Zitat von jayjay im Beitrag #141Die Sonne :) ... ... Oh, da hab ich die Kohärenz der Sonne überschätzt. Es gibt nur einen Gott und Ra ist sein Name ;) Ich tausche sie gegen keine noch so tolle Glühbirne der Welt ein, aber ein roter Sonnenschirm mit schmalen Spalt/Loch wird gekauft.
Ra ist eine schlechte Wahl als Gott, da er auch ein Totengott ist und die Menschen hasst und daher nach und nach umbringt.
Wähle lieber einen anderen Gott, wie wär's mit Jesus, der ist Mensch und Gott zugleich und unsterblich und will dein Bestes!
Um mal die Gedankengänge aus #91 und #100 fortzuführen:
Die gerade von mir in den News gepostete Studie kann man durchaus auch unter dem Aspekt der Negentropie betrachten:
Zitat von Prometheus im Beitrag News aus der ForschungFüttert man Hefezellen mit gealterten Hefe, reduziert sich die Lebensspanne der Hefezellen Füttert man Fruchtfliegen mit biologisch alten Muskeln, leben sie ebenfalls kürzer:
Ich saß heute beim Zahnarzt und dachte mir: All die viele Negentropie die meine Zähne "befreit" haben, konnte sie nicht gesund erhalten :)
Ich habe auch wieder über die saubere Arbeitsweise der Zahnärzte mehr erfahren dürfen. Kronen werden doch tatsächlich einfach über die Ruine gestülpt, egal was drunter ist, Plastik, Amalgam egal. Also da muss man echt vorher ganz genau absprechen was man will. Egal, anderes Thema.
@Joker Danke für den Negentropiethreat! Ich mag ihn, auch falls ich mal muffig rüber komme. Negentropie ist doch auch irgendwie Kreativität. Stumpfer erhalt ist doch in der Entropie der Zeit eher zum sterben verurteilt. Schrödinger Katze mag ich und den Doppelspalt durfte ich in der Schule noch berechnen. Ich habe ja schließlich auch den roten Sonnenschirm mit Loch "entwickelt" um dadurch das doch nicht so kohärente Licht der Sonne zu ordnen, ganz klassisch mit Lochlinse. Bei meinen Gott Ra meinte ich vielleicht auch Aton...ich weiß es nicht recht, aber manche behaupten die Israeliten hätten den Monotheismus von dort mitgenommen. Also ein Gott ist irgendwie eine Singularität und auch sehr negentropisch.
Nochmal zum Zahnarzt, da lag ein PM Magazin rum. Da stand die Zukunft der Raumfahrt läge im Laserantrieb. 10 GigaWatt Leistung kohärentes Licht das einen auf (?)50% der Lichtgeschwindigkeit katapultiert. Da vergeht die Zeit für den Reisenden schon etwas langsamer ;) und jede Menge kohärenter Photonen :) Spass
#154: Ja, spannend ist es allemal. Ich hatte die Seite auch schon gefunden, sie aber hier nicht gepostet. Vom Grundsatz her ist es richtig, dass die "Weltmodelle" noch erweiterungsbedürftig sind. Gerade die Quantenphysik, aber auch die der Elementarteilchen warten nach meinem Eindruck auf eine tieferliegende "Erklärung". Allerdings scheint mir, dass der Herr Volkamer doch sehr darauf aus, jeder Art von Esotherik eine "wissenschaftliche" Basis zu liefern, und zwar ohne nennenswerte Nachweise. Er erklärt gleich mal alles auf einen Schlag. Und zum Schluss (Zitat):
"Die Resultate seiner Überlegungen und Beweisführung sind geradezu sensationell und sehr beweiskräftig und schwer zu widerlegen. Das mag auch der Grund sein, dass die Wissenschaft ihn ignoriert. "
Wissenschaftler sind natürlich immer von ihren ANsichten und Erkenntnissen überzeugt. Wenn es aber nachvollziehbare Experimente gibt, die an anderen Orten zum gleichen Ergebnis führen, setzen sich auch neue Erkenntnisse durch. Ob das hier so ist?
Wie gesagt, ich bin immer für Einzelfallprüfung, aber ein gewisses Misstrauen scheint mir hier angebracht.
Wenn man sich schon mal in "wissenschaftlichen Grenzbereichen" bewegt: ich frage mich manchmal, ob die Zelle mit ihrer Ordnung, ihren Regelkreisen, der DNA und den ausgeklügelten Mechanismen der Dekodierung und Eiweißsynthese einschließlich der bedarfsgerechten Faltung, Autophagie und allem, was es sonst noch so höchst unwahrscheinliches gibt, von dieser Welt ist. Funktioniert das einfach von sich aus, wenn man die "richtigen" Moleküle "in einen Sack" steckt? Ist es ausreichend, wenn die Moleküle und deren freie Enden zueinander passen? Reichen die elektromagnetischen Kräfte zur Erklärung aus?
Eine wichtige Rolle spielt ja z.B. die Epigenetik. Oder auch Transkriptionsfaktoren. Warum werden bestimmte Gene blockiert, andere nicht? Alles in allem, es macht den Eindruck, als stünde eine irgendwie geartete "Intelligenz" dahinter.
