Doping: Spinat macht Muskeln stärker Spinatinhaltsstoff Ecdysteron führt zu messbaren Leistungssteigerungen im Sport Popeye hatte Recht: Spinat stärkt die Muskeln und fördert das Wachstum von Muskelzellen. Verantwortlich für diesen Dopingeffekt des Grüngemüses ist der Inhaltsstoff Ecdysteron, ein pflanzliches Phytosteroid. In einer Studie zeigten Probanden nach Einnahme von Spinatextrakt einen deutlichen Zuwachs an Muskelmasse und Kraft – so viel, dass die Forscher für eine Aufnahme des Ecdysterons in die Dopingliste plädieren.
ZitatSpinat gilt als gesund, denn das grüne Gemüse ist reich an Mineralen, Vitaminen und Proteinen. Auch Eisen ist in den Blättern reichlich vorhanden, wenn auch nicht in so großer Menge wie früher landläufig angenommen. Um die positive Wirkung des Spinats populär zu machen, machte der Comiczeichner Elzie Segar das grüne Gemüse zum „Dopingmittel“ für seinen Helden Popeye: Der Genuss von Dosenspinat verlieh dem muskelbepackten Seemann wahre Superkräfte.
Muskelfördernd in Zellkulturen und bei Ratten Jetzt zeigt sich: Segar lag mit seiner Darstellung von Spinat als Dopingmittel gar nicht so falsch. Denn das Gemüse enthält einen Inhaltsstoff, der schon länger im Verdacht steht, das Muskelwachstum anzuregen und die Kräfte zu steigern. Dabei handelt es sich um Ecdysteron, ein pflanzliches Steroid. „Schon vor einigen Jahren wurde Ecdysteron als ‚the Russian Secret‘ für Leistungssteigerung im Sport bezeichnet“, erläutert Studienleiterin Maria Parr von der Freien Universität Berlin.
In bisherigen Tests mit Muskelzellen in Zellkulturen zeigte das Phytosteroid eine stärkere Wirkung als klassische Dopingmittel wie das anabole Steroid Metandienon. Und auch bei Ratten wirkte der Spinatinhaltsstoff Ecdysteron leistungssteigernd: „Ecdysteron erwies sich in einer jüngst bei Ratten durchgeführten Studie sogar als effektiver als verbotene Anabolika“, berichten Parr und ihre Kollegen. Ein Nachweis, ob diese Dopingwirkung des Spinatinhaltsstoffs auch beim Menschen besteht, fehlte aber bislang.
Dopingeffekt auch beim Menschen Das haben Parr und ihr Team nun nachgeholt. Für ihre Studie nahmen 46 Probandinnen und Probanden zehn Wochen lang Spinatextrakt in unterschiedlich hohen Dosierungen oder aber ein Placebo ein. Die Studie war doppelblind: Weder die Teilnehmer noch die Wissenschaftler wussten, wer zu welcher Gruppe gehörte. Zu Beginn und am Ende der zehn Wochen wurden bei allen Versuchspersonen die Muskelmasse und die Kraft beim klassischen Bankdrücken bestimmt.
Das Ergebnis: „Bei den Teilnehmern, die Ecdysteron erhalten hatten, wurde ein signifikant höherer Zuwachs an Muskelmasse beobachtet“, berichten die Forscher. „Noch relevanter in Bezug auf die sportliche Leistung ist jedoch eine signifikante Steigerung der Leistung beim Bankdrücken.“ Diese Ergebnisse bestätigen damit die in Zellkulturen und bei Tieren festgestellte leistungssteigernde Wirkung des Spinatinhaltsstoffes
Blutgruppe: Aus A mach Null Enzympaar aus unserem Darm wandelt Blut der Gruppe A in universelles Spenderblut um Geschickt umgewandelt: Forscher haben ein Enzympaar entdeckt, das aus der Blutgruppe A die Blutgruppe Null machen kann. Die von einem Bakterium in unserem Darm produzierten Enzyme schneiden dafür einfach die charakteristischen Zuckermoleküle der Antigene auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen ab. Das Ergebnis ist universell einsetzbares Spenderblut, wie das Team im Fachmagazin „Nature Microbiology“ berichtet. https://www.scinexx.de/news/medizin/blut...-aus-mach-null/
Mit Antidepressiva weniger Todesfälle bei Diabetikern
Das erhöhte Sterberisiko von Diabetikern mit Depressionen lässt sich mit Psychopharmaka deutlich senken, berichten Ärzte aus Taiwan. Sie appellieren an Diabetologen, Zuckerkranke regelmäßig auf Depressionen zu screenen.
