... ist es evolutionär angelegt oder hat sich (z.B.) das endocannabinoide System doch erst mit dem Konsum entwickelt!? :) Wenn es keine Rezeptoren gäbe, könnte keine Droge, kein Schmerzmittel usw. "wirken". (Und gilt das auch für Synthetika?)
Es bleibt das Henne-Ei-Paradoxon: Was war zuerst? ;)
Ähnlich könnte es auch mit den Sinnen und der Wahrnehmung sein - quantenphilosophisch gefragt: Ein Baum fällt - macht das ein Geräusch, wenn keiner zuhört? Ist "Wirklichkeit" eine Frage der Wahrnehmung und deren Interpretation? Ui,ui ...
Ich denke einfach, dass Zellen auf ihren Wanderungen "?was?" vorgefunden haben, sich zu Haufen formiert haben, sich zu Organellen, Organen und Organismen spezialisiert haben und sich mit dem menschlichen Gehirn zu "höchstentwickelten" uns bekannten Interpretations- und Befehlssystem entwickelt haben. (War der "Geist" vorher oder ist er so entstanden?) Ich glaube an die Intelligenz der Optimierung und der Homöostase in Systemen - manchmal bin ich halt Immaterialist und Möchtegern-Immortalist.
Zitat von mithut im Beitrag #201... ist es evolutionär angelegt oder hat sich (z.B.) das endocannabinoide System doch erst mit dem Konsum entwickelt!? :)
Natürlich gab es die Rezeptoren schon lange, bevor die ersten Menschen Cannabis-Produkte konsumiert haben. Aber wenn wir schon bei Psychoaktiven Substanzen sind...
Magic-Mushrooms-Wirkstoff hilft gegen Ängste In zwei Studien wurde eine Einzeldosis von Psilocybin in Tablettenform an Krebspatienten getestet. Angst- und Depressionsgefühle gingen deutlich und langanhaltend zurück.
Halluzinogene Pilze gegen die Angst vorm Tod? Taugt das Rauschmittel Psilocybin zur Behandlung von Ängsten und Depressionen? Eine Studie mit Krebspatienten liefert nun zumindest vorsichtige Anhaltspunkte in diese Richtung.
Psilocybin – der Stoff, der den so genannten "Zauberpilzen" oder "Magic Mushrooms" ihre halluzinogene Wirkung verleiht – löst beim Menschen ähnliche Rauschzustände wie LSD aus. In Deutschland ist die Substanz daher verboten. Möglicherweise taugt sie aber auch als Mittel gegen Ängste und Depressionen. Darauf deutet nun eine Studie hin, in der Wissenschaftler um Roland Griffiths von der Johns Hopkins University School of Medicine in Balitmore Psilocybin an 51 Krebspatienten testeten.
ZitatWährend des Versuchzeitraums erhoben die Forscher mehrfach den Gemütszustand, die Lebenszufriedenheit und die Ausprägung der psychischen Symptome mit Hilfe von standardisierten Tests. Dabei entdeckten sie, dass Angst, Depression und die Furcht vor dem eigenen Tod bei den allermeisten Patienten nach einmaliger Einnahme der hohen Psilocybin-Dosis langfristig abnahmen. Lebensqualität und -zufriedenheit stiegen dagegen an. Auch sechs Monate nach dem Drogentrip, den viele Teilnehmer als bedeutsame Erfahrung oder bedeutsames spirituelles Erlebnis einschätzten, berichteten noch 80 Prozent von ihnen von einem gebesserten Zustand. Einen ähnlichen Effekt konnten auch Wissenschaftler der New York University beobachten, die Psilocybin in einem sehr ähnlichen Versuch an 29 Krebspatienten testeten.
Warum die Substanz so wirksam gegen Ängste und Depressionen zu sein scheint – und vor allem, warum die Wirkung auch noch so lange anhält – wissen die Forscher nicht. Insgesamt ist der Gedanke, dass Psilocybin und auch LSD gegen Ängste und Depressionen helfen, oder im Rahmen einer Psychotherapie zumindest unterstützend wirken könnten, nicht neu. Bereits vor dem Verbot der Substanzen experimentierten Forscher mit dem Einsatz von LSD und Psilocybin in der Psychiatrie – ohne allerdings zu wirklich überzeugenden Ergebnissen zu kommen.