Die "Feinstofflichkeit" oder die 11 weiteren Dimensionen erklären das auch nicht, auch nicht Religion, das Problem wird nur verschoben. Die Frage passt zu "Negentropie" als ordnungserhaltende "Macht". Aber es geht ja nicht um irgendeine Ordnung, sondern genau um die Ordnung, die die bestmögliche Funktionalität innerhalb einer Umgebung (eines Organs, eines Körpers) garantiert.
Wahrscheinlich lese ich zuviel grenzwissenschaftliche Literatur, aber die Frage der Vitalität (Vitalismus) scheint mir auch noch nicht absolut befriedigend erklärt. Alles natürlich mit dem Ziel AA/RA.
"Eine wichtige Rolle spielt ja z.B. die Epigenetik. Oder auch Transkriptionsfaktoren. Warum werden bestimmte Gene blockiert, andere nicht? Alles in allem, es macht den Eindruck, als stünde eine irgendwie geartete "Intelligenz" dahinter. "
Ich glaube, man braucht nicht den Rückgriff auf eine "irgendwie geartete Intelligenz". Die gute alte Evolution hat zunächst mal Hardware geliefert, aus der wir alle bestehen. Ein Millionen Jahre ablaufender Anpassungsprozess an die jeweils herrschenden Umweltbedingungen und die genetische Weitergabe des jeweils vorteilhaftesten/effizientesten Genoms zu der jeweiligen Zeit.
Die Software ist auch da, hat allerdings den unbestreitbaren Vorteil, dass wir sie - in Grenzen - ständig neu programmieren bzw. modifizieren können. Die Epigenetik wird vermutlich wichtiger als die Genetik werden. Es wird ja immer deutlicher, dass wir über viel mehr epigenetische Interventionsmöglichkeiten verfügen und daher unser gesundheitliches Schicksal zu einem großen Teil selbst in der Hand haben: Ernährung, Sport, Stressvermeidung, NEMs etc.
Das macht ja Hoffnung und erzeugt Grund für Optimismus.
Es gibt uns, also ist das "All" genau so, dass dieser Zufall passiert. Ich finde das verblüffend. Es ist auch WOW, das wir durch nachdenken so gewaltige Dinge machen können. Damit wird die Evolution/Negentropie enorm beschleunigt. Sie muss auch schneller werden, schneller als das Chaos. Ich bin gespannt, wann die künstliche Intelligenz uns überholt und sich selbst erhalten und entwickeln will.
Nochmals zum Thema Negentropie bzw. Ordnung (da ich gerade versuche, in meinem Büro Ordnung zu schaffen :) )
1. Was genau ist eigentlich "Ordnung"? Läßt sie sich allgemein definieren, d.h. kann man allgemein Ordnung schaffen? Wenn das so ist, dann muss sie durch ein Optimum einer Zielgröße definiert sein, die durch einen allgemein gehaltenen Regelkreis herstellbar ist. Nimmt man Entropie als Zielgröße, müsste der Regler ja immer den aktuellen Wert kennen. Es muss kein klassischer Regelkreis sein, es gibt ja auch "Trial-and-Error"-Optimierungs- verfahren, auch evolutionäre Optimierung (wobei jetzt nicht die Evolution der Lebewesen gemeint ist, aber es ist da abgeschaut). Das würde bedeuten, ein Fremder könnte mein Büro aufräumen, was bis zu einem gewissen Grade auch stimmt. Aber es wäre nich ganz optimal.
2. Geht es um eine ganz bestimmte, spezifische Ordnung, so läßt sich nicht allgemein definieren. Man braucht eine Referenz, man muss den Idealzustand kennen. Im Falle meines Büros (insbondere der Aktenordner ... ) bin ich der einzige, der den Idealzustand kennt. Im Falle der Körperzellen kennen Spezialisten den Idealzustand (wenigstens in weiten Teilen) und versuchen durch Interventionen, diesen Zellzustand zu bewahren oder wiederherzustellen. Weiß die Zelle auch, wie es richtig wäre? Ich denke, bis zu einem gewissen Grade führen Abweichungen über Regelprozesse zu Korrekturen, und wenn es nicht mehr geht, entartet die Zelle oder sie stirbt.
Wahrscheinlich gibt es beides: eine "allgemeine" Ordnung und eine "spezielle" Ordnung. Daraus würde aber folgen, dass es nicht ausreicht, so etwas unspezifisches wie "Negentropie" zuzuführen. Man braucht auch die spezifische Intervention (das spezielle Werkzeug).
#158: Ich weiß nicht, ob das nicht ein Fehlschluss ist, es ist geozentrisches Denken. Weil wir durch Zufall entstanden sind und über das Weltall reflektieren, müssen wir noch lange nicht die Motivation für die Entstehung des Weltalls sein, die "Krone der Schöpfung". Dem Weltall ist es völlig egal, ob es uns gibt oder nicht. Allein die Dimensionen ... Es würde mich wundern, warum man soviel Energie und Materie benötigt, um uns entstehen zu lassen, wenn irgendwer es gewollt hätte.