Unterschiedliche Wirksamkeit
Ergebnis: Im Vergleich war eine medikamentöse Therapie gegen Depressionen mit einer um 35 Prozent verringerten Mortalität verbunden (Hazard Ratio, HR=0,65). Die Reduktion der assoziierten Sterberate hing von der verwendeten Substanz ab: •Therapien mit selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmern (SSRI) waren mit einer um 37 Prozent verringerten Mortalität verbunden (HR=0,63), •bei Therapien mit Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRI) waren es 42 Prozent (HR=0,58) und •bei Therapien mit tri- oder tetrazyklischen Antidepressiva waren es 27 Prozent (HR=0,73).
Die Forscher erinnern daran, dass Menschen mit Diabetes im Vergleich zu Menschen ohne die Stoffwechselkrankheit ein verdoppeltes Risiko für Depressionen haben. „Die neuen Studienergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Diabetiker regelmäßig auf Depressionen zu screenen und gegebenenfalls auch dagegen zu behandeln“, betont Erstautor Chen in einer Mitteilung der US-Endocrine Society zu der Studie.
Ich empfehle: täglich ein paar km und 2x pro Woche Krafttraining. Da vergeht einem Diabetes und Depression. Ich war ja sehr lange in einem Programm. Ich habe es verlassen, weil mir letztendlich klar war, dass die Krankheit gepflegt wird, nicht ich.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Aber jeder ist halt kein ämpfer.
Allerdings erscheint ganz zum Schluss noch folgendes:
Außer Pharmako- und Psychotherapie sind zudem verlässliche Sozialkontakte, das Wiederherstellen sozialer Rhythmen, Bewegung im aeroben Stoffwechsel (viermal pro Woche!), Entspannung sowie ausreichend Schlaf bedeutsam.
Warum nur Bewegung? Auf die Dauer hilft nur power. Entspannung findet im Schlaf statt. ich hab mit dem Wort ein Problem. Irgendwie nicht ganz fit?
Zum Beitrag Diabetes und weniger Todesfälle dank Psychopharmaka ist mir Mal wieder grad die Spucke weggeblieben. Man weiß ja mittlerweile dass Antidepressiva einen Diabetes stark verschlechtern oder sogar auslösen kann. Das ist kein guter Therapieansatz einem Diabetiker mit Depris Antidepressiva zu geben. Aber ok, so bringt man die Chemie noch besser unters Volk und verdient sich ne goldene Nase.
Ja, ist eben ein Teufelskreis, wenn man sich in diesen begibt. Alternativlos ... wenn man den Experten folgt. Wenn man da nicht ausbricht und die Sache selbst in die Hand nimmt, hat man keine Chance.
Insulin begünstigt auch Gewichtszunahme, wenn man nicht verdammt aufpasst. Ich wog mal 90 kg, jetzt 72. Seitdem ich nicht mehr zum Arzt gehe. Ja, da kann man wirklich depressiv werden.
Ich vermute mal, die wenigsten hier hatten/haben Depressionen. Aus meiner Erfahrung, zweiter Hand und Beobachtung, haben SSRI Null Wirkung. Würde ein Diabetis1 Patient ohne Insulin verhungern? Meine das wäre so, oder sein Blut wäre extrem sauer?