Auch die aktuellen Studien aus Balitmore und New York weisen an einigen Stellen methodische Probleme auf. So gab es etwa keine Kontrollgruppe, die überhaupt keine nennenswerte Dosis des Rauschmittels erhielt. Zudem ist die Placebokontrolle bei halluzinogenen Drogen schwierig, da deren Wirkung in den meisten Fällen so deutlich ist, dass die Patienten zwangsläufig erahnen können, ob sie gerade Droge oder Scheinmedikament geschluckt haben.
Krebszellen den Weg abschneiden Der Molekularbiologe Wolfgang Gruber hat entdeckt, dass man mit einem Protein die Verbreitung von Krebsstammzellen stoppen kann. Es blockiert einen Signalweg.
Es ist wirklich schlimm ,das viele dieser psychisch so wirksamen und körperlich so harmlosen Stoffe von der "etablierten Medizin"praktisch mit Drogenkonsum gleichgesetzt werden, nur weil diese psychogenen Stoffe nicht "wissenschaftlich anerkannt" sind und so nicht nur Leidensminderung sondern teils sogar Heilwirkungen verhindert oder zumindest ignoriert werden.
Kommentar Prometheus: So langsam aber sicher halten die Forschungsergebnisse der letzten Jahre auch in der deutschsprachigen Literatur Einzug. Schön zu sehen, dass vieles, was wir hier im Forum bereits seit Jahren besprechen bald allgemein akzeptiert sein wird!
Von @Steffen Hannemann in unserem Facebook Forum gepostet: "Ich glaube, dass sich die Lebenserwartung in den nächsten 20 Jahren dramatisch erhöht. Was macht Sie so optimistisch? Die Technologie! Wir haben eine Plattform für regenerative Medizin. Wir forschen, wie man Muskeln, Seh- und Hörvermögen wie auch Knorpel regenerieren kann. Wie soll das funktionieren? Zum Beispiel die Muskeln: So ab dem 50. Lebensjahr regenerieren sie sich nicht mehr selbst. Wir versuchen, diesen Effekt umzukehren. Dasselbe beim Hören. Mit dem Alter verliert man das Hörvermögen. Wir versuchen, das mit einer Gentherapie umzukehren: Die Stammzellen sollen stimuliert werden, damit sie Hörzellen vermehren. Es funktioniert bei Tieren. Beim Menschen testen wir es gerade. Wie lange werden wir also demnächst leben – 100, 120 Jahre oder noch länger? Ich will mich nicht festlegen. Aber wenn wir von einer Lebenserwartung von Anfang 80 ausgehen wie heute, würde ich sagen: substanziell länger."
Der in #205 zitierte Artikel zeigt mir wieder, dass es wohl ausschließlich um Gewinn geht. Und welche Summen da im Spiel sind. Ob das alles notwendig ist oder sich nicht preiswerter erreichen läßt? Was die Muskeln betrifft: nein, von allein passiert nichts (use it or loose it ..). Gebt den Menschen mehr Zeit und weniger Stress, dann können sie ganz entspannt trainieren ....
Antisense-Wirkstoffe feiern erste Erfolge Hoffnung bei seltenen Krankheiten: Dass das raffinierte Konzept hinter den Antisense-Wirkstoffen auch in der Praxis zu taugen scheint, bestätigen jetzt erste Studien an Patienten.
Der große Wissenschaftler Chuck Norris hat es schon vor Jahren auf den Punkt gbracht: "Muskel-Aufbau und -Erhalt sind ein wesentlicher Faktor das Altern etwas zu bremsen und erträglich zu machen." (kein C-N-Witz!)
Der große Wissenschaftler Dr. Faust sagt dies unablässig, findet aber kein Gehör ...
Ich bin erstaunt, was die Menschen so alles erfinden, um nur nicht Muskeltraining machen zu müssen ... die entsprechende Pille wird sehnsüchtig erwartet ... Bei den Ärzten ist es auch nicht in den Leitlinien ... man empfiehlt "Sport" und "Bewegung". Kaum jemand kennt die grundlegenden Unterschiede zwischen "Bewegung", Laufen, Sprinten, Gymnastik und ... Muskeltraining. Und auch bei letzterem gibt es wiederum zahlreiche Varianten, je nach Ziel.