Im Gegnsatz zum Leben fehlt es der "künstlichen Intelligenz" noch an der Fähigkeit, sich selbst zu reproduzieren. Roboter brauchen vom Prinzip her eine Art Manufaktur, um sich selbst herzustellen, müssten Kontrolle über die notwendige Energie und Ressourcen haben. Also entweder alles oder nichts. Solange der Mensch noch die Sicherung herausdrehen kann, besteht keine Gefahr... Ja, ich habe "Matrix" auch gesehen ...
Das gilt auch für das Internet, das zwar auf einer gigantischen Hardware und Vernetzung basiert. Aber bisher wurde es immer von Menschen benutzt, um Schaden zu machen, von allein führt es keinen Kampf gegen die Menschen. Notfalls muss man halt die Server abschalten. Aber für SciFi natürlich spannend.
Irgendwas geändert haben wir auch nicht am Weltall, höchstens unseren Planeten ein wenig versaut ...
Ich denke auch nicht das wir die Krone der Schöpfung sind, aber doch die Richtung in die es in Zukunft geht. Noch können Computer sich nicht vermehren, doch dafür gibt es verdammt viel Smartphones auf der Welt. Sie benutzen einfach uns für die "Fortpflanzung". Die Entwicklung der Drohnen ist auch irgendwie Terminator. Die Gesellschaft funktioniert als ganzes, wie Ameisen. Hoffen wir das unsere Königin mal eine gnädige KI hat :)
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #160#158: Ich weiß nicht, ob das nicht ein Fehlschluss ist, es ist geozentrisches Denken. Weil wir durch Zufall entstanden sind und über das Weltall reflektieren, müssen wir noch lange nicht die Motivation für die Entstehung des Weltalls sein, die "Krone der Schöpfung".
Die Negentropie-Theorie bestreitet, dass der Zufall die treibende Kraft war. Zufall existiert, jedoch ist er nicht die treibende Kraft der Evolution/Schöpfung.
Intelligente Geschöpfe entstehen aufgrund der treibenden Kraft der Negentropie, überall dort, wo die Bedingungen hierfür stimmen (Luft, Wasser, Bausteine... + freiwerdende Negentropie), und eben nicht aufgrund von Zufall.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #160Dem Weltall ist es völlig egal, ob es uns gibt oder nicht. Allein die Dimensionen ... Es würde mich wundern, warum man soviel Energie und Materie benötigt, um uns entstehen zu lassen, wenn irgendwer es gewollt hätte.
Wie kann das große Ganze dümmer sein als eine winzige Teilmenge davon? (die kleine Teilmenge sind wir!)
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #160Irgendwas geändert haben wir auch nicht am Weltall, höchstens unseren Planeten ein wenig versaut ...
Sehe ich nicht so! Der Planet ist nicht versaut, der Mensch und die Technik haben eine sehr hohe Stufe der Negentropie-Akkumulation erreicht. Allerdings reicht's noch nicht zum ewigen Leben, da Entropiefördende-Gegen-Bewegungen forschenden und friedliebend-kreativen Menschen wie uns das Leben schwer machen. Es gibt einfach zu viele Schmarotzer, die Negentropie von anderen saugen, ohne jemals einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Der Planet ist reich an Negentropie, die Gesellschaft sehr arm, immer mehr Burnouts, Menschen die 60-70 Stunden in der Woche arbeiten müssen, während andere sich fast zu Tode langweilen. Nicht der Planet ist versaut, sondern die menschliche Gesellschaft, in der nur 20-30% aller Menschen die gesamte Negentropie erzeugen, während 70% der Menschen lebenslang reine Negentropie-Schmarotzer sind.
Solange es Negentropie-Schmarotzer gibt, wird niemals genug Negentropie akkumuliert werden können, damit Menschen ultralang leben. Ich prognostiziere sogar wieder eine sinkende Lebenserwartung für die nächste Zeit aufgrund weiterer gesellschaftlicher Umverteilung von Leben! Die Steuer- und Abgabenlast wird stark ansteigen, die Lebensqualität sinken. Die einen müssen für zwei arbeiten und die anderen dürfen gar nicht arbeiten! Damit verbunden eine höhere Krankheits- und Todesrate. Die Gesellschaft erzeugt nur 30% von der Negentropie, die sie erzeugen könnte, wenn alle Menschen auf irgendeine Art konstruktiv wären (ohne sich stressen zu müssen).
Ein Planet ohne intelligentes Leben macht für mich keinen Sinn, da der Wert von irgendetwas erst durch die bewusste Wahrnehmung zustande kommt.
Ohne Bewusstsein gibt es keine Werte! Schönheit gibt es nur, wenn jemand da ist, die Schönheit wahrzunehmen. Was nützt das schönste Bild, wenn niemand da ist, um zu sehen?
Damit schließe ich nicht aus , dass nicht Pflanzen und Tiere auch Intelligenz besitzen, eben eine andere.