Zumindest haben die meisten nach dem Absetzen der SSRI oder SNRI die gleichen Probs wie sonst auch ... Depris haben nicht immer substanzielle Ursachen ...
zu Diabetes trau ich mich nix zu sagen, Typ 1 sehe ich ohne Insulin als lebensgefährlich an, obwohl die Mechanismen auch da ganz gut bekannt sind ...
ich hab in der Nachbarschaft ein Mäderl, das ohne Bauchspeicheldrüse zur Welt gekommen ist, na, was wäre da wohl ohne Insulin los ...!?
Zitat von Speedy im Beitrag #111Fast schon Pharma Werbung für die SNRIs ehrlich gesagt.
Warum sollte das Werbung für die Pharma Industrie sein? Es gibt nun mal auch Medikamente die Gutes bewirken, die beispielsweise Menschen und Tiere länger leben lassen, warum sollte man das verschweigen?
Niemand wird gezwungen so ein Mittel zu nehmen, aber das es solche Medikamente gibt, sollte jeder informierte Mensch wissen. Was er im Endeffekt aus diesem Wissen heraus macht, bleibt ihm selber überlassen.
Ängstlich, immer nur jeden Fortschritt oder jede Studie zu verteufeln oder schlecht zureden, einfach weil sie von der Pharma Industrie kommt, hat für mich absolut nichts mehr mit freiem Denken zu tun.
Zitat von jayjay im Beitrag #110Ich vermute mal, die wenigsten hier hatten/haben Depressionen. Aus meiner Erfahrung, zweiter Hand und Beobachtung, haben SSRI Null Wirkung. Würde ein Diabetis1 Patient ohne Insulin verhungern? Meine das wäre so, oder sein Blut wäre extrem sauer?
Er würde ganz schnell das Zeitliche segnen. Ein Diabetiker 1 ist auf die regelmäßige, tägliche Zufuhr von Insulin angewiesen, möglichst immer zur gleichen Zeit.
Ich hatte eine Freundin, die als Kind schon Diabetes bekommen hat, deshalb weiß ich das alles ganz genau. Traurigerweise ist sie an den Spätfolgen bereits verstorben.
VERHALTENSMEDIZIN Was uns guttut, ist kulturabhängig Eine aufregende Party feiern oder doch lieber ein gutes Buch lesen? Mit welche Art von Freizeitaktivitäten man Körper und Seele am besten stärkt, unterscheidet sich nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern auch von Kultur zu Kultur. https://www.spektrum.de/news/was-uns-gut...haengig/1640644
Flexible Displays: Gesundheitsschäden durch Nanodrähte? Als Elektroden verwendete Silber-Nanodrähte können in Zellen eindringen und sie schädigen Gefährliche Displays? Die Silber-Nanodrähte von flexiblen, transparenten Displays könnten gesundheitliche Nebenwirkungen entfalten, wie nun eine Studie nahelegt. Demnach können Bruchstücke der winzigen Silberfasern in Hautzellen eindringen und diese schwer schädigen – ähnlich wie Asbestfasern in der Lunge. Abhilfe könnten jedoch besonders dünne Silber-Nanodrähte schaffen: Sie werden in den Zellen zerknüllt und richten so weniger Schaden an, wie die Forscher berichten. https://www.scinexx.de/news/medizin/flex...ch-nanodraehte/
Blei in der Arktis: Wohlstand ging bereits im Mittelalter zu Lasten der Umwelt Je florierender die Wirtschaft, desto mehr Blei bliesen die Europäer in der Vergangenheit in die Luft. In den 1970er Jahren erreichten die Emissionen ihren Höhepunkt.
ZitatDie Studie zeigt aber auch, wie sich die Auswirkungen recht aktueller Politik aus dem ewigen Eis ablesen lassen: Stieg der Bleianteil vom Mittelalter bis zu den 1970er Jahren exponentiell um etwa das 300-Fache an, so ist er seither wieder um 80 Prozent gesunken, was die Wissenschaftler auf Luftreinhaltungsgesetze weltweit zurückführen. Trotzdem liegt er derzeit noch etwa 60-mal höher als zu Beginn des Mittelalters.
