Zitat von Speedy im Beitrag #251#250 Zur Resistenten Stärke spalten sich die Meinungen ganz schön.
Ja, weil nicht alle Menschen gleich auf RS reagieren. Bei wem es nur wenig bis gar keine Wirkung zeigt, der denkt natürlich völlig anders über RS, was auch verständlich ist.
ZitatWährend sich gezeigt hat, dass RS eine der besten Fasern bei der Förderung des Butyratspiegels auf Bevölkerungsebene ist, ist es auch klar, dass nicht jedes Individuum den gleichen Nutzen erhält, wobei einige nicht auf RS-Supplementierung ansprechen [9]. Dies deutet darauf hin, dass Unterschiede in einzelnen Mikrobiomen eine starke Rolle bei der Bestimmung des Ergebnisses des RS-Konsums spielen
Darmbakterien verändert Vegane Ernährung ermöglicht Abnehmen ohne Kalorienreduktion Eine fettarme, vegane Ernährung beeinflusst das Darmmikrobiom positiv. Es ist dadurch möglich, abzunehmen, ohne die Kalorienzufuhr zu reduzieren.
Zitat-Menschen verlieren bei einer fettarmen, veganen Ernährung bei identischer Kalorienzufuhr deutlich mehr Gewicht als Nicht-Veganer -Verantwortlich dafür sind gesunde Darmbakterien, die sich von den Ballaststoffen der pflanzlichen Nahrungsmittel ernähren
Arterienverkalkung und Darmflora – Wie Bakterien Gefäße verstopfen
ZitatSelbst dem Laien ist inzwischen bekannt, dass zu viel rotes Fleisch und Wurst das Risiko für Herzerkrankungen und Arterienverkalkung erhöht. Doch auch Experten wussten bis vor kurzem noch nicht, dass hier die Darmbakterien ihre Finger im Spiel haben. Denn es geht beim Thema Arterienverkalkung schon lange nicht mehr nur um die gesättigten Fettsäuren. Viel interessanter bzw. gefährlicher für die Gefäße ist das, was die Darmflora zum Beispiel aus der im Fleisch, aber auch in Eiern oder Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler enthaltenen Aminosäureverbindung „L-Carnitin“ macht. Die Verbindung zum Fleisch trägt L-Carnitin schon im Namen. Der leitet sich vom Wort „Carne“ ab, das im Italienischen, Lateinischen und Spanischen „Fleisch“ bedeutet.
Züchten wir die „falschen“ Bakterien im Darm, dann produzieren diese aus Carnitin den Stoff Trimethylamin (TMA). In der Leber wird dieses Molekül dann in das ebenfalls bedenkliche Trimethylaminoxid (TMAO) umgewandelt.[
Darmmikrobiota-abhängiges Trimethylamin-N-oxid bei akuten Koronarsyndromen: ein prognostischer Marker für kardiovaskuläre Ereignisse, die über traditionelle Risikofaktoren hinausgehen
ZitatSystemische Spiegel von Trimethylamin-N-oxid (TMAO), einem pro-atherogenen und prothrombotischen Metaboliten, der aus dem Darmmikrobiota-Stoffwechsel von diätetischem Trimethylamin (TMA)-haltigen Nährstoffen wie Cholin oder Carnitin hergestellt wird, prognostizieren kardiovaskuläre Ereignisrisiken bei stabilen Primär- und Sekundärpräventionspersonen. Der prognostische Wert von TMAO bei akuten Koronarsyndromen (ACS) bleibt jedoch unbekannt.
Darmbakterien beim Fressen zusehen – und für die Medizin daraus lernen
Neue Mikroskopie-Methode ermöglicht Funktionsanalyse von Mikrobiomen in Hochgeschwindigkeit
ZitatMikrobiome prägen die Gesundheit von Menschen und Umwelt. Wie sie dies tun, das verrät eine Analyse der Funktionen, die einzelne Mikroben in diesen Gemeinschaften von Mikroorganismen übernehmen. Wissenschafter*innen der Universität Wien haben in Zusammenarbeit mit Photoniker*innen der Universität Boston eine Mikroskopie-Methode entwickelt, mit der sie Bakterienzellen in Millisekunden identifizieren und gleichzeitig ihre Stoffwechselaktivität bestimmen können.