#162 Also m.E. reicht Zufall und eine entsprechende Umgebung (die auch nur zufällig entstanden ist) in Verbindung mit den Eigenschaften der "Bauelemente" (Elektronen, Atome, Moleküle), dass irgendwo eine Ordnung entsteht, die zur Selbstreplikation fähig ist. So sehen das auch andere Autoren, die über die Entstehung des Lebens nachgedacht haben. Zufall ist keine "treibende" Kraft, ganz im Gegenteil. Zufall ist auch Voraussetzung für die Erhöhung der Entropie z.B. in einem abgeschlossenen Gasgemisch.
Die Entstehung des Lebens ist Ergebnis einer "evolutionären" Optimierung. Die "Versuchsanzahl" ist wegen des hohen Volumens der Meere und der Kleinheit der Moleküle sowie des großen Zeitmaßstabs unglaublich hoch (es gibt Abschätzungen), Was sich nicht selbst dupliziert und nicht wenigstens über eine gewisse Schutzhülle verfügt, bewährt sich nicht und wird wieder zerlegt. Wenn zwischenzeitlich ein genügend großer Komet eingeschlagen wäre (gilt auch heute noch), dann wäre es beendet gewesen.
Die richtige Temperatur ist auch wichtig, eine bestimmte Beweglichkeit fördert den Zufall, dass das Richtige zueinander findet. Warum die Eigenschaften der Atome so sind wie sie sind, das kann wohl noch niemand wirklich erklären.
Je komplexer die Lebenwesen werden, umso mehr wiedersetzen sie sich ihrer Zerstörung. Wenn sie über Sensoren verfügen, können sie eine bessere Umgebung suchen. Wenn sie dann "intelligent" sind, können sie sich irgendwann die Umgebung schaffen. Interessant dabei ist der "Wille zum Überleben", der irgendwann in Erscheinung tritt.
Ich glaube nicht, dass die Entwicklung des Weltalls einer steuernden Intelligenz unterlegt, sondern das Spiel des Zufalls unter den Bedingungen von Energie und Materie ist. Wir sind halt in einem winzigen Raum-Zeit-Berich entstanden, können uns Gedanken über den Rest des Alls machen oder es auch sein lassen (so wie es wohl die meisten Menschen tun). Es ist natürlich sehr spannend und interessant, das Interesse teilen aber viele Menschen nicht, sie nehmen das Leben wie es ist und meist völlig andere Sorgen.
Also ich hänge der materialistischen Weltanschauung an, die Realität existiert auch ohne uns und wir machen uns ein Bild oder besser, ein Modell davon. Damit sind wir in der Lage, die Realität in dem uns zur Verfügung stehenden "Sandkasten" zu modifizieren. Jetzt fangen wir an, uns selbst zu modifizieren (wurde schon immer getan, aber die Tools sind jetzt feiner). Ist irgendwie logisch. Intelligenz setzt natürlich den Zufall außer Kraft, besser: sie benutzt ihn.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #163Also m.E. reicht Zufall und eine entsprechende Umgebung (die auch nur zufällig entstanden ist) in Verbindung mit den Eigenschaften der "Bauelemente" (Elektronen, Atome, Moleküle), dass irgendwo eine Ordnung entsteht, die zur Selbstreplikation fähig ist. So sehen das auch andere Autoren, die über die Entstehung des Lebens nachgedacht haben. Zufall ist keine "treibende" Kraft, ganz im Gegenteil. Zufall ist auch Voraussetzung für die Erhöhung der Entropie z.B. in einem abgeschlossenen Gasgemisch.
Ohne Negentropie kann auch durch Zufall keine höhere Ordnung entstehen. Genauso wie auch Energie zwingend notwendig ist, ist Negentropie ebenfalls erforderlich als Grundvoraussetzung, genauso wie bestimmte Elemente des Periodensystems. Es muss in mindestens gleichem Maße Ordnung zerstört werden wie Ordnung geschaffen wird.
Ist aber Negentropie vorhanden, so wird der Zufall eigentlich überflüssig bzw. nebensächlich, da Negentropie automatisch zur Ordnung führt.
Meiner rein persönlichen Erfahrung nach, ist der Zufall eher destruktiv und die Negentropie meistens konstruktiv.
Da Negentropie erfahrbar ist, würde ich das für mich stets verwirrende und unplausible Modell des Zufalls eher verwerfen und dennoch mit der Theorie der Negentropie auf wissenschaftlichem Boden in der Tradition Schrödingers bleiben! Darwin ist tot, lang lebe Schrödinger und seine Katze! Man braucht keine religiöse Deutung, um die vage Behauptung "Alles ist aus Zufall entstanden!" zu verwerfen. Es spricht rein materialistisch und vollkommen wissenschaftlich betrachtet sehr viel gegen die Erklärung des Zufalls als Ursache für alles! Obwohl es ohne Zweifel Zufall gibt, muss er doch oft unberechtigterweise als Lückenbüßer für vieles herhalten, was noch nicht erklärt werden kann.