Dazu kam gerade gestern ein Beitrag über den Blei verseuchten Ort Mechernich. Da werden immer wieder neue Häuser gebaut und viele junge Familien ziehen dort hin. Ein Beispiel wurde eine alte Frau gezeigt, deren 6 Kinder immer auf einem der Aushubhügel gespielt hatten und alle 6 nu die Sonderschule schafften. Blei geht auf auf die Intelligenz. Die Blutwerte der Anwohner dort sind himmelschreiend:
Zitat Erstaunliche acht Prozent der DNA stammen von Viren. Dabei handelt es sich vor allem um Retroviren. Sie verändern den normalen Vorgang des Lesens der DNA und schreiben sich selbst in das Genom des Wirts ein. Retroviren sind alt. Sie begannen vor Millionen von Jahren mit der DNA unserer Vorfahren zu verschmelzen. Im Laufe der Zeit wurde der Großteil dieser humanen endogenen Retroviren (HERVs) durch Mutationen ausgeschaltet. Andere, die sich entwickelt hatten, um rivalisierende Viren abzuwehren, bildeten das Immunsystem und schützen heute vor Infektionen.
Zusammenhang mit mehreren Krankheiten HERVs könnten jedoch auch der fehlende Kausalzusammenhang zu großen "ungelösten" neurologischen Erkrankungen sein. Laut Studienautor Patrick Küry wurden diese Viren bereits mit dem Einsetzen und Fortschreiten von Multipler Sklerose, Amyotropher Lateralsklerose und Schizophrenie in Verbindung gebracht. Ruhende HERVs könnten durch umweltbedingte Faktoren wie Entzündung, Mutationen, Medikamente oder die Infektion mit anderen Viren wieder aktiviert werden. Damit könnten sie einen Mechanismus für den bereits bekannten epidemiologischen Zusammenhang mit diesen Krankheiten zur Verfügung stellen.
Multiple Sklerose am besten belegt Derzeit gibt es am meisten Belege für Verbindungen von HERVs zu MS. Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, die durch direkte Angriffe auf das Myelin, die fetthaltige Substanz die die Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark umgibt, verursacht wird. Laut Küry ist jedoch derzeit nicht erforscht, was diese Angriffe auslöst. Eine Reihe von Studien legt nahe, das die Reaktivierung von HERVs ein derartiger Auslöser sein könnte. Der Nachweis wurde bei Mausmodellen bereits erbracht.
HERV-Proteine könnten die Autoimmunität durch eine molekulare Mimikry auslösen. Zusätzlich zu direkten Auswirkungen von HERV auf myelinisierende Zellen, berichten mehrere Forscherteams über strukturelle Ähnlichkeiten zwischen HERV und dem Myelin Oligodendrozyten Glykoprotein, einem Molekül das auf der Oberfläche von Myelin zu finden ist. "Diese Ähnlichkeit könnte das Immunsystem dazu bringen, das Myelin zu schädigen, wenn es eigentlich um eine Abwehr von HERVs geht", so Küry.
Klinische Tests durchgeführt Ähnliche Experimente haben HERVs mit der peripheren demyelinisierenden Krankheit CIDP und konkreteren Erkrankungsvorgängen wie dem fortschreitenden Verlust von Motoneuronen bei ALS (Lou Gehrig-Krankheit) in Zusammenhang gebracht. Bei Schizophrenie ist dieser Zusammenhang weniger ausgeprägt. Studien erbrachten keine eindeutigen Ergebnisse. Ob HERVs zu diesen und anderen Erkrankungen beiträgt, muss laut Küry weiter erforscht werden. Ein wichtiger Schritt werden Tests an Menschen zur Wirkung von Antikörpern sein, die HERVs neutralisieren. Untersuchungen mit dem Antikörper Temelimab wurden bei MS-Patienten bereits durchgeführt.
Stoffwechsel Adipös und schwanger: Risiken für Mutter und Kind An der Med-Uni Wien wurde untersucht, welche Maßnahmen für stark übergewichtige Schwangere sinnvoll sind – die medizinische Situation ist nicht simpel
Die Annahme, dass eine geringere Gewichtszunahme bei adipösen Schwangeren vorteilhaft für die Vermeidung eines Schwangerschaftsdiabetes wäre, hat sich nicht bestätigt. Das konnte jetzt eine Studie der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel der Med-Uni Wien im AKH zeigen. Sogar das Gegenteil könnte der Fall sein.
