Zitat von Prometheus im Beitrag #447Wenn man der Alterung etwas positives abgewinnen möchte, wird meist auf die große Lebenserfahrung hingewiesen. Die hätte man aber auch, wenn man sich biologisch wieder verjüngt!
Zustimmung
Zitat von version2 im Beitrag #448Wir sind uns aber alle im Klaren drüber, dass dort ein anderes Thema beschrieben wird als sich einzureden, man wäre gar nicht alt, sondern jung, oder?
Zitat von version2 im Beitrag #450as eine beschreibt eine fatalistische Sicht der Gesellschaft auf das Thema Alterung sowie deren Folgen und das andere ist der Glaube, als Individuum Alterung durch die "Kraft der Gedanken" (oder ähnliches) aufhalten zu können.
@version2 Falls du Wert darauf legst, ja wir sind uns einig, was dieser Artikel aussagt. Zudem es "nur" eine Enyzklopädie ist.
Zitat von version2 im Beitrag #450Das eine beschreibt eine fatalistische Sicht der Gesellschaft auf das Thema Alterung sowie deren Folgen
Eine Sicht auf etwas hat nur das Individuum, nicht die Gesellschaft. Sehr viele Leute sind der festen unausrottbaren Überzeugung, die reicht bis ins Unterbewusstsein, dass sie alt und krank werden um dann zu sterben. Genau da fängt das Problem mit dem Anti-Aging an.
Zitat von version2 im Beitrag #450der Glaube, als Individuum Alterung durch die "Kraft der Gedanken" (oder ähnliches) aufhalten zu können.
Nein es ist nicht die "Kraft der Gedanken". Das Unterbewusstsein denkt nicht, es folgt gewissen eingeprägten "Scripten" oder settings, wie auch immer. Damit die abgearbeitet werden muss man nicht denken. Sie zu ändern bedarf natürlich etwas Anstrangung, ja man muss auch denken dazu. Vor allem selbstkritisch sein, woran es oft schon mangelt. Man braucht auch etwas Intelligenz, um erstmal zu verstehen wie das zusammenhängt.
Zitat von version2 im Beitrag #450Wie ist das denn bei C. elegans?
Ich behaute nicht alle Alterungsfaktoren zu erschlagen. Derm armne Rundwurm stehen mit seinen paar 100 Zellen diese Möglichkeiten nicht zu Verfügung. Mäusen fehlt sich die Einsicht, sie machen sicher sehr viel unbewusst.
Zitat von version2 im Beitrag #450Vielleicht optimierst du deine Hormonausschüttung auch etwas
Es geht vor allem um Botenstoffe der Hypophyse, die signalisieren, dass es mehr n Richtung Verjüngung geht. Ich empfehle wirklich mal die "Biologiy of Belief" zu lesen. Natürlich kann man nicht jede Fehlentwicklung insbesondere auch im extrazellulären Bereich komensieren. Josh Mitteldorf kam auch mal zu der letzten Möglichkeit, dem Unterbewusstsein "Jugend" aufzuprägen und es dem Körper zu überlassen, die richtigen Moleküle herzustellen. Die Methode der Re-Programmierung hat den Vorteil, man ändert sich relativ schnell in die gewünschte Richtung und es gibt die nicht unbegründete Annahme, es tut sich wirklich was zellulär. Andere Interventionen sind ja nicht ausgeschlossen. Vitamine, Minerale, Aminos braucht man trotzdem natürlich. Würde wohl auch mancher Jugendliche brauchen. Und Risiko ist quasi 0.
Es gibt fundamental wichtige Schnittstellen zwischen Gedanken und dem vegetativen Nervensystem!
Es ist ja nicht nur so, dass ein auf Verjüngung ausgerichtetes Mindset zu mehr Anti-Aging/Reverse-Aging-Maßnahmen motiviert. physikalisch/biochemische Auswirkungen entstehen in erster Linie durch eine Steuerung des Cholinergen-antiinflammatorischen-Signalwegs!