Der grundlegende Unterschied ist die nachhaltige Umstruktierung der Körperkomposition zugunsten einer besseren Variante.
Ich habe es verabsäumt, als ich noch "gesund" war - jetzt muss ich mich mit dem Trampolin, Beckenbodentraining(!) und mit dem Carpenter-Effekt begnügen.
Dafür was anderes: Ich hab zwar immer "gut" gegessen, aber seit ich versuche, mich "gesund" zu ernähren, wird es täglich noch besser. denke oft dran und koche in Gedanken schon vor. Scheint, ich habe ein(en) (Mo-)Loch im Bauch. Also nix mit IF oder so ... ;)
Im ìn Beitrag 209 eingefügte Link wird statt Diäten Bodybuilding/Krafttraining empfohlen, weil man mit mehr Muskelmasse automatisch mehr Kalorien verbrennt und demzufolge zum Abnehmen oder Halten des Gewichtes nicht hungern muss. So weit sicher richtig. Ob das aber unter dem Gesichtspunkt Lebensverlängerung auch noch stimmt ist zumindest umstritten. Andere empfehlen lebenslange CR. Ich versuche einen Mittelweg zu gehen mit Kraft- und Ausdauertraining aber beides in Maßen.
Das ist richtig, mache ich ähnlich, wobei ich mehr Wert auf Krafttraining lege. Bin noch in der Aufbauphase. Also 2 - 4 kg Nahrung, da denke ich auch, dass es nicht lebensverlängernd ist. Das CR als bewiesen lebensverlängernd gilt, das steht ja in fast jedem Buch zum Thema und auf vielen webseiten. Das Thema Lebensqualität vs. Lebenslänge hatte wir ja auch schon.
Ausdauer- und Krafttraing aktiviert laut edubily ja mal mehr den AMPK-Signalweg und mal den mTOR-Weg, der eher als lebensverkürzend gilt. Man muss aber auch die Möglichkeit einer sehr schnellen Lebensverkürzung durch "klinische Endpunkte" sehen, wenn man nicht gut in Form ist. Und was ist mit dem Muskelabbau im Alter bei CR und der dadurch bedingten Unfähigkeit zum effektiven Krafttraining? Es geht ja nicht nur um eine maximale Lebensdauer, diese soll ja auch noch aktiv sein. Irgendwie passt das alles noch nicht ganz zusammen.
In Gerste vorhandenes Beta-Glucan fördert Widerstandsfähigkeit Nudeln: Neuentwicklung macht widerstandsfähiger
Italienische Forscher haben zusammen mit dem süditalienischen Pastafabrikanten Granoro http://granoro.it eine Nudelsorte entwickelt, bei der anstelle von Hartweizen eine Gerstenvariante verwendet wird. Dank ihres besonders hohen Gehalts an löslichem Beta-Glucan lässt sie sich als Vorbeugemittel gegen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Stressanfälligkeit verwenden.
Die Identifizierung eines Proteins, das die Gehirnzellen zerstört ist gelungen. Dieser Vorgang hat vor allem einen Korrellation zum Schlaganfall. Warum das so ist habe ich nicht so richtig verstanden. Wenn mir das jemand erklären könnte, wäre ich sehr dankbar. https://futurism.com/why-our-brain-cells...ative-diseases/
Rolle von Progesteron und Metaboliten in der Brust- und Prostatakrebsbehandlung von einer renommierten Forschergruppe neu eingeordnet. Review in "Nature", leider keinen Zugriff auf Volltext.
An international team of researchers involving the University of Adelaide is tackling the controversy over what some scientists consider to be a "harmful" hormone, arguing that it could be a game changer in the fight against recurring breast cancers that are resistant to standard treatments
Wissenschaftler in Harvard haben es geschafft Tetraspanin außerhalb von Zellen funktionsfähig zu isolieren. Das ist ein erster Schritt um viele Krankheiten an ihrer Entstehung zu hindern. https://futurism.com/videos/the-first-st...253af-246910541
ZitatInfertile women have been offered new hope after scientists found that a common cancer drug triggers the development of new eggs, an outcome which was previously thought to be impossible.