Möglicherweise ist es demnach sogar ungünstig für die Mutter und das ungeborene Kind, während der Schwangerschaft weniger Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Diese Daten wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Diabetes Care" publiziert.
ZitatDabei wurde eine Gruppe von schwangeren adipösen Frauen im Rahmen eines Coachings angeleitet, die Ernährung umzustellen und fünf Maßnahmen zu beachten: Reduktion von Softdrinks, Reduktion schnell resorbierbarer Kohlenhydrate und Fett sowie die Erhöhung von Eiweiß und Ballaststoffen. Die Vergleichsgruppe unternahm keine Veränderungen ihrer Ernährungsgewohnheiten. Eine zweite Gruppe von Frauen übte regelmäßig Bewegung aus und wurde entsprechend beraten. Die Vergleichsgruppe unternahm keine körperlichen Aktivitäten.
Tatsächlich erfolgte eine geringere Gewichtszunahme bei jenen Frauen, welche die Ernährungsmaßnahmen befolgten. Allerdings waren auch höhere Blutzuckerwerte und erhöhte Mengen von Substanzen im Blut nachweisbar, die beim vermehrten Fettabbau entstehen, wie etwa Fettsäuren oder Ketonkörper. Dies stand auch in Zusammenhang mit einer reduzierten Kohlenhydratzufuhr.
Freie Fettsäuren Außerdem wurden auch im Blut der neugeborenen Kinder erhöhte freie Fettsäuren festgestellt. In den Vergleichsgruppen waren keine Veränderungen dieser Stoffwechselmarker bemerkbar. Allerdings konnte laut Studie vermehrte körperliche Bewegung Schwangerschaftsdiabetes ebenso wenig verhindern wie die zusätzliche Gabe von Vitamin D.
Ernährungsinterventionen beeinflussen jedenfalls den mütterlichen und kindlichen Stoffwechsel signifikant. Der Vorteil einer geringeren Gewichtszunahme unter Kohlenhydrateinschränkung bei adipösen Schwangeren führt aber gleichzeitig zu erhöhtem Fettabbau und damit verbunden der Freisetzung von freien Fettsäuren im Blut von Mutter und Kind. Die Folgen davon sind noch unklar und werden weiter erforscht.
Forschungserfolg: Wie Proteine das Altern verlangsamen Wer altert, leidet eher an Herz-, Hirn- und Stoffwechselkrankheiten. Verantwortlich ist der Stoff Lysin, dessen Mengen nun dank Greifswalder Forschern zum ersten Mal exakt bestimmt werden konnten. Langfristig hoffen die Forscher auf ein Medikament für gesundes Altern. https://www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern...rn-verlangsamen
Wie die Erforschung von Geweihen der Medizin hilft Rothirsch, Rind, Ren – die weltweite Vielfalt der Wiederkäuer ist groß. Als Forschungsobjekt interessant sind sie nicht nur wegen ihrer Verwendung als Nutztier. Vor allem Arten mit Geweih lassen Forscher auf mögliche neue Therapieansätze gegen Krebs hoffen.
ZitatForscher um Wen Wang von der Northwestern Polytechnical University (NPU) in Xi’an und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Kunming widmeten sich darin etwa mit ihren Genanalysen den Hörnern und Geweihen von Wiederkäuern. Diese Gewebe könnten Ansätze für die regenerative Medizin und Krebstherapien liefern, hoffen sie.
