Ja sicher, voraussichtlich werde ich mal wirklich alt sein, sofern ich nicht fit sterbe. Man steckt in keinem drin, weiß nicht, wie sich der Leistungssportler als auch der unfitte Mensch wirklich fühlte. Ich denke, ich bin immer gut drauf. Die Gegenwart ist mir auch wichtig. Defizite gibt es schon, könnte gern noch manches optimieren.
Sicher beobachte ich die A-A/R-A-Szene relativ genau und denke auch selber darüber nach. Bisher konnte ich noch jedes Problem lösen, aber mehr in meinem Fach. Mein Nachteil: ich verstehe nicht viel von Biochemie. Ist wahrscheinlich gleichzeitig mein Vorteil, kann nicht in Details hängen bleiben. Obwohl ich eher generalisierend bin und mich nicht gern in Details verliere: am Ende steckt der Teufel genau dort. Und gleichzeitig muss man sich um die Details kümmern, damit es überhaupt läuft.
Allerdings glaube ich nicht an den großen Rundumschlag, die geniale Idee, sondern eher an die "Mühen der Ebene". Eine "Revolution" (Idee) gibt es zwar ab und an, "but then the fun starts".
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #376 Mein Nachteil: ich verstehe nicht viel von Biochemie.
Das macht nichts, ich verstehe etwas von Biochemie und Prometheus ebenso.
Es können nicht alles Biochemiker sein. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #376 Bisher konnte ich noch jedes Problem lösen, aber mehr in meinem Fach.
Was war das Fach nochmal genau?
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #376 Allerdings glaube ich nicht an den großen Rundumschlag, die geniale Idee, sondern eher an die "Mühen der Ebene". Eine "Revolution" (Idee) gibt es zwar ab und an, "but then the fun starts".
Nutzung der Elektrizität und Nutzung der Negentropie könnten gleichbedeutend sein. Also Potential!
Nicola Tesla oder Thomas Edison. Such dir raus, wer ich bin, bezogen auf die Negentropie.
So wie einst die Elektrizität, könnte die Negentropie das Bild unserer Welt verändern. Mir geht es nicht um Ruhm, bleibe selbst lieber anonym, sondern nur darum, dass diese Veränderung überhaupt stattfindet.
Ich glaube wirklich, dass es mit der Negentropie der große Wurf sein könnte, dazu später mehr! Es gibt neues zu berichten.
Mein Fach ist Signalverarbeitung, Sprachverartbeitung, Mustererkennung und Entscheidungsbildung, nicht nur Theorie, sondern auch im algorithmisch-rechentechnischen Bereich.
Würde bei dir eher auf Tesla tippen, der hat auch Ideen gehabt (z.B. Skalarwellen), die man heute noch nicht umsetzen konnte bzw. für unmöglich erklärt hat.
Ich verfolge gern neue Ansätze, aber sie müssen irgendwie kompatibel zum generellen Weltbild sein, also Wellen, Teilchen, Quanten, Felder, Gravitation, was auch immer. "Negentropie" passt da nicht rein, würde diesen Rahmen sprengen.
-Die "Spezielle Negentropie-Theorie" (SNT) ist mit dem allgemein akzeptierten Weltbild absolut kompatibel. Grob vereinfacht: Gemäß der SNT wird Energie aufgewendet, um "Ordnung zu schaffen".
-Die "Allgemeine Negentropie-Theorie" (ANT), auf die Joker sich bezieht, geht weit darüber hinaus. Sie postuliert im Grunde, dass Ordnung nur in andere Ordnung überführt werden kann. Ordnung lässt sich laut ANT konzentrieren oder verdünnen. Verliert ein System Ordnung, muss die Ordnung irgendwo anders hin (das funktioniert allerdings nur unter der Annahme, dass der zweite Hauptsatz der Thermodynamik unvollständig ist).
-Weil auch Energie Ordnung enthält, ist die SNT ein Spezialfall der ANT.
Da ich weiß, dass ich nichts weiß, bin ich bereit auch der ANT eine Chance zu geben und sie weiter zu entwickeln! Wenn du der ANT skeptisch gegenüberstehst, kannst du dich bei "Theoria cum Praxi" auf die SNT beschränken.
Allerdings: "Theorien müssen nicht einmal stimmen, um Resultate zu liefern..."
Sehr schön zusammengefasst. Hoffe, das ist das, was Joker wirklich meint.