Das Apfelmikrobiom und sein Potential für die Gesundheit
ZitatMikrobiome und Metaorganismen
Das menschliche Mikrobiom wird heute sogar als unser „letztes, unbekanntes Organ“ bezeichnet. Nur ein winziger Teil aller Mikroorganismen kann als Krankheitserreger bezeichnet werden. Der Ausbruch einer Krankheit (sowohl bei Menschen, Tieren als auch Pflanzen) geht fast ausschließlich mit einer Veränderung des Mikrobioms und oft mit dem Verlust der mikrobiellen Artenvielfalt einher. Alle Gesundheitsfragen von der Pflanze bis zum Ökosystem hängen mit dem Mikrobiom zusammen, aber speziell die Humanmedizin profitiert immens von diesem Wissen. Die Erforschung des Darmmikrobioms ist einer der wichtigsten Forschungszweige in der heutigen Zeit.
Was in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon seit Jahrtausenden vermutet wird, kann heute durch die uns zur Verfügung stehenden Technologien bestätigt werden: der Darm bzw. das Darmmikrobiom stehen im Zentrum unserer Gesundheit.Jedoch nicht nur die körperliche Gesundheit betreffend, auch unsere mentale Gesundheit wird signifikant vom Darmmikrobiom beeinflusst. Die Erforschung der sogenannten Gehirn-Darm-Achse zeigte unter anderem, dass auch Angstzustände und Depressionen in direktem Zusammenhang mit der mikrobiellen Gemeinschaft in unserem Darm stehen.
Probiotics (Bacillus clausii and Lactobacillus fermentum NMCC-14) Ameliorate Stress Behavior in Mice by Increasing Monoamine Levels and mRNA Expression of Dopamine Receptors (D1 and D2) and Synaptophysin https://www.frontiersin.org/articles/10....022.915595/full
Zitat[Das Mikrobiom] kann durch diätetische Interventionen sowie Mikrobiom-Wiederherstellungstherapien wie Präbiotika, Probiotika, Postbiotika, Synbiotika und FMT (Definitionen siehe Glossar) oder neue Entitäten und umfunktionierte Medikamente manipuliert werden.
Und? Warum können wir das nicht? Habe leider keinen Zugriff auf den Volltext...
Aus diesem Bild schließe ich, dass die Autoren gewisse Veränderungen im Mirkobiom als kompensatorisch ansehen und notwendig für das "healthy aging" - mag sein. Allerdings wird in diesem Gedankengebäude wohl eine gestörte Schleimhautbarriere untrennbar mit dem kalendarischen Alter verknüpft. Ist halt so, kann man nix dran machen?
Ich denke eher, dass man das Mikrobiom, die Darmschleimhaut und die Ernährung als Gesamtsystem betrachten muss. Es reicht nicht, "nur" das Mikrobiom wieder herzustellen, auch die Schleimhaut muss verjüngt werden!
Der Grundgedanke, das Darmmikrobiom von langlebigen Tieren, hier Reptilien auf ihre einzigartigen Eigenschaften untersucht werden sollte zum Nutzen der menschlichen Gesundheit, hört sich in der Theorie interessant an. Aber praktisch ernährt sich eine Galapagos-Riesenschildkröte anders als ein Mensch, also von Gräsern, Kräutern, Kletterpflanzen, Büschen, Beeren, Flechten und Kakteen, vor allem Opuntien. Und wir essen Kräuter eher in Minimengen zum Würzen. Da wird das Mikrobiom praktisch nicht kompatibel sein bzw. sofort wieder aussterben, weil wir keine Gräser essen. Wir bräuchten halt für Gräser sieben Mägen wie eine Kuh, welche nicht wirklich langlebig im Vergleich zum Menschen ist.
Und am wichtigsten: Letztlich leben Schildkröten und viele andere langlebige Tiere nur deshalb so lange, weil sie herumlaufen wie Schlaftabletten und wer wollte schon den größtenteils des Lebens verpassen? Da könnte man sich gleich einfrieren lassen. Wenn man mal die Einzeller und so weglässt ist der Preis der Langlebigkeit meist stark verlangsamtes Leben, und wer will das schon?
Zitat von Aluhut im Beitrag #273Letztlich leben Schildkröten und viele andere langlebige Tiere nur deshalb so lange, weil sie herumlaufen wie Schlaftabletten und wer wollte schon den größtenteils des Lebens verpassen?
Hängt davon ab, ob das der einzige oder nur ein Mechanismus ist.
Vielleicht gibt es einen Weg diese Eigenschaften ohne eine Verlangsamung für den menschlichen Organismus zu adaptieren?