Wie wachsen Geweihe so schnell? Geweihe könne bis zu zweieinhalb Zentimeter täglich wachsen, binnen weniger Monate werden bis zu 30 Kilogramm Gewebe gebildet. Noch stehe die Wissenschaft ganz am Anfang, die molekularen Grundlagen dieses beeindruckenden Wachstums zu verstehen. Die geordnete Zellvermehrung passiere dabei schneller als beim unkontrollierten Wuchern von Tumorgewebe, schreiben die Forscher. Nichtsdestotrotz sind in das saisonale Geweihwachstum Stoffwechselwege involviert, die auch bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen, schreiben die Wissenschaftler. So würden große Mengen bestimmter Tumorsupressoren wie Promyelozytisches Leukämieprotein (PML) gebildet. Tumorsuppressoren sind Proteine, die den Zellzyklus kontrollieren. Zudem sorgen sie bei irreparablen DNA-Schäden für den Tod der betroffenen Zelle. Mangelt es an solchen Suppressoren oder sind diese fehlerhaft, steigt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich aus einer Zelle eine Tumorzelle entwickelt.
Hirsche erkranken seltener an Krebs Die Bildung großer Mengen an Tumorsupressoren sei eine Erklärung für die vergleichsweise niedrigen Krebsraten bei Hirschen, so die Forscher. Möglicherweise biete die detaillierte Analyse der zugrundeliegenden Mechanismen Ansätze zur Regeneration von Knochen- und Nervengewebe sowie anderen Organen beim Menschen oder auch für die Eindämmung des Wachstums von Tumoren.
Die vorgestellten Genomdaten lieferten extrem wertvolle Grundlagen für die weitere Forschung in dem Bereich, betonen Dai Fei Elmer Ker von der Chinese University in Hongkong und Yunzhi Peter Yang von der Stanford University (Kalifornien, USA) in einem Kommentar zu den in „Science“ vorgestellten Ergebnissen. Bestätigten künftige Forschungsarbeiten die Funktion der identifizierten Gene, werde das wahrscheinlich weitreichende Auswirkungen haben.
Heilsame Zellen für unser Herz entdeckt Immunzellen aus dem Herzbeutel fördern die Regeneration des Pumporgans nach Herzinfarkt und Co Wichtige Herzreparateure: Unser Herzbeutel beherbergt Immunzellen mit heilsamer Wirkung. Wie Forscher herausgefunden haben, wandern diese Makrophagen ins Herz ein, sobald dieses zum Beispiel durch einen Herzinfarkt verletzt wird. Im Pumporgan fördern die Zellen dann offenbar entscheidend die Regeneration und hemmen die Bildung krankhaften Narbengewebes. Diese Erkenntnis könnte nun Auswirkungen auf gängige Operationsmethoden haben – aber auch neue Ansätze für Therapien von Herzpatienten bieten. https://www.scinexx.de/news/medizin/heil...-herz-entdeckt/
Xenotransplantation: Ein Herz für uns In München werden Schweine gezüchtet, deren Herzen bald im Menschen schlagen sollen. Ersatzteile vom Tier – was medizinisch näher rückt, bleibt ethisch heikel. https://www.zeit.de/2019/25/xenotranspla...komplettansicht
Aktiviert Selbstzerstörung Neue Methode gegen Krebs: Forscher greifen "Achillesferse" der Tumore an Tumore entstehen, wenn Zellen anfangen unkontrolliert zu wachsen. Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, ein Wachstumsgen so anzugreifen, dass die Krebszellen in den Selbstzerstörungsmodus übergehen. Erfolge erzielten sie bisher an Mäusen, aber auch an menschlichen Krebszellen. https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber...d_10922016.html
Selbstmörderische Krebszellen – so könnte eine medizinische Revolution klappen Im Kampf gegen den Krebs greifen Forscher zu immer innovativeren Methoden. Eine davon scheint sich jetzt bewiesen zu haben: Krebszellen so zu manipulieren, die Selbstmord begehen. https://www.futurezone.de/science/articl...on-klappen.html
Nahrungsergänzungsmittel bringen wenig Mehrheit der Präparate hat keinen Einfluss auf die Herzgesundheit oder die Sterblichkeit Nutzlose Präparate: Viele Nahrungsergänzungsmittel halten nicht das, was sie versprechen. Wie eine Metastudie nun bestätigt, haben die meisten Vitamine und Co keinen schützenden Effekt auf Herz und Gefäße und beeinflussen auch nicht die allgemeine Sterblichkeit. Lediglich für Omega-3-Fettsäuren und Folsäure ließ sich ein möglicher Nutzen feststellen. Die kombinierte Einnahme von Vitamin D und Calcium könnte dagegen sogar eher schädlich sein.