Man sollte das Prinzip, dass durch Energie Ordnung geschaffen werden kann, mal an einem Beispiel exerzieren. Meine Meinung war bisher immer, dass dazu immer noch Information zusätzlich nötig ist. Wo ist die? Oder man muss sich mal den Charakter von Energie genau ansehen, aber das übersteigt jedenfalls nach meinem Kenntnisstand die Möglichkeiten der heutigen Physik. Energie + Bauplan ist ok. Das ist praktisch immer so. Ob Produktion, Handwerk, Rechner. Ohne Kreativität sehe ich halt nur das Evolutionsprinzip, auch im kleinen (meine jetzt nicht die Entstehung von Leben oder Arten). Entstehung und Vernichtung von Varianten. Negentropie soll dem aber eine Richtung geben. In welcher Form ist also der Plan kodiert?
Möglicherweise reite ich hier zu viel auf Definitionen herum. Aber Definitionen sind wichtig, sonst hat man keinen gemeinsamen Nenner und redet aneinander vorbei.
ZitatMan sollte das Prinzip, dass durch Energie Ordnung geschaffen werden kann, mal an einem Beispiel exerzieren. Meine Meinung war bisher immer, dass dazu immer noch Information zusätzlich nötig ist.
Ja. Du brauchst z.B. ATP um Proteine zu synthetisieren (dabei wird in der Zelle eine "Ordnung" aufgebaut). Die dafür notwendigen Informationen werden von der DNA abgelesen. Laut SNT wird dafür die Energie aus ATP zur Synthese genutzt. Laut ANT wird die strukturelle Negentropie von ATP durch funktionelle Negentropie auf die Proteinstruktur übertragen.
Definitionen sind sehr wichtig. Gibt es eine Definition von Negentropie im Sinne von Joker? Oder läßt sich diese immer nur an ihren Wirkungen erklären?
Dass die Energie von ATP zur Proteinsynthese genutzt wird, und die Information aus der DNA kommt, ist ja nicht neu. Wenn man das als Negentropie-Übertragung bezeichnet, bringt das erstmal nichts neues. Kann man, muss aber nicht. Wenn man etwas neues entdecken will, dann muss man solche Vorgänge auf der Ebene der Elementarteilchen betrachten, inwieweit vielleicht Quanteneffekte eine Rolle spielen.
Wo genau sitzt die Negentropie und in welcher Form, wie wird sie übertragen und wo sitzt sie hinterher? Die Frage ist, ob der Begriff zwingend notwendig ist, um Vorgänge zu verstehen, die man mit den "klassischen" Mitteln uncl. der Quantentheorie nicht verstehen würde?
Wenn ein Proton den Platz wechselt, ist das schon Negentropie-Übertragung? Oder einfach eine Ladungsübertragung wie sonst auch in nicht-organischen Vorgängen?
Das wirklich Neue ist, das "Ordnung" in der Allgemeinen Negentropie-Theorie nie verloren geht ("Negentropie-Erhaltungssatz"). Eine ziemlich steile Hypothese mit weitreichenden Implikationen!
Zitat von Joker im Beitrag #104Beim Zerstören der Ordnung entsteht Negentropie (eine eigene Energieform), da die Gesamtordnung bzw. Menge der Negentropie immer gleich bleiben muss (Negentropie-Erhaltungssatz*). Diese kann verwendet werden, damit der Körper seine eigene Ordnung aufbaut, bzw. ohne Negentropie funktionieren komplexe biologische Prozesse wie Zellteilung nicht mehr. Das Ganze ist rein physikalisch zu sehen, nicht biochemisch.
*Negentropie-Erhaltungssatz:
Neg_ges = const
Die Gesamtmenge der Negentropie in einem geschlossenen System ist konstant.
Im sich ausdehnenden Raum sinkt somit die Negentropiedichte/Raumeinheit mit der Ausdehnung.
Stimmt die Theorie, stehen z.B. einige "esoterische" Behandlungsformen plötzlich in einem völlig neuen Licht dar.
P.S.: Ich denke, mittlerweile ist das Thread deutlich zu lang geworden um sich "mal eben" einlesen zu können. Soll ich das Thema aufteilen?