Es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen! Beispielsweise können Yogis oder Apnoetaucher drastischen Einfluss auf ihr vegetatives Nervensystem erlangen und z.B. ihren Herzschlag spektakulär verlangsamen. Sehr ausführliche Infos über dieses Thema finden sich auch bei Longecity: https://www.longecity.org/forum/topic/56...s-learning-log/
Mag sein, aber das ist ja nur ein exemplarisches Beispiel, wie groß der Einfluss des Mentalen auf das gesamte vegetative Nervensystem ist. Gegenbeispiel wäre chronischer Stress mit massiv erhöhten Cortisolwerten, den man sich komplett selber machen kann. Rein mental. Verkürzt die Lebenszeit mitunter drastisch! Im Umkehrschluss könnte man mit der richtigen Mentalität auch "seinem Körper sagen", dass er sich verjüngen soll, und das vegetative Nervensystem führt aus. Ich denke, dass ist die Idee dahinter.
Zitat von version2 im Beitrag #450Vielleicht optimierst du deine Hormonausschüttung auch etwas
Es geht vor allem um Botenstoffe der Hypophyse, die signalisieren, dass es mehr n Richtung Verjüngung geht. Ich empfehle wirklich mal die "Biologiy of Belief" zu lesen. Natürlich kann man nicht jede Fehlentwicklung insbesondere auch im extrazellulären Bereich komensieren. Josh Mitteldorf kam auch mal zu der letzten Möglichkeit, dem Unterbewusstsein "Jugend" aufzuprägen und es dem Körper zu überlassen, die richtigen Moleküle herzustellen. Die Methode der Re-Programmierung hat den Vorteil, man ändert sich relativ schnell in die gewünschte Richtung und es gibt die nicht unbegründete Annahme, es tut sich wirklich was zellulär. Andere Interventionen sind ja nicht ausgeschlossen. Vitamine, Minerale, Aminos braucht man trotzdem natürlich. Würde wohl auch mancher Jugendliche brauchen. Und Risiko ist quasi 0.
Danke für die Erläuterungen @Dr.Faust . "Biology of Belief" zu lesen, um Anti Aging Strategien zu entwickeln halte ich für ungefähr so sinnvoll, wie sich von einem Lauch Tipps zum Kraftsporttraining geben zu lassen. Der Lipton sieht nunmal alt aus und ist somit keine Autorität auf diesem Gebiet. Das bringt uns zu der interessanten Frage, wieso Menschen so oft den Fehler begehen, auf Leute zu hören, die selbst wenig vorzuweisen haben? Ich hol mir ja auch keine Investmenttipps von einem Normalverdiener.
Zitat von Prometheus im Beitrag #453Es lohnt sich, sich mit diesem Thema zu beschäftigen! Beispielsweise können Yogis oder Apnoetaucher drastischen Einfluss auf ihr vegetatives Nervensystem erlangen und z.B. ihren Herzschlag spektakulär verlangsamen. Sehr ausführliche Infos über dieses Thema finden sich auch bei Longecity: https://www.longecity.org/forum/topic/56...s-learning-log/
Und es lohnt sich noch mehr, sich mit Anti Aging Therapien zu beschäftigen! Das sind doch alles Nebenschauplätze! Sicherlich interessant, aber nicht essentiell. Potentiell sogar gefährlich, wenn man die eigentlich wichtigen Interventionen dafür vernachlässigt.
Zitat von version2 im Beitrag #456Frage, wieso Menschen so oft den Fehler begehen, auf Leute zu hören, die selbst wenig vorzuweisen haben?
Hallo doch etwas daneben. Schon mal gesagt, ich "höre" auf niemanden. War ca 10 Jahre wissenschaftlich tätig an der TU auf dem Gebiet der menschlichen Lautsprache. Der Lipton zielt garnicht auf Anti-Aging, aber das Buch ist sehr amüsant, musste öfter laut lachen, wie treffend manches war. Ich habe das erst später entdeckt. Ich kanns empfehlen, egal wie der Autor aussieht. Die Idee, Psychosomatik und Programmierung des Unterbewusstseins für Verjüngung zu nutzen, kam mir beim Lesen des Blogs von Mark Maslow, dem Coach für Kraftsport etc. Der schrieb, dass man sein Unterbewusstsein ändern muss, wenn man vom Couchpotato zum begeisterten Sportler werden will, der nicht denkt - ach ich soll ja laufen - sondern dem es ein inneres Bedürfnis, jetzt richtig Sport zu machen. Dazu Placebo-Berichte. Das Anti-Aging trieb mich schon lange um, fing an mit de Grey "Ending Aging". Einfach "abkupfern" geht garnicht. Man baut an seinem geistige Modell des Gegenstandes (z.B. der Zelle) und fügt Stücke hinzu, die plausibel erscheinen und keinen Widerspruch generieren. Und wenn man meint, zieht man Schlüsse aus seinem Modell. Etwa so geht Wissenschaft. Neben Lipton habe ich 80 weitere Bücher zum Thema Alterung und drumherum, auch bissl Medizin (mein Sohn ist Neurologe), dazu tausende Paper, geordnet.