Magersucht liegt auch in den Genen Beteiligung von Stoffwechselgenen legt nahe: Anorexie ist keine rein psychische Erkrankung Nicht nur psychisch? Forscher haben acht Genbereiche identifiziert, die bei der Entstehung von Magersucht mitmischen. Das Interessante daran: Diese DNA-Abschnitte spielen zum Teil auch eine Rolle für den Stoffwechsel. Damit legen die Ergebnisse nahe, dass die Essstörung nicht nur auf psychischen Faktoren beruht. Stattdessen könnten metabolische Störungen ebenfalls an der Anorexie beteiligt sein, wie das Team im Fachmagazin „Nature Genetics“ berichtet.
ZitatGenetische Risikofaktoren im Blick Die Ursachen dieser gefährlichen Krankheit sind bisher erst in Teilen geklärt. Neben einer Vielzahl von äußeren Einflussfaktoren wie Stress und familiären Problemen in der frühen Kindheit scheinen auch die Gene eine Rolle zu spielen. Studien mit Familien und Zwillingen legen nahe, dass Magersucht eine erhebliche erbliche Komponente besitzt. Doch welche Gene beeinflussen die Anfälligkeit für die Erkrankung? Um dies herauszufinden, haben Watson und ihre Kollegen jetzt ins Erbgut von knapp 17.000 Anorexie-Patienten und 55.500 gesunden Kontrollpersonen geblickt. Tatsächlich fanden die Wissenschaftler bei ihren Analysen acht auffällige DNA-Bereiche auf insgesamt sechs unterschiedlichen Chromosomen. Bestimmte Variationen an diesen Genorten scheinen mit dem Risiko für Magersucht in Verbindung zu stehen, wie sie berichten. Das Interessante daran: Bei den nun identifizierten Regionen im Genom handelt es sich um alte Bekannte – sie wurden in früheren Studien bereits mit anderen Krankheiten und biologischen Besonderheiten in Zusammenhang gebracht.
Die Rolle des Stoffwechsels So spielt ein Teil der auffälligen DNA-Bereiche auch eine Rolle für psychiatrische Störungen wie Depressionen oder Schizophrenie. Zudem gibt es den Forschern zufolge Überschneidungen mit genetischen Faktoren, die die körperliche Aktivität beeinflussen. „Dies könnte erklären, warum Menschen mit Anorexia nervosa häufig übertrieben aktiv sind“, konstatieren sie.
Das Spannendste aber: Die genetische Basis der Magersucht scheint zum Teil auch dieselbe zu sein wie die bestimmter Stoffwechselmerkmale. So identifizierten Watson und ihr Team Parallelen zu Eigenschaften wie dem Blutzucker, dem Fettstoffwechsel und auch Körpermaßen. „Metabolische Störungen bei Anorexie-Patienten werden häufig als Folge des Hungerns gedeutet. Doch unsere Studie zeigt, dass Unterschiede im Stoffwechsel auch zur Krankheitsentstehung beitragen könnten“, sagt Mitautor Gerome Breen vom King’s College London.
Eine metabolisch-psychiatrische Störung? Damit legen die Ergebnisse nahe, dass Magersucht zwei wesentliche Komponenten hat: zum einen die bekannte psychische und zum anderen eine metabolische. Schon in der Vergangenheit wurde den Forschern zufolge wiederholt in Frage gestellt, ob Anorexie wirklich eine rein psychische Erkrankung ist. „Unsere Erkenntnisse sprechen für eine Rekonzeptualisierung der Anorexia nervosa als metabolisch-psychiatrische Störung“, erklären sie.