Krankheit wird z.B. oft als Zufall oder Pech bezeichnet, wenn man aber genauer hinschaut, findet man oft eine genaue Ursache, die nichts mit Zufall zu tun hat, sondern ganz konkret fassbar ist!Das heißt jetzt nicht, dass es nicht auch Krankheiten gibt, die wirklich zufällig entstanden sind, d.h. man hat einfach Pech gehabt. Das gibt es auch, z.B. Punktmutation ohne äußere Ursache, Krebs, das ist echt Pech, also es gibt Krankheiten, die einfach so zufällig entstehen! Dennoch würde ich sagen, dass die meisten Krankheiten nicht zufällig entstanden sind, sondern meistens auf eine Ursache zurückzuführen sind!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #163 Also ich hänge der materialistischen Weltanschauung an, die Realität existiert auch ohne uns und wir machen uns ein Bild oder besser, ein Modell davon.
Ganz materialistisch betrachtet, ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Realität auch ohne Wahrnehmung existiert. Nur ist es dann eine völlig andere Realität, als die, die wir wahrnehmen.
Die von uns wahrgenommene Realität existiert in dieser Form eben nur in unserer Wahrnehmung.
Z.B. Schönheit und Farbe existieren nur in der bewussten Wahrnehmung. Dennoch sind diese beiden Merkmale der Negentropie, also existieren Teile der Negentropie nur in der Wahrnehmung und mit der Auslöschung von Leben gäbe es keine Farbe und keine Schönheit mehr, da ja niemand da ist, Farbe und Schönheit zu bewundern.
Also gibt es Negentropien, die sich nur innerhalb des Bewusstseins ausbilden können.
Wir werden uns da sicher nicht mehr zu 100% einig. Zufall hat keine Richtung, er bedeutet nur, dass es mehrere Möglichkeiten gibt und es nicht determiniert ist, welche davon eintritt. Er ist nicht destruktiv oder konstruktiv, treibt nichts, zerstört nichts. Ist nur Indeterminiertheit. Ob A sich mit B verbindet oder mit C, das wird als zufällig angenommen. Die Möglichkeiten der Verbindung sind gegeben, hier im wesentlichen durch elektromagnetische Kräfte. Mehr braucht es doch nicht. Eine Ordnung stellt sich unter bestimmten Bedingungen dann ganz von allein ain. Ob das Produkt, z.B. eine Molekülkette dann etwas stabiles ist, was sich reproduzieren kann, mag eine Wkt. von 10-40 haben, wenn 10 hoch 50 Versuche stattfinden, dann sind da schon ein paar gute dabei (hab die Zahlen jetzt nicht zur Hand). Es ist zufällige Synthese, was muss dafür erst zerstört werden?
Mein Problem ist, dass ich Negentropie nicht fassen kann. Ein morphogenetisches Feld? Oder doch ein kreatives Wesen? Und Ordnung ist ja nicht alles, es muss auch noch eine bestimmte Ordnung sein, nämlich die, die sich selber erhalten kann, d.h. sich reproduzieren kann. Das ist dann schon nicht mehr zufällig, sondern gesetzmäßig.
Dass Schrödinger eine wissenschaftliche Basis für Negentropie gelegt hat, habe ich leider nicht erkannt. Entweder ist es irgendwo logisch, definierbar, quantifizierbar, verständlich oder es bleibt eine Hypothese. Große Namen beeindrucken mich nicht. Auch nicht Einstein, was ja keinesfalls heißt, dass er irgendwo Unrecht hatte, ich bin nicht in der Lage, das zu prüfen. Ich musste es bisher auch nicht. Mit Schrödinger bin ich ja nun ein wenig näher in Kontakt gekommen, aber wie man seine Gedanken für AA/RA direkt nutzen kann, verstehe ich noch nicht. Wäre ja super, wenn es so eine Art generalisierende Methode gäbe. Trotz aller Suche habe ich nichts fassbares gefunden.
In einer materialistischen Anschauung gibt es Realität und es gibt Wahrnehmung, zwei verschiedene Dinge. Es gibt keine "andere Realität". Man kann sie prinzipiell nicht genau abbilden. Die Wissenschaft versucht, ein möglichst genaues mathematisches bzw. Computermodell zu schaffen, um daraus Schlüsse zu ziehen und die Realität entsprechend zu verändern. Die Alltagsanschaung ist nicht so genau, aber sie tut auch gut daran, von einer unabhängigen Realität auszugehen. Viele Menschen nehmen vieles in gleicher Weise wahr. Eine Mauer bleibt hat eine Mauer, wenn man dagegen rennt, hat man bestimmte Wahrnehmungen, aber die Mauer ist objektiv da mit der Eigenschaft, dass man nicht hindurch kommt (jetzt nicht den Tunneleffekt anführen). Der Mensch ist insofern besonders, indem er gleichzeitig Objekt (Realität) als auch Subjekt (Wahrnehmender, Handelnder) ist.
Höhere Empfindungen wie Farbe oder Schönheit sind ein Produkt des Geistes, entstehen aber auch aufgrund bestimmter Eigenschaften der Realität.
Es gibt natürlich neben dem Zufall auch Kausalität, wobei ein wenig Zufall in Form von "Rauschen" auch oft dabei ist. Am Beispiel der Molekülverbindungen bedeutet es, dass es zufällig ist, welche Moleküle sich nahekommen, es dann aber zwangsläufig passiert, dass sie sich verbinden, wenn sie prinzipiell zusammen passen (Energie wird dann frei oder wird benötigt).