Zitat von version2 im Beitrag #456Frage, wieso Menschen so oft den Fehler begehen, auf Leute zu hören, die selbst wenig vorzuweisen haben?
Hallo doch etwas daneben.
Wieso? So oft wie du ihn hier empfiehlst...
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #457Der Lipton zielt garnicht auf Anti-Aging, aber das Buch ist sehr amüsant, musste öfter laut lachen, wie treffend manches war. Ich habe das erst später entdeckt. Ich kanns empfehlen, egal wie der Autor aussieht.
Wozu denn? Wie man mit 78 wie 78 aussieht? Kann schon sein, dass er akademisch was drauf hat, kreativ ist und tolle Bücher schreibt. Trotzdem ist es für Anti Aging nach allem was man sagen kann ungenügend. Gut, vielleicht ist meine Definition von Anti Aging auch zu strikt, denn ich verstehe Reverse oder zumindest Stop Aging darunter. Unser Fokus sollte darauf liegen, finde ich.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #457Die Idee, Psychosomatik und Programmierung des Unterbewusstseins für Verjüngung zu nutzen, kam mir beim Lesen des Blogs von Mark Maslow, dem Coach für Kraftsport etc. Der schrieb, dass man sein Unterbewusstsein ändern muss, wenn man vom Couchpotato zum begeisterten Sportler werden will, der nicht denkt - ach ich soll ja laufen - sondern dem es ein inneres Bedürfnis, jetzt richtig Sport zu machen. Dazu Placebo-Berichte. Das Anti-Aging trieb mich schon lange um, fing an mit de Grey "Ending Aging". Einfach "abkupfern" geht garnicht.
Das klingt gut.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #457Man baut an seinem geistige Modell des Gegenstandes (z.B. der Zelle) und fügt Stücke hinzu, die plausibel erscheinen und keinen Widerspruch generieren. Und wenn man meint, zieht man Schlüsse aus seinem Modell. Etwa so geht Wissenschaft. Neben Lipton habe ich 80 weitere Bücher zum Thema Alterung und drumherum, auch bissl Medizin (mein Sohn ist Neurologe), dazu tausende Paper, geordnet.
Hier wird es wieder unverständlich für mich. Deine hier geteilte Literaturliste erinnert jedenfalls eher an Selbsthilfe/Esoterik. Wenn ich das kritisiere, dann weniger weil ich Spaß daran habe, sondern eher weil ich es für Zeitverschwendung halte und hoffe, dich bzw. deinen Intellekt für die wichtigeren Themen begeistern zu können.
Zitat von version2 im Beitrag #458Deine hier geteilte Literaturliste erinnert jedenfalls eher an Selbsthilfe/Esoterik.
Ich bin dankbar für jeden weiteren Literaturhinweis in dieser Richtung. Da es ja nicht gerade mainstream ist, gibt es nicht so furchtbar viel. Und vor "Esoterik" fürchte ich mich nicht. Habe hinreichend in Psiram gestöbert. Jemand schrieb mal, da rein zukommen, ist eine Ehre. Und mit dem Blick aufs Psychische sehe ich manches da auch anders. Aber Selbsthilfe stimmt. Ich will mir ja selbst helfen. Im übrigen weiß ich nach 7-8 Jahren Beschäftigung mit der Thematik doch einiges. Wär schön ich könnte es professionell machen. Ich habe mich halt erstmal für den Weg übers Psychische entschieden und fühle mich sehr gut damit. Ich bin wie gesagt auch risikobewusst und habe die mathematische Spieltheorie im Hinterkopf. Für Zeitverschwendung hab ich keine Zeit, denn es gibt noch einige Themen die auf mich warten. Dank eines Umzugs kürzlich von 100 auf 90 qm arbeite ich jetzt als Tischler und Elektriker. Im übrigen denke ich nicht, dass sich Alterung durch einen Stoff stoppen oder umkehren lässt. Ob die "Hallmarks of Aging", die schon de Grey gelistet hat, alle an einer Ursache hängen? Und es ist nicht egal von welchem Zustand aus man die Verjüngung startet. In einem Zustand, wo man total faltig ist und kaum noch laufen kann und Schmerzen hat, wird auch die Psycho-Methode nicht mehr machbar.