Dieser neue Blick auf die Essstörung könnte in Zukunft die Therapie erleichtern, so die Hoffnung: „Bisher galt der Fokus bei der Behandlung vor allem psychologischen Aspekten. Dass der Einfluss des Stoffwechsels unterschätzt wurde, ist womöglich mitverantwortlich für die schlechten Therapieerfolge bei Betroffenen“, sagt Watsons Kollegin Cynthia Bulik.
In Fracking-Gebieten gibt es viel mehr Frühgeburten Ob Risikoschwangerschaften, Frühgeburten oder Herzprobleme: Mehrere US-Studien legen nahe, dass Fracking die Gesundheit gefährdet. Allerdings auf andere Art und Weise, als viele vermuten dürften.
ZitatWerdende Mütter, die in der Nähe von Fracking-Bohrstellen leben, haben demnach offenbar ein erhöhtes Risiko für komplizierte Schwangerschaften und auch für Frühgeburten. Das schreiben Brian Schwartz und Kollegen im Fachblatt „Epidemiology“. Sie warfen einen Blick auf die Gesundheitsdaten von fast 9400 Frauen, die zwischen Januar 2009 und Januar 2013 vor allem im Norden Pennsylvanias, dem US-Bundesstaat mit den meisten Bohrstellen, Babys bekamen.
Zusammenhang zwischen Fracking und Frühgeburten Ergebnis: Die Schwangeren, die nahe an besonders großen Bohrstellen lebten, hatten im Vergleich zu Frauen in entfernteren Regionen eine um 40 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten. Auch eine Risikoschwangerschaft war um fast ein Drittel wahrscheinlicher.
„Wir wissen nicht genau, auf welche Weise die Gasförderung mit den Frühgeburten zusammenhängt, aber ein Zusammenhang ist eindeutig da“, erläuterte Schwartz. Vor allem Umweltfaktoren durch das hohe Verkehrsaufkommen könnten dafür die Ursache sein, schätzen die Forscher.
Zitat„Ist es die Luftqualität? Ist es der Stress? Dies sind nach unserer Einschätzung vermutlich die beiden Hauptverantwortlichen“, glaubt Schwartz. Weitere Untersuchungen sollen folgen. „Wenn wir Geld dafür sammeln können.“
Risiko für sehr geringes Geburtsgewicht steigt Zusammenhänge zwischen Fracking-Regionen und dem verlangsamten Wachstum ungeborener Babys beschrieb im Sommer auch eine Studie von Forschern der Universität Pittsburgh im Fachblatt „Plos One“. Sie verglichen Daten von fast 15.000 neugeborenen Kindern aus verschiedenen Bezirken in Pennsylvania: Auch hier war das Risiko für sehr geringes Geburtsgewicht nahe großen Förderstellen um ein Drittel höher als zehn Meilen (etwa 16 Kilometer) von den Bohrlöchern entfernt.
Forscher der Universität von Pennsylvania veröffentlichten im Juli ebenfalls in „Plos One“ Zahlen, wonach erwachsene Anrainer zwischen 2007 und 2011 deutlich öfter mit Herzproblemen ins Krankenhaus mussten als Menschen ohne Bohrloch in der Nachbarschaft. „Unsere Vermutung ist, dass die große Anzahl von Trucks einen gewaltigen Anstieg der Dieselabgase und Ozonwerte verursacht hat“, sagte Studienleiter Reynold Panettieri dem „Philadelphia Inquirer“.
Auch Insekten fühlen chronische Schmerzen Erste Belege für "Schmerzgedächtnis" bei einem Arthropoden Anhaltendes Leiden: Insekten können nicht nur akuten Schmerz empfinden, sie leiden auch unter chronischen Schmerzen – wie wir Menschen. Selbst wenn eine Nervenverletzung schon lange verheilt ist, reagieren sie übersensibel auf Schmerzreize, wie ein Experiment belegt. Das Schmerzgedächtnis der Insekten beruht offenbar auf einer Blockade von reizhemmenden Neuronen im zentralen Nervensystem – auch das ist ähnlich wie beim Menschen, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“. https://www.scinexx.de/news/biowissen/au...sche-schmerzen/