeterminismus impliziert keineswegs einen Freien Willen.
Der Freie Wille ist eben nicht als Zufallsereignis gedacht. Wenn im menschlichen Gehirn also z. B. irgendwelche Quantenereignisse stattfinden, die objektiv zufällig sind, dann ist das ebenfalls nicht unbedingt der Freie Wille. Schließlich würde niemand einen Zufallsgenerator einen Freien Willen zusprechen. Und man muss hinzufügen: Die Idee, dass Quantenprozesse eine wesentlichen Rolle im Gehirn spielen, ist hoch umstritten. Viele Leute behaupten, dass das Gehirn im Allgemeinen zu warm, feucht und groß sei, um Quanteneffekte zu erlauben.
Ich habe mir nur das Abstract durchgelesen, aber die vorliegende Arbeit scheint mir zwei Kritikpunkte zu haben. I. Es wird der Eindruck erweckt, dass das menschliche Gehirn schon deshalb einen Quantenaspekt haben muss, weil sich seine Kausalketten von Atomgröße bis hin zum Rest des Nervensystems ziehen (Zitat: "The human brain is fundamentally a multiscalar problem, with complex behavior spanning nine orders of magnitude-scale tiers from the atomic and cellular level to brain networks and the central nervous system."). Das scheint mir fragwürdig. Schließlich kann man von jedem System behaupten, dass seine Komplexität von atomarer auf die Makroebene reicht. Auch z. B. die menschlichen Nieren durchlaufen chemische Prozesse und diese chemischen Prozesse wiederum sind "atomar". Das macht mich etwas skeptischer. II. Die Tatsache, dass man mathematische Modelle aus der Quanteninformatik auf die Informationsverarbeitung des Gehirns anwenden kann, impliziert nicht, dass das Gehirn deshalb eine Art Quantencomputer ist. Schon im 19. Jahrhundert gab es Ansätze, um physikalische Modelle z. B. auf Ökonomie anzuwenden (Sozio-Physik), das mag sogar funktionieren. Aber macht es Menschen zu Gasteilchen, nur weil eine Formel, die ursprünglich den Fluss von Gasteilchen durch ein diffusives Gewebe beschreibt, auch z. B. das Verhalten von Menschengruppen bei einer Massenpanik beschreibt? Zudem meines Wissens der Anti-De-Sitterraum keine reale Physik beschreibt, aber da bin ich nicht tief genug informiert.
Insgesamt bin ich da etwas skeptisch.
*: Die Kompatibelsten beschreiten dies. In ihren Augen ist eine kausal-determinierte Welt mit dem Begriff des Freien Willens vereinbar.
Gerade auf dem Gebiet der Neurowissenschaften, gibt es noch enorme Lücken in der wissenschaftlichen Erkenbtnis, insbesondere an der Grenze zur Quantenphysik. Insofern ist die Hypothese von quantenmechanischen Einflüssen auf den menschlichen Geist - und das, was wir allgemein als freien Willen bezeichnen - nur spärlich mit Daten "unterfüttert".
Zitat von Methusalem im Beitrag #797Viele Leute behaupten, dass das Gehirn im Allgemeinen zu warm, feucht und groß sei, um Quanteneffekte zu erlangen
"Um Quanteneffekte in der Dynamik des Gehirns zu erzielen, ist es nicht notwendig, einen höchst unwahrscheinlichen kohärenten Quantenzustand des gesamten Gehirns bei hoher Temperatur herbeizuführen. Es gibt wichtige Quanteneigenschaften von Systemen mit wenigen Körpern, die bei hohen Temperaturen nicht verloren gehen."*.
Konkret: Die Neurowissenschaft kann nicht einfach die physikalischen Erkenntisse aus dem 20. Jahrhundert ignorieren. Die intraneuralen Prozesse, z.B. in den Mitochondrien, sind zwingend auf quantenmechanische Effekte angewiesen*. Auch für die elektromagnetischen Wellen (Hirnströme) gilt der Welle/Teilchendualismus. Gerade auch die Aktionspotentiale und die Depolarisation von Nervenfasern beruhen physikalisch gesehen aus Quantentunnel-Effekten*.
Das berührt jetzt noch nicht zwingend die Frage, ob der freie Wille wirklich frei ist. Es geht nur darum, dass die Hirnfunktion fundamental auf Quanenmechanik beruht und die Forschung dazu gerade erst Fahrt aufnimmt.
Ist alles im Universum vorherbestimmt – wegen der Quantenmechanik? Wegen der quantenphysikalischen Unsicherheiten ist letztlich alles dem Zufall unterworfen, so lautet zumindest die weit verbreitete Vorstellung. Doch in Wahrheit könnte genau das Gegenteil der Fall sein.
Zitat von Prometheus im Beitrag #798Die intraneuralen Prozesse, z.B. in den Mitochondrien, sind zwingend auf quantenmechanische Effekte angewiesen*
Das mag sein, aber passiert das nicht in jeder Zelle? Nicht nur im Gehirn?
Zitat von Prometheus im Beitrag #798Das berührt jetzt noch nicht zwingend die Frage, ob der freie Wille wirklich frei ist. Es geht nur darum, dass die Hirnfunktion fundamental auf Quanenmechanik beruht und die Forschung dazu gerade erst Fahrt aufnimmt.
Das mit den freien Willen und den Zufall ist meines Erachtens auch eine Streitfrage. Bloß weil Zufall eine Rolle spielt, ist da lange kein freier Wille.