Zitat von version2 im Beitrag #458Zitat von Dr.Faust im Beitrag #457Man baut an seinem geistige Modell des Gegenstandes (z.B. der Zelle) und fügt Stücke hinzu, die plausibel erscheinen und keinen Widerspruch generieren. Und wenn man meint, zieht man Schlüsse aus seinem Modell. Etwa so geht Wissenschaft.Neben Lipton habe ich 80 weitere Bücher zum Thema Alterung und drumherum, auch bissl Medizin (mein Sohn ist Neurologe), dazu tausende Paper, geordnet.
version2 : Hier wird es wieder unverständlich für mich. Deine hier geteilte Literaturliste erinnert jedenfalls eher an Selbsthilfe/Esoterik. Wenn ich das kritisiere, dann weniger weil ich Spaß daran habe, sondern eher weil ich es für Zeitverschwendung halte und hoffe, dich bzw. deinen Intellekt für die wichtigeren Themen begeistern zu können.
Meine Großmutter mütterlicherseits hat gerne Liebesromane gelesen, meine Großmutter väterlicherseits hat Kriminalromane bevorzugt, beide kannten hunderte davon. Dr.Faust liest die von ihm verlinkten Bücher gerne, das ist doch auch ein schönes Hobby, jeder nach seiner Fasson und Vorliebe. Allerdings habe ich die Zitate meiner Omas besser verstanden als die von Dr. Faust, sie waren klarer in ihrer Aussagekraft.
Mit AA hat das alles aber nichts zu tun, wiewohl es einen hohen Freizeitwert haben kann und zwar das Lesen jeglicher Literatur.
Zitat von parcel im Beitrag #460Meine Großmutter mütterlicherseits hat gerne Liebesromane gelesen
Ich kann gern meine Literaturliste zum Thema "Bildende Kunst und Musik" senden (1 m). Die meisten Bücher dürften nicht jeden interessieren, sie betreffen die Technik der automatischen Sprachverarbeitung und pattern recognition. Oder auch Reiseführer weltweit, hab ich immer gern gelesen. Liebesromane weniger, war mehr an der Praxis interessiert. Ich lese nicht ständig A-Aging-Bücher. Vielleicht sollte ich mal eins schreiben? Ich muss Verjüngung u.a. deshalb betreiben, damit ich zur Verjüngung forschen kann. Da ist noch Luft nach oben. Und für die mangelnde Klarheit meiner Beiträge entschuldige ich mich. I do my best.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #461Liebesromane weniger, war mehr an der Praxis interessiert. Ich lese nicht ständig A-Aging-Bücher. Vielleicht sollte ich mal eins schreiben? Ich muss Verjüngung u.a. deshalb betreiben, damit ich zur Verjüngung forschen kann. Da ist noch Luft nach oben.
Ja, meine Großmütter waren auch ziemlich interessiert an der Praxis, so weit ich das beurteilen kann. Allerdings irgendwann holte sie das Alter ein, wie eigentlich jeden Menschen und da haben sie dann gerne bzgl. Lebensweisheiten, auf Romane zurückgegriffen . Die Eine aber mehr auf Krimis, die konnte diesen Liebensgeschichten nicht viel abgewinnen
Und ja, wir werden alle sterben. Der eine früher, der andere später. Auch hier ist jemand im Anti-Aging-Forum auf einmal nicht mehr da. Es ist wie es ist.
Also, wir alle können heute zwar A-A und so einiges tun oder bemühen uns zumindest dahingehend redlich. Auch foristisch.
Aber dem Leben und der Natur oder dem Universum oder wem auch immer, ist das und sind wir als Individuen völlig egal und bedeutungslos.
Also hatte dieser kluger und berühmte Mann vielleicht (wahrscheinlich) völlig recht!
Das ist gar keine Resignation, sondern ein Witz und lebensbejahend. Macht das Beste draus...