In a discovery hailed as "astonishing", researchers at the University of Edinburgh proved it is possible to reverse the clock and coax the ovaries back into a pre-pubescent state where they begin to produce new eggs.
ZitatAntioxidant enzyme activities are not broadly correlated with longevity in 14 vertebrate endotherm species.
The free radical theory of ageing posits that accrual of oxidative damage underlies the increased cellular, tissue and organ dysfunction and failure associated with advanced age. In support of this theory, cellular resistance to oxidative stress is highly correlated with life span, suggesting that prevention or repair of oxidative damage might indeed be essential for longevity. To test the hypothesis that the prevention of oxidative damage underlies longevity, we measured the activities of the five major intracellular antioxidant enzymes in brain, heart and liver tissue of 14 mammalian and avian species with maximum life spans (MLSPs) ranging from 3 years to over 100 years.... We found that CuZn superoxide dismutase, the major cytosolic superoxide dismutase, showed no correlation with MLSP in any of the three organs. Similarly, neither glutathione peroxidase nor glutathione reductase activities correlated with MLSP. MnSOD, the sole mitochondrial superoxide dismutase in mammals and birds, was positively correlated with MLSP only for brain tissue. This same trend was observed for catalase
Nicotinamid-Mononucleotid dämpft praktisch alle Altersmarker in Mäusen deutlich
Zitat Long-Term Administration of Nicotinamide Mononucleotide Mitigates Age-Associated Physiological Decline in Mice
NAD+ availability decreases with age and in certain disease conditions. Nicotinamide mononucleotide (NMN), a key NAD+ intermediate, has been shown to enhance NAD+ biosynthesis and ameliorate various pathologies in mouse disease models. In this study, we conducted a 12-month-long NMN administration to regular chow-fed wild-type C57BL/6N mice during their normal aging. Orally administered NMN was quickly utilized to synthesize NAD+ in tissues. Remarkably, NMN effectively mitigates age-associated physiological decline in mice. Without any obvious toxicity or deleterious effects, NMN suppressed age-associated body weight gain, enhanced energy metabolism, promoted physical activity, improved insulin sensitivity and plasma lipid profile, and ameliorated eye function and other pathophysiologies. Consistent with these phenotypes, NMN prevented age-associated gene expression changes in key metabolic organs and enhanced mitochondrial oxidative metabolism and mitonuclear protein imbalance in skeletal muscle. These effects of NMN highlight the preventive and therapeutic potential of NAD+ intermediates as effective anti-aging interventions in humans.
Ich habe mal Nicotinamid-Mononucleotid zu kaufen gegoogelt. Da machen gerdae einige ziemlich überteuerte Angebote. 30 Kapseln a 10mg für 201 Dollar war das Teuerste. Scheint ein ziemlicher Hype zu sein. Da waren die 3000mg für 1000 Dollar schon fast ein Schnäppchen
Du hast recht! Die Effekte von Nicotinamid-Mononucleotid sind zwar faszinierend, aber diese Mondpreise wären allenfalls dann gerechtfertigt, wenn es keine Alternative gäbe.
Im Kern geht es darum, dass in der Zelle NAD+ produziert werden kann. Ein simpler Bio-Hack, um den Stoffwechsel in einen jüngeren Zustand zu bringen. Wer hier im Forum bereits ein wenig gestöbert hat, kennt sicherlich auch preiswertere Lösungen.
@Prometheus Hallole, ich habe hier einen Artikel gefunden, den ich einfach nicht verstehe. Wenn Niacin dieses Nicotinamid enthält, welches wiederum an das Sirtuin Molekül andockt und dieses blockiert, wirkt das Niacin doch der Sirtuin Aktiverung entgegen und hat damit eher negative Effekte oder habe ich das jetzt was falsch verstanden? Liebe Grüße von Julie
Das verstehe ich auch widersprüchlich - womit wir wieder bei den Interaktionen sind ... (Vll. sollte man Polyphenole, besonders Tannine*, und B3-Quellen nicht gemeinsam, sondern zeitversetzt konsumieren; wie wir ja wissen, vertragen sich *Gerbstoffe und Proteine nicht besonders gut.)
Oh, du hast dezidiert Prometheus angesprochen - ich dachte, es wäre einfach in den Raum gestellt ... sorry.