Zitat von Prometheus im Beitrag #384Das wirklich Neue ist, das "Ordnung" in der Allgemeinen Negentropie-Theorie nie verloren geht. ("Negentropie-Erhaltungssatz") Eine ziemlich steile Hypothese mit weitreichenden Implikationen!
Danke, du hast meine Theorie vollständig verstanden!
Ebenfalls von Bedeutung ist (in der ANT), dass in dieser Theorie die Ordnung nicht einfach so "aus Zufall" entstehen kann, sondern von eben außen zugeführt werden muss.
Landläufig gehen wir nämlich davon aus, dass es genügt, Energie und Nährstoffe zuzuführen und der Rest von selbst passiert. In Wirklichkeit speichert aber die DNA diese Negentropie (DNA als größter molekularer Negentropiespeicher), aber auch diese Negentropie ist irgendwann verbraucht. Der Zellkern ist kein Perpetuum Mobile, auch wenn er oft als solches betrachtet wird. Der Mensch lebt "von seiner (DNA)Substanz" und altert deswegen auch. Die Ordnung im Zellkern nimmt auch ab, siehe z.B. Epigenetik und der Zerfall der Chromosomen.
Es ist also eben nicht so, dass die Energie und Nährstoffe zum Erhalt des Lebens genügen. Energie kann zwar auch Negentropie tragen, jedoch in jeweils unterschiedlicher Menge. Wir sehen das Phänomen des Übergewichts, wir haben eigentlich genügend Energie und doch zu wenig, da mangels Negentropie(Ordnung) die Energie nicht verwertet werden kann! D.h. man kann bei energiereicher Ernährung oder bei ausreichenden Fettvorräten innerlich verhungern.
Somit ist bei Übergewicht und teilweise einigen anderen Krankheiten von einem Negentropiemangel auszugehen, d.h. entweder wird zu wenig Negentropie zugeführt oder zuviel abgeführt. Oder 3. Möglichkeit, der Körper kann die zugeführte Negentropie nicht richtig verwerten, Möglichkeit einer Negentropie-Verwertungsstörung.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #382 Dass die Energie von ATP zur Proteinsynthese genutzt wird, und die Information aus der DNA kommt, ist ja nicht neu. Wenn man das als Negentropie-Übertragung bezeichnet, bringt das erstmal nichts neues.
Die Information kommt nicht nur von der DNA, sondern muss auch in diese zurück!
Ich denke genau an dieser Stelle liegt dein Denkfehler. Hättest du Recht und die DNA würde nur der Ausgabe von Informationen dienen, also eine Art permanenter Datenspeicher, dann bräuchte man wahrlich keine Negentropietheorie.
Die sehr vereinfachte Darstellung, dass die DNA eine Einbahnstraße sei, die nur Informationen abgibt und nie welche bekommt, scheitert an der dahinterstehenden Komplexität. Wenn nicht Negentropie in der DNA akkumuliert werden könnte, also von außen in den Zellkern überführt werden könnte, dann würde es gar kein höheres Leben geben.
Selbstverständlich muss auch Ordnung in die DNA zurückgeführt werden, das ist sogar ein absolut entscheidender Punkt in der Negentropietheorie, bisher nicht näher von mir ausgeführt. Mir war der quantitative Negentropiestoffwechsel bisher wichtiger, da ich denke, dass alle Menschen einen quantitativen Negentropiemangel haben. Erst einmal müsste dieser Mangel behoben werden, über die DNA können wir uns später Gedanken machen.
Der Zellkern ist ein biologischer lebender Negentropie-Rechner, der Informationen aufnehmen und abgeben kann, also Input und Output. Um eine Information abgeben zu können, muss diese ja erst einmal im Zellkern sein und wie kommt sie da hinein?
Tatsächlich kannst du erlernte Fähigkeiten in deiner DNA abspeichern, das wurde bereits bewiesen. Also an dem Punkt fühle ich mich auf der sicheren Seite.
meine Auffassung zum Zufall kennst du ja, ich habe keinen Grund, sie zu verwerfen. Natürlich kann zufällig Ordnung entstehen. Wenn du genügend oft würfelst und 2x6 als Ordnung ansiehst, kommt das auch mal. Damit die Ordnung auch bestehen bleibt, braucht es dann noch Selektion, d.h. die Zufallsergebnisse müssen sich hinsichtlich irgendeiner Nützlichkeit unterscheiden, die bestimmten Varianten einen Vorteil bietet. Energie ist natürlich grundsätzlich notwendig, wobei ich diese jetzt ersteinmal nicht als Informationsträger ansehe. Im Würfelbeispiel wirkt sie unabhängig vom Ergebnis. Manche Leute würfeln ja besonders intensiv, um 2 x 6 zu kriegen ...
Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Alles andere wäre Kreationismus, d.h. irgendwer oder was dreht die Würfel in die zweckmäßige Lage. Wenn ersteinmal Intelligenz ins spiel kommt - der Mensch als Gestalter - sieht die Sache anders aus. Ein technischer Gegenstand hat auch eine Evolution, aber stark geführt - eben Kreationismus.
Mutationen können auch zufällig entstehen.
Ich habe nie gesagt, dass die DNA nur ein abgelesener Datenspeicher ist. Im Laufe der Entwicklung wurden ständig neue Gene eingebaut, der Mensch hat jede Menge davon, von denen man weder weiß, wo sie herkommen und wofür sie gut sind. Zum zweiten gibt es ja die umfangreiche Epigenetik, Gene werden ein- und abgeschaltet im Ergebnis von Regelkreisen. Über die Keimzellen können diese Informationen natürlich auch weitergegeben werden.
Epigenetische Reprogrammierung ist ein sehr wichtiges Thema. Nur - was ist die richtige Ordnung, die durch Zuführung von Negentropie wiederherstellbar ist. Ich denke, man muss ein Pattern haben - z.B. aus jugendlicher DNA - und das dann wieder in "Umlauf" zu bringen. "Ordnung als solche" gibt es in meiner Vorstellung nicht. Das für uns vlt. ungünstige Methylierungsmuster hat einfach einen bestimmten lokalen Selektionsvorteil, und es existiert lokal nichts, das die Information trägt, wie es richtig sein muss.
Ich hatte mal ein Projekt "Evolutionäre Optimierung von Erkennern". Diese Art der Optimierung führt zu lokalen Optima, um das zu vermeiden, muss es mal richtig "reinhauen", d.h. Individuen mit extremen Abweichungen von der Gruppe müssen generiert werden. Jetzt höre ich schon "ach daher kommt es .."
meine Auffassung zum Zufall kennst du ja, ich habe keinen Grund, sie zu verwerfen. Natürlich kann zufällig Ordnung entstehen. Wenn du genügend oft würfelst und 2x6 als Ordnung ansiehst, kommt das auch mal.
Nein, das ist eben genau keine Ordnung in Sinne der Negentropie!
2x6 ist nichts. Niederste Stufe der Unordnung. Also pure konzentrierte Entropie!
Alle Zahlen, die aus Zufall entstehen, sind pure Unordnung, egal ob es 2 x6 ist oder 1x5 und 1x2. Das ist gleichbedeutend - alles Entropie!
Selbst wenn beim Auswürfeln Shakespeares gesammelte Werke entstehen würden, wäre nichts gewonnen!!! Das wäre ungefähr, wie wenn du 100 Millionen Reihen im Lotto spielst um eine Million Euro zu gewinnen. Macht das Sinn? Du verlierst, obwohl du die 6 Richtigen triffst. Denn der Einsatz ist viel zu hoch im Verhältnis zum Gewinn! Ebenso würde das Auswürfeln von Shakespeares Werken sehr viel länger dauern, als diese Werke nochmal selbst neu zu erfinden.
Du gewinnst durch den Zufall nichts, da du IMMER mehr Aufwand reinstecken musst, als du an Information rausholst! Wenn du mal in einem Spielcasino warst, verstehst du vielleicht, was ich meine, wenn ich sage, gegen den Zufall kann man nicht gewinnen!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #387 Damit die Ordnung auch bestehen bleibt, braucht es dann noch Selektion, d.h. die Zufallsergebnisse müssen sich hinsichtlich irgendeiner Nützlichkeit unterscheiden, die bestimmten Varianten einen Vorteil bietet. Energie ist natürlich grundsätzlich notwendig, wobei ich diese jetzt ersteinmal nicht als Informationsträger ansehe. Im Würfelbeispiel wirkt sie unabhängig vom Ergebnis. Manche Leute würfeln ja besonders intensiv, um 2 x 6 zu kriegen ...
Wie bereits gesagt, selbst wenn du das gesamte menschliche Genom auswürfelst, hat du immer noch kein Leben.