Also, lohnt es sich wirklich in dieser Hinsicht sich über etwas zu "streiten", statt sich auszutauschen oder besserzuwissen?
Lasst uns alle das Leben genießen und nicht streiten. Alles Leben ist kurz genug, definitiv offensichtlich leider immer noch, zumindest für uns begrenzt und die Höchstlebensflyer im Langlebigenranking sind oft kurios genug, nicht nur nur in ihren Tips für langes Leben. Und Deutsche mit dem angeblich besten, auf jeden Fall dem teuersten Gesundheitssystem der Welt, sind sowieso nicht dabei. Vielleicht gerade deswegen... Obwohl die angeblich glücklichsten Menschen der Welt, die Dänen, sind auch nicht unter den Langlebigsten... Komisch oder? Wie auch immer...An der Psyche und Lebensfreude liegts also eher nicht. Was dann?
Wer weiß das schon. Die Nordmenschen, gegen jede Kälte gut gewappnet, die Südmenschen, Hitze gewöhnt. Beide in ihrer Zone (Überlebens)künstler und Krieger. Wird jetzt alles vermengt, die natürliche Ordnung geht verloren. Prallt das vielleicht nicht nur heute wieder aufeinander und schafft Agression? Der weiße Mann soll an allem Übel der Welt Schuld sein und doch lebten wir heute noch in der Steinzeit, hätte der weiße Mann die Dinge nicht erfunden und den Stein ins Rollen gebracht. Seltsam alles und verrückte Zeiten.
Bin gestern auf diese Buchliste gestoßen. Merkt jemand etwas? Ach wie schön ist doch das Alt-Werden! Also tiefenpsychisch kontraproduktiv, jedenfalls wenn man jünger werden möchte. Irgendwie scheint das zu stimmen, dass wir sterben, weil wir ganz fest dran glauben. Übrigens ein Testament geht auch in die Richtung. https://www.shop-apotheke.com/aelterwerden-altern-buecher/
Zitat von Tizian im Beitrag #463Und ja, wir werden alle sterben. Der eine früher, der andere später.
Irgendwie ist mir der Gedanke aus tiefstem Inneren echt fremd. Ich muss den nicht verdrängen unter Aufwendung von Denkarbeit, er kommt einfach nicht. Ein ehm. Forist - fast jeder kennt ihn - hat mal behauptet, dass er von den "Deathisten" verfolgt wird. Also direkt verfolgt fühle ich mich nicht.
Wissenschaftler haben herausgefunden, warum wir Angst vor Clowns haben
ZitatWir haben auch festgestellt, dass Frauen mehr Angst vor Clowns haben als Männer. Der Grund für diesen Unterschied ist nicht klar, aber er spiegelt Forschungsergebnisse zu anderen Phobien wie der Angst vor Schlangen und Spinnen wider.
Wir entdeckten auch, dass Coulrophobie mit zunehmendem Alter abnimmt, was wiederum mit der Erforschung anderer Ängste übereinstimmt.
Interessanterweise fanden wir heraus, dass die endgültige Erklärung, eine beängstigende persönliche Erfahrung mit einem Clown gehabt zu haben, die geringste Übereinstimmung hatte. Dies deutet darauf hin, dass Lebenserfahrung allein keine ausreichende Erklärung dafür ist, warum Menschen Angst vor ihnen haben.
Früher waren mir auch Menschen die Masken getragen haben unheimlich. Ich war einmal in der Karnevalszeit im Schwarzwald und dort wurden an bestimmten Tagen auch so merkwürdige Masken getragen, das fand ich auch etwas gruselig.
Was vor allem bei älteren Leuten auffällt, aber schon früher anfängt ist die Unfähigkeit, interessierte Unterhaltungen zu führen. Damit ist nicht die Redefähigkeit gemeint, sondern das Interesse am Gegenüber. Stark verallgemeinernd: Je älter, desto mehr wollen sie von sich erzählen und desto weniger Interesse zeigen sie, anderen zuzuhören. Eine gute Unterhaltung sieht aber so aus, dass jeder ungefähr den gleichen Redeanteil hat und auch was von sich erzählen kann. Das kapieren die meisten Menschen irgendwie nicht, schon ab 40-50 wird es in der Hinsicht immer schlimmer. Ich gebe mir immer Mühe, anderen Menschen egal welchen Alters zuzuhören und Ihnen auch interessierte Fragen zu stellen. Irgendwie wird das dann oft von älteren als Einladung verstanden, einen einseitig voll zu quasseln und die Lebensgeschichte auszubreiten. Das ist eigentlich schade, weil es mir auch die Motivation nimmt, mich auf weitere Gespräche mit solchen Menschen einzulassen. Jedenfalls sollte man für AA-Psychologie darauf achten, auch dem anderen zuzuhören und nicht deutlich mehr zu reden als er. Denke nicht du kannst von einem Menschen nichts lernen, weil er jünger ist als du.