Dr.Faust, du bewegst dich mit der Betrachtung des Zufalls als Erklärung für fast alles ganz sicher im atheistischen Mainstream, wobei der atheistische Mainstream trotzdem nur eine unwichtige Minderheit von 2,5% der Erdenbewohner darstellt.
97,5% der Menschen wollen an einen höheren Sinn in ihrem Leben glauben, woraus ich schließe, dass "an etwas zu glauben" eine gute psychologische Strategie sein könnte, um sich selbst zu motivieren. Ist Glaube vielleicht sogar eine Form der Negentropie? Dazu später mehr.
Der Zufall als Erklärungsmodell für das Leben bringt mir persönlich nichts, da er nichts erklärt, keine Antworten liefert und auch keine Lösungsansätze. Wissenschaft ist das Gegenteil von Zufall, nämlich der Versuch der Kontrolle.
Wenn dir jedoch die Strategie der Emporhebung des Zufalls als Erklärung des Lebens etwas bringt, dann finde ich das gut. Ich habe auch mal an des Zufall als Ursache der Welt geglaubt, aber mich persönlich hat das überhaupt nicht weitergebracht.
Jeder darf hier das Weltbild haben, das er hat, nur ist die Anschauung der Negentropie eben ganz anders als die Entstehung aus Zufall. Daher muss ich diesem Mythos "Alles ist Zufall!" widersprechen, da es dafür keine Beweise gibt. Es könnte genauso die Negentropie die bewegende Kraft sein. Dafür gibt es zwar auch keine Beweise, aber das erklärt wenigstens etwas mehr.
Wie auch immer: Wir erschöpfen uns hier in weltanschaulichen Grundsatzfragen, während wir schon längst weiter in der Praxis der Negentropieakkumulation sein könnten. Bisher haben wir leider nur einige Teilgebiete kurz angesprochen, da immer wieder Grundsatzfragen diskutiert werden.
Negentropie ist ganz einfach in der Vorstellung fassbar, stell dir einfach eine schöne Frau vor, wenn du darauf stehst. Wenn du mehr auf Autos stehst, stell dir dein Lieblingsauto vor, nagelneu und poliert. Oder nimm etwas anderes, das für dich Ordnung und Ästhetik verkörpert. Höchste Ordnung auf kleinstem Raum, das ist Negentropie.
Immerhin haben wir festgestellt, dass die Thermik wegen der Negentropie eine Rolle für die Alterung spielen könnte, dass lebende Nahrung evtl. ein wichtiges Schlüsselelement wegen der Biophotonen sein könnte und dass kohärentes Licht allgemein eine wichtige Negentropiequelle der Körpers sein könnte.
Das sind - behaupte ich mal - Dinge, die die meisten hier vorher nicht auf dem Schirm hatten. Den Vorwurf, dass es nichts bringt, sich mit Negentropie zu beschäftigen, muss ich daher zurückweisen. Auch hat Prometheus einen interessanten Link zur möglichen Negentropieübertragung von jungem Gewebe auf altes Gewebe gebracht.
Ich wollte mich ja eigentlich nicht mehr zu dem Thema äußern, weil Dr. Faust im grunde hier schreibt, was auch ich denke, aber ich will jetzt doch noch mal was sagen.
ZitatIst Glaube vielleicht sogar eine Form der Negentropie?
Langsam blicke ich bei deiner Definition/deinen Gedanken zur Negentropie gar nicht mehr durch. Kannst du vielleicht mal eine Liste mit allem zusammen schreiben, was deiner Meinung nach Negentropie ist? Was haben Dinge wie Form, Farbe von Lebensmitteln oder "kohärenz von Lichtquanten" mit Glauben gemeinsam?
ZitatDer Zufall als Erklärungsmodell für das Leben bringt mir persönlich nichts, da er nichts erklärt, keine Antworten liefert und auch keine Lösungsansätze. Wissenschaft ist das Gegenteil von Zufall, nämlich der Versuch der Kontrolle.
Wissenschat ist erstmal nicht der Versuch von Kontrolle, Wissenschaft ist zunächst mal "Grundlagenforschung". Der Versuch etwas zu verstehen, wie und warum es funktioniert. Der Versuch es zu kontrollieren ist dann schon wieder "angewandte Forschung" Technik bzw. in der biologie Medizin.
Zitat97,5% der Menschen wollen an einen höheren Sinn in ihrem Leben glauben, woraus ich schließe, dass "an etwas zu glauben" eine gute psychologische Strategie sein könnte, um sich selbst zu motivieren.
Ja, Glaube kann durchaus positiv wirken, er kann aber auch zu negativen Gedanken und Handlungen führen, so dass man das wohl nicht ohne weiters verallgemeinern kann. Etwa kann ein Glaube dazu führen, dass jemand enorme Angst vor etwas nicht existenten entwickelt, oder sein Leben nur noch der Verbreitung seines Glaubens hingibt. Das kann dann sehr "an die Substanz" gehen.