Das wäre dann eine tote Buchstabenkette ohne Leben, genauso bedeutungslos wie wenn da gar nichts wäre. Wie gesagt, durch Zufall entsteht niemals Ordnung.
Ordnung im Sinne der Negentropie ist nicht eine Kette von Zahlen oder Buchstaben!
Ordnung im Sinne der Negentropie ist Kohärenz, Superposition und Singularität.
Selbst wenn du deinen Würfel Milliarden Jahre würfelst, wird er dadurch niemals einen der 3 begehrten Zustände erreichen! (Höchstens indem du gar nicht würfelst!!! Solange du noch nicht gewürfelt hast, hast du eine Art superpositionellen Zustand.)
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #387 Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Alles andere wäre Kreationismus, d.h. irgendwer oder was dreht die Würfel in die zweckmäßige Lage.
Für mich bist du ein Kreationist, der nur das Wort "allmächtiger Gott" mit "allmächtiger Zufall" vertauscht hat. Ansonsten ist die Religion identisch.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #387 Wenn ersteinmal Intelligenz ins spiel kommt - der Mensch als Gestalter - sieht die Sache anders aus. Ein technischer Gegenstand hat auch eine Evolution, aber stark geführt - eben Kreationismus.
Was ist Intelligenz? Negentropie! Folglich bleibt die Summe der Intelligenz (wie auch die Negentropie) im Universum immer gleich, ist nur unterschiedlich verteilt! Nicht unbedingt beim Menschen hochkonzentriert.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #387 Mutationen können auch zufällig entstehen.
Das ist richtig, aber sind in 99,999% der Fälle negativ. Nun ist die Zerstörung durch die 99,999% sehr viel größer als die 0,0001% Prozent, sagen wir positiven Mutationen. Selbst wenn mal eine positive Mutation kommt, machen die negativen Mutationen viel mehr kaputt, so dass in Summe nur negatives rauskommt.
Aber ich bin bereit, deinem Gedankengang zu folgen, lass es uns einmal durchgehen.
Um sowas wie Fliegen beim Vogel zu erzeugen, bräuchtest du 10.000 positive Mutationen gleichzeitig.
Also eine Wahrscheinlichkeit von 0,0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000 000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000
Schlicht gesagt, Evolution mit großen Sprüngen aus Zufall wäre theoretisch und praktisch vollkommen unmöglich! Nicht zu schaffen in Milliarden Jahren, nicht einmal in Trilliarden!
Und das ist nur ein einziger von tausenden Evolutionssprüngen.
Was aus Zufall möglich ist, sind zufällige Variationen von bereits bestehenden Eigenschaften, längere Beine, kürzere Beine! Andere Fellfarbe, Variationen im Gefieder, das kann reiner Zufall sein!
Trotzdem bin ich natürlich kein Kreationist. Ich stehe auf dem Boden der Wissenschaft! Evolution hat eben nur nicht den Zufall als Grundprinzip, sondern ein anderes Naturgesetz! Warum bestehst du darauf, dass Zufall die treibende Kraft sein muss? Auch meine Theorie ist materialistisch und naturwissenschaftlich geprägt!
Hat wohl wenig Zweck, hier weiterzudiskutieren. Natürlich sind die Argumente zu Wahrscheinlichkeiten m.E. schlicht falsch. Ich sehe keinerlei sachliche Argumentation, immer nur
"Für mich bist du ein Kreationist, der nur das Wort "allmächtiger Gott" mit "allmächtiger Zufall" vertauscht hat. Ansonsten ist die Religion identisch."
Was soll das?
"Ordnung im Sinne der Negentropie ist Kohärenz, Superposition und Singularität."
Ja, ok , mag sein. Was hat das mit Anti-Aging zu tun? Hab ich in allen posts dieses Thread keine Antwort daruf gefunden.
Aus diesem Grund will ich das Wort "Ordnung" nicht gerne verwenden, weil eine Hausfrau unter Ordnung einen leeren Raum, in dem nichts herumliegt, versteht!
So kommt es zu verheerenden Missverständnissen, ich will nicht einfach nur "aufräumen" im Körper!!! Ich will ein völlig neues Level erreichen, nämlich echte Verjüngung.