Das ist natürlich nicht auf alle älteren Menschen bezogen. Es ist nur ein Muster, das mir auffiel. Mit nicht wenigen kann man sich prima unterhalten.
#470 Das dürfte aber noch eine weit entfernte Zukunft sein, bis es dich wirklich betrifft, oder? Mir ist das nur schon öfters aufgefallen und ich denke es ist auch mit ein Grund, wieso Menschen im Alter leider immer einsamer werden. Unsere Gesprächskultur ist unterentwickelt.
Jetzt könnte man diskutieren, was Ursache und Wirkung ist. Führt Einsamkeit zu einem erhöhten Mitteilungsbedürfnis oder führt die mangelnde Gesprächsführung irgendwann zu Einsamkeit. Ist aber wirklich ein Problem, dass man nach dem -- wenn ich es mal so nennen darf -- Dating und Party-Alter überwiegend weniger neue Leute kennenlernt. Früher hat man sich angefreundet, weil man zufällig nebeneinander gesessen hat, später setzt man sich zusammen, weil man zufällig befreundet ist.
Zitat von Methusalem im Beitrag #472Jetzt könnte man diskutieren, was Ursache und Wirkung ist. Führt Einsamkeit zu einem erhöhten Mitteilungsbedürfnis oder führt die mangelnde Gesprächsführung irgendwann zu Einsamkeit. Ist aber wirklich ein Problem, dass man nach dem -- wenn ich es mal so nennen darf -- Dating und Party-Alter überwiegend weniger neue Leute kennenlernt. Früher hat man sich angefreundet, weil man zufällig nebeneinander gesessen hat, später setzt man sich zusammen, weil man zufällig befreundet ist.
Ich habe immer das Gefühl, dass die meisten Menschen hemmungsloser werden und dass das Taktgefühl mit den Jahren ein wenig verloren geht. Worüber unterhalten sich denn die meisten Menschen? Über ihre Krankheiten und was sie von morgens bis abends alles so tun, richtig interessant ist das für niemanden. Es ist auch keine Bereicherung für einsame Seelen, es überzeugt sie eher, dass sie alles richtig machen.
Dass das Leben kein Ponyhof ist, haben alle Menschen ab einem gewissen Alter bereits leidvoll erfahren.
Der Destruktionstrieb ist eine Unterform des von Sigmund Freud postulierten Todestriebs und ist somit ein Begriff, der aus der Psychoanalyse stammt.
ZitatFreud ging in seiner Triebtheorie davon aus, dass es zwei unterschiedliche Primärtriebe gibt, die dem Menschen angeboren sind. Diese sind der Lebens- als auch der Todestrieb. Während der Lebenstrieb die Selbst- und Arterhaltung sichert, geht Freud davon aus, dass Menschen aufgrund des Todestriebs danach streben, sich aufzulösen und in den „uranfänglichen, anorganischen Zustand zurückzuführen strebe[n]"“ (Sigmund Freud: [1]). Nach Freud ist dieser Todestrieb gegen die eigene Person gerichtet, der Destruktionstrieb jedoch gegen andere Menschen und Objekte und äußert sich durch Aggression. Nach Freud spiegelt sich dies in einer abgeschwächten Form auch im Sadomasochismus wider.
Freud schreibt dazu:
„Weiter führte die Idee, daß sich ein Anteil des Triebes gegen die Außenwelt wende und dann als Trieb zur Aggression und Destruktion zum Vorschein komme. Der Trieb würde so selbst in den Dienst des Eros gezwängt, indem das Lebewesen anderes, Belebtes wie Unbelebtes, anstatt seines eigenen Selbst vernichtete.“