Langsam blicke ich bei deiner Definition/deinen Gedanken zur Negentropie gar nicht mehr durch.
Ich habe keine Sonderdefinition von Negentropie. Die Besonderheit in Bezug auf Negentropie bezieht sich alleine darauf, dass die Menge (d.h. die Masse) der Negentropie im Universum gleich bleibt (Negentropie-Erhaltungssatz). Alles anders ist abgeleitet aus dem Negentropie-Erhaltungssatz. Jeder, der an den Negentropie-Erhaltungssatz glaubt, muss zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen wie ich.
Negentropie im Allgemeinen gesprochen ist Ordnung, wobei ich den Begriff der Ordnung überhaupt nicht mag, weil die Hausfrau darunter etwas anderes versteht als ein Wissenschaftler. Ein Urwald mag für die Hausfrau unordentlich aussehen, für einen Botaniker ist es dennoch ein Platz wo höchste Ordnung herrscht! Ebenso mein Schreibtisch. Für andere ist es Unordnung, aber für mich hat das System.
Ordnung ist immer ein relativer Begriff, da jeder etwas anderes drunter versteht. Negentropie hingegen mach das Ganze objektivierbar.
Daher möchte ich nicht von Ordnung sprechen, sondern von Negentropie.
Zitat von La_Croix im Beitrag #167Kannst du vielleicht mal eine Liste mit allem zusammen schreiben, was deiner Meinung nach Negentropie ist?
Auf gar keinen Fall, ich bin doch nicht der Alleinunterhalter hier. Ich mache nur (keineswegs verbindliche) Vorschläge, was Negentropie sein KÖNNTE und hoffe, dass ihr das kritisch prüft und dann Gegenvorschläge macht.
Zitat von La_Croix im Beitrag #167 Was haben Dinge wie Form, Farbe von Lebensmitteln oder "kohärenz von Lichtquanten" mit Glauben gemeinsam?
Das Gehirn ist vermutlich eines der Organe, das am meisten Negentropie umsetzt (im Sinne von verbraucht). Hierbei entstehen geistige Leistungen.
An etwas fest zu glauben, z.B. wie Gottlieb Daimler an das Automobil zu glauben, obwohl andere es für unmöglich hielten, halte ich für eine enorme geistige Leistung, die sicher auch viel Negentropie fordert, möglicherweise aber auch wiederum hilft, Negentropie zu akkumulieren.
Zitat von La_Croix im Beitrag #167 Ja, Glaube kann durchaus positiv wirken, er kann aber auch zu negativen Gedanken und Handlungen führen, so dass man das wohl nicht ohne weiters verallgemeinern kann. Etwa kann ein Glaube dazu führen, dass jemand enorme Angst vor etwas nicht existenten entwickelt, oder sein Leben nur noch der Verbreitung seines Glaubens hingibt. Das kann dann sehr "an die Substanz" gehen.
Hmmm.. also das verstehe ich nun wiederum nicht. Wieso soll der Glaube an etwas Angst machen oder zu negativen Handlungen führen, oder redest du jetzt über einen bestimmten religiösen Glauben?? Ich kann es ja verstehen, dass manche Menschen durch Religionen traumatisiert wurden, aber sorry: Glaube ist mehr als Religion!
Ohne Glauben wären die meisten Erfindungen nicht möglich gewesen. Hätte Einstein nicht an seine eigenen Theorien geglaubt, gäbe es vermutlich die Relativitätstheorie nicht. Ebenso die Erfinder, die großen Ingenieure, Wissenschaftler, Künstler, Musiker...
Würdest du nicht an die Möglichkeit der Lebensverlängerung glauben, wärst du in diesem Forum?
Wie auch immer: Wir erschöpfen uns hier in weltanschaulichen Grundsatzfragen, während wir schon längst weiter in der Praxis der Negentropieakkumulation sein könnten. Bisher haben wir leider nur einige Teilgebiete kurz angesprochen, da immer wieder Grundsatzfragen diskutiert werden.
Ich denke auch, wir sollten zunächst einmal darauf focussieren, welche Maßnahmen aus dem Negentropie-Modell resultieren können. Grundsatzfragen der Weltanschauung sind nur von Belang, wenn daraus konträre Maßnahmen abgeleitet werden.
Wenn konträre Maßnahmen resultieren, dann kann man immer noch schauen, wo das herrührt - und überprüfbare Argumente liefern. Ein Forum sollte nicht den Zweck haben, andere überzeugen zu wollen, sondern es geht letztlich darum, die eigene Wissensbasis und somit das eigene Weltbild zu schärfen!
Sehr spannend und interessant, hier mitzulesen, danke Euch allen!
Da sich selbst der strengste Materialist und Agnostiker ein "Glaubensgebäude" errichten muss(!), halte ich es für ratsam, dieses so zu gestalten, dass es einem möglichst hilfreich ist ...
Wie lässt Goethe seinen Faust;) so schön sagen: "Gefühl (Mood & Mind) ist alles, Name (Befriff) ist Schall und Rauch."