Das ganze Thema Negentropie hat viel mit Quantenphysik zu tun. Ordnung in der Quantenphysik ist etwas völlig anderes als das, was jeder im Alltag erlebt. Die meisten können sich gar nichts drunter vorstellen! Die Quantenphysik hat nun mal leider andere (schwer visualisierbare) Gesetze als die Hauswirtschaft.
ZitatWas hat das mit Anti-Aging zu tun? Hab ich in allen posts dieses Thread keine Antwort daruf gefunden.
Das ist nicht meine Schuld! Ich denke es waren schon einige sinnvolle Ansätze und Anregungen zum Anti-Aging dabei, und zwar nicht nur von mir alleine. Auch andere Mitglieder haben gute und brauchbare Vorschläge unterbreitet, die man weiter verfolgen sollte. Vielleicht hast du es ja überlesen?
Es gibt viele Ansätze für Anti-Aging/Reverse-Aging im Forum, sollte es jedenfalls. Ich habe nur noch nichts gesehen, was 1. zwingend aus Kohärenz, Superposition und Singularität und vlt. noch Verschränkung folgt und nicht auch anders erklärbar ist, 2. in Praxi einen reproduzierbaren Nutzen gezeigt hat.
Die Riechverbesserung z.B. fällt jetzt nicht darunter. Vielleicht habe ich es übersehen bei so vielen posts. Bitte um eine Erinnerung.
wie ist denn Deiner Meinung nach Sport unter Negentropiegesichtspunkten zu sehen? Ich meine nicht den ungesunden Leistungssport, sondern den Freizeitsport ambitionierter AA-Fans und vieler anderer gesundheitsbewußter Menschen, die Sport aus den bekannten gesundheitsfördernden Aspekten betreiben. Im Sinne von Negentropie, zumindest so wie ich es bislang verstanden haben, ist das Verhaltnis Aufwand und Nutzen doch relativ klein oder? Man steckt viel körperliche und auch psychische Energie in den Sport, verbraucht nicht nur überflüssige sondern auch wichtige und wertvolle Ressourcen und muß die erst wieder mühsam zuführen und erneuern, schwächt zumindest zeitweise deutlich das Immunsystem, zerstört Muskelmasse um sie dann verstärkt aufzubauen etc. Ist das alles richtig und sinnvoll im Sinne der Negentropie? Stimmt das Kosten/Nutzenverhältnis oder ist das bei der Negentropie nicht relevant. Ich habe da immer noch Dein Bsp. des Kaltduschen und dem Hinweis vorher unbedingt warm duschen im Kopf. Also erst Energie sozusagen zuführen, bevor man wertvolle Energie abgibt und verbraucht. Habe ich da etwas falsch verstanden oder wie ist Deine Meinung zu diesem Punkt?
Wer hat mehr funktionelle Negentropie - Der Fitte oder die Couchpotato?
Durch den Trainingreiz verlierst du kurzfristig strukturelle Negentropie und sammelst in der Regenerationsphase funktionelle Negentropie. Das du dafür Energie verbrauchst und benötigst stimmt zwar, aber man darf Energie nicht mit Negentropie verwechseln.
Der Negentropie-Verlust des Gesamtsystems während der Alterung übersteigt auf längere Sicht den Negentropie-Gewinn durch Training in einem Teilsystem.
OK, Prometheus, danke, offensichtlich verstehe ich das Thema noch nicht so richtig.
Wer hat mehr funktionelle Negentropie - Der Fitte oder die Couchpotato?
Diese Frage scheint einfach zu beantworten. Aber...; der Fitte hat zwar sein Herzkreislaufsystem trainiert oder Muskeln aufgebaut, aber viele dieser vermeintlich Fitten haben sich dabei Muskeln, Sehnen, Bänder, Knorpel etc. deutlich abgenutzt oder evtl. sogar einmal oder mehrfach verletzt(allein die vielen Läufer-und Radlerleiden füllen nicht nur die Arztpraxen sondern sicher schon Bücher), sind also fit, im Sinne der äußeren Bewertung und Maßstäbe die wir selbst setzen, aber nicht mehr hochfunktionell, um es mal so auszudrücken.
Wenn diese Frage eindeutig zu beantworten wäre, dann müßten ja weiterhin alle Fitte nicht nur älter als alle Unfitte sein, im Sinne einer Gesetzmäßigkeit von Negentropie, sondern auch die Ältesten überhaupt. Das ist aber nicht der Fall. Helmut Schmidts gibt es viele, als das eine Extrem, aber die Regel ist doch, daß auch diese Menschen oftmals nicht oder nicht bedeutend älter werden, als viele Couchpotatos. Die Realität ist also durchaus anders und komplexer. Viele der bekannten lebenden oder verstorbenen ältesten Menschen waren alles andere als Sportler und in der Tat oftmals eher Couchpotatos, vor allem die Frauen, die ja auch noch erstaunlicherweise die Mehrzahl der Ältesten sind. Die haben auf jeden Fall gegenüber den fitten älteren Männer ihrer Generation irgendeinen Vorteil gehabt. (Negentropievorteile vielleicht?, denn man kann nicht alles immer auf die Gene schieben, wenn man nicht weiß warum, im Positiven wie im Negativen).
Aber meine Frage bezog sich auch weniger auf einen Vergleich, ich meinte eher das Verhältnis Sport und Negentropie allg. Wenn ein Vergleich interessant wäre, dann nicht das Extrem Sportler gegen Couchpotato, sondern vielleicht eher Sportler und körperlich arbeitend aktiver Mensch, der Weinbauer auf Sardinien oder der Bergbauer auf der Alm oder der traditionelle Fischer auf allen möglichen Meeren.
Aber wie auch immer, offensichtlich bin ich noch nicht so drin im Thema, aber zumindest ein interessierter Mitleser.
Ich denke, du hast die Situation ziemlich treffend beschrieben!
Biologische Alterung geht unweigerlich mit Negentropieverlust einher. Aber ist Negentropieverlust gleichbedeutend mit biologischer Alterung? Ich denke nicht.
Möglicherweise bin ich da anderer Ansicht als Joker, aber aus meiner Sicht gilt:
Alterung= Epigenetisches Programm x Negentropieverlust
Was, wenn man einem Kind viel Negentropie zuführt -
Würde es dann schneller wachsen (das Wachstumsprogramm kann dann optimaler ablaufen)? Oder würde es aufhören zu altern (stoppt die Negentropie das Wachstumsprogramm)?
@Tizian Das ist ein verdammt schwieriges Thema! Als Unbeteiligter beim Thema Sport kann ich leider nicht so gut mitreden!
Trotzdem kurze Rückmeldung. Es gibt 2 Bewegungsformen, die ich trotz meines Bewegungsmangels gerne mag und die den Körper vermutlich nicht so stark schädigen wie die anderen: Schwimmen und Gehen. Beide gelenkschonend.
Man kann stundenlang gehen, das haben wir eher verlernt. Warum machen viele 15 Minuten Jogging und gehen nicht stattdessen eine Stunde spazieren? Denke Zeitmangel!?
Die größtmögliche Gelenkschonung ist das Eingipsen. Was passiert dabei? Hat da jemand schon mal praktische Erfahrungen gemacht?
Auch Gelenke benötigen hormetische Reizung. Sportverletzungen entstehen aus suprahormetischer Beanspruchung.
Übrigens: Das Training an sich ist fast immer im hormetischen Bereich, da der Körper im Normalfall merkt, wo die Schmerzgrenze erreicht wird. Der Hautpfehler, der suprahormetische Schäden produziert ist die VERKÜRZUNG der REGENERATIONSZEIT!
Es braucht Zeit, bis die strukturelle und funktionelle Negentropie zurück ist!
Minimale Dosen Bor bewirkten eine Lebenverlängerung von 9,5% an der Fruchtfliege. Zu hohe Dosen bewirkten hingegen eine Verkürzung.
ZitatLower concentrations gave small but significant increases in life span. Supplementing a very low boron diet with 0.00025 M sodium borate improved life span by 9.5%.
Meine Vermutung ist, dass die Gabe von zuviel Bor bei der Fruchtfliege die benötigte Negentropie aufsaugt, so dass sie nicht mehr zur Verfügung steht. Geringes Bor sollte bei der Negentropie-Akkumulation unterstützen, gerade bei den dunklen Exzitonen/dunklen Polaritonen. Bei einer hohen Negentropie-Zufuhr halte ich jedoch Lebensalter-Steigerungen weit über die 10% auch bei höherer Bor-Zufuhr für möglich (Achtung, nicht übertreiben beim Bor! Maximaldosis konnte ich noch nicht bestimmen. Daher mit der kleinsten empfohlenen Dosis von Bor-Nahrungsergänzung beginnen.)