In meinen vorherigen Beiträgen habe ich herausgearbeitet, dass man zwischen einer strukturellen und einer funktionellen Negentropie unterscheiden kann. Strukturelle Negentropie hat ein "begrenztes Fassungsvermögen", so ist beispielsweise bei der Transformation von Kohle->Diamant die strukturelle Negentropie bereits maximiert.
Funktionelle Negentropie hingegen muss mindestens die Struktur eines oder mehrerer Regelkreise besitzen. Dadurch mag die strukturelle Negentropie tendentiell sogar etwas abnehmen, aber die funktionelle Negentropie ist im Gegenzug "höherwertig".
Welche Maßnahmen resultieren aus dem Modell der funktionellen Negentropie?
Erst das Vorhandensein von ausgeklügelten Regelkreisen (engl. control system) im Organismus ermöglicht z.B. Maßnahmen der Negentropie-Akkumulation durch milde Entropie-Reize (Hormese). Dabei werden in den Regelkreisen Reparaturprozesse aktiviert, um die Homöostase aufrecht zu erhalten.
Bei der Ausnutzung hormetischer Negentropie-Akkumulation muss man allerdings aufpassen, dass der Entropie-Reiz zwar ausreichend groß ist, um im Regelkreis einen Effekt hervorzurufen, aber das der Reiz andererseits so klein wie möglich gehalten wird, um die Negentropiezunahme zu maximieren.
Ich will die Grundlagen-Diskussion hier garnicht fortsetzen. Wikipedia hilft mir auch nicht weiter, es steht nur drin, was ich auch denke. Entropiexport kann auf positive Weise Negentropie genannt werden. Man kann die "Verbesserung" des lebenden Systems gern so nennen, aber fast alle Aussagen bleiben auch gültig, wenn man es nicht tut. Ich komme mit einem Modell, das nicht zu meinen Erfahrungen passt, nicht weiter.
Ich bewundere in gewissem Sinne gläubige Menschen und respektiere sie, aber fast alle verhalten sich natürlich materialistisch in dem Sinne, dass sie von einer objektiv vorhandenen Realität und einer davon getrennten Wahrnehmung ausgehen. Wer sich nicht so verhält, wird wohl bald verhungern oder erfrieren.
Und was Zufall betrifft: ich habe nie behauptet, dass Zufall hinter "allem" steht, nur dass die Entstehung des Lebens wie auch der Erde und des Sonnensystems so wie es genau ist, wohl dem Zufall zu verdanken ist, wobei der Determinismus, gegeben durch die Elementarkräfte und damit der Bindungsmöglichkeiten, vorausgesetzt wird, so dass die Möglichkeiten überhaupt gegeben sind. Intelligente Wesen versuchen dann, den Einfluss des Zufalls klein zu halten, aber vermeiden können sie ihn eben auch nicht (Verunglücken, globale und Natur-Katastrophen, aber auch Ansteckung, Rauschen auf Übertragungskanälen u.v.m).
Die zellulären Vorgänge sind auch eine Mischung aus Determinismus und Zufall, denke, das muss man nicht weiter untersetzen.
Egal, wie gering die apriori-Wkt. eines Ereignisses ist, wenn es eingetreten ist, dann ist die aposterio-Wkt. =1. Und dann denkt man natürlich schnell: es musste ja so kommen. Auch wenn die Quantentheorie die gleichzeitige Existenz unterschiedlicher Möglichkeiten zulässt, aber bei der "Beobachtung", was auch alles darunter fällt, wird eine Möglichkeit realisiert, und zwar eine Zufällige. Man kann sich zwar aus der Äffäre ziehen mit dem "Viele-Welten-Modell", aber das führt doch wieder zu weit.
Was Daimler aufs Auto gebracht hat, kann alles Mögliche sein, nur ob es Glaube daran war? Wer weiß, was einen Gedankenbltz ausgelöst hat? Zufall? Jede Innovation hat irgendwelche Vorgänger. Vor dem Handy kam das Schnurtelefon (waren noch ein paar Evolutionsschritte dazwischen). Die dann folgenden Umsetzungs- probleme ignoriert man zunächst, man hat so die Erfahrung, dass es sich irgendwie machen lässt. So ist es auch mit AA/RA. Ich "glaube" nicht daran, ich weiß nach Beschäftigung damit, dass es prinzpiell nicht unmöglich ist, obwohl es noch einige Unklarheiten gibt, aber die scheinen mir bei entsprechender Anstrengung lösbar, nichts Mysthisches.
Ja, ich mag schöne Frauen in schönen Autos (ein schönes Auto habe ich leider nicht :( ). Ich bin auch sonst ein Ästhet - weitgehend optisch geprägt - bin groß geworden bei einem Kunstsammler. Jede kleine Abweichung vom Ideal fällt mir sofort auf. Aber ist das jetzt "Negentropie auf kleinstem Raum"? Ich habe es bisher nur als eine Prägung meines individuellen Geistes gesehen.
Wie gesagt, ich diskutiere gern mit, wenn es AA/RA befördert und werde sehen, inwieweit das Negentropie-Denkmodell dazu einen Beitrag leistet