Somit meine aktuelle Liste der Negentropie-NEM: 1.) TTM = Tetrathiomolybdat 2.) Bor
Ja ja … ich weiß ja! Diese Fake-Studien immer, die finanziert werden von den jeweiligen Firmen, die ihre Produkte loswerden möchten.
Deshalb: Solche Studien sind immer mit Vorsicht zu genießen.
Hier sehe ich keinen Sponsor, deshalb rede ich mal über die Studie. 10 Kraftsportlern gibt man 2,5 mg Bor …
Deutliche Steigerung der Testosteron-Werte Deutliche Steigerung der „Lean Body Mass“ (Magermasse) Deutlicher Zuwachs an Kraft (Bankdrücken, Kniebeugen) (Ferrando, 1993)
Wenn du wüsstest, wie oft ich genau diese Zeilen schon gelesen haben. Es ist quasi immer dieselbe Leier. Deshalb werte ich das auch nicht so stark. Aber trotzdem: Man kann es ja zur Kenntnis nehmen. Oder nicht?
Ein ganzer Organismus in Superposition - ist das möglicherweise bereits technisch realisierbar?
"Can we create quantum superposition of an entire organism as proposed by Schrodinger in 1935? Can we entangle a macroscopic state of an entire living organism to a microscopic state of an atom or an electron to make a close analog of the Schrodinger's cat thought experiment? Remarkably, these long-sought goals in quantum mechanics may be realizable with the state-of-the-art technologies [11, 12].
[...]
In 2015, T. Li and Z.-Q. Yin proposed to create quantum superposition and entangled states of a living microorganism by putting a small bacterium or a virus on top of an electromechanical oscillator, such as a membrane embedded in a superconducting microwave resonant circuit (Fig. 12) [12]. By using an electromechanical oscillator instead of optical levitation in vacuum, this approach avoids the heating due to laser absorption. Electromechanical oscillators imbedded in superconducting circuits have been cooled to quantum ground state by several groups[10, 31, 89{94]. Advanced control techniques of superconducting circuits, including quantum teleportation with superconducting circuits, have also been demonstrated [43]. In addition, most microorganisms can survive in the cryogenic environment, which is required to use the superconducting circuits. Microorganisms will be frozen in a cryogenic environment. But they can be still living and become active after thawing [95]. Cryopreservation is a standard technology for preserving biological samples for long periods and is used clinically worldwide [95]. Most microorganisms can be preserved for several years in cryogenic environments without losing vitality [96]. Even some organs can be preserved at cryogenic temperatures [97]." https://arxiv.org/pdf/1608.05322.pdf
Offenbar ist die Kombination aus Kryokonservierung und Supraleitern ein vielversprechender Ansatz um Mikroorganismen so viel Negentropie zuzuführen, dass sie in Superposition gehen. Die Autoren schreiben, dass die Kryokonservierung erforderlich ist, weil die Supraleiter nur bei diesen niedrigen Temperaturen supraleitfähig sind. Dieser Ansatz ist allenfalls für Kryoniker interessant....
Allerdings ist kürzlich erst herausgefunden worden, wie Supraleitung auch bei Raumtemperatur möglich ist: Mit Rubidium-angereicherten Fullerenen!
ZitatFür Pflanzen ist Rubidium vermutlich nicht essentiell, bei Tieren scheint es für den normalen Verlauf der Trächtigkeit notwendig zu sein. Der Rubidiumbedarf des Menschen dürfte bei weniger als 100 µg pro Tag liegen. Mit der üblichen Mischkost kommt er auf etwa 1,7 mg am Tag. Ein Rubidiummangel ist bei diesem Angebot ebenso wenig zu erwarten wie eine nutritive Rubidiumbelastung. Tee und Kaffee – Arabica-Kaffee hat den höchsten Rubidium-Gehalt, der in Lebensmitteln festgestellt wurde (Arabica-Bohne: 25,5–182 mg/kg Trockensubstanz)[14] – liefern Erwachsenen im Mittel 40 % der verzehrten Rubidiummenge. Rubidium wirkt im zentralen Nervensystem und beeinflusst dort die Konzentration von Neurotransmittern,[15] ein Einsatz von Rubidium als antidepressiver Wirkstoff wird diskutiert. Ein Rubidiummangel kann bei Dialysepatienten vorliegen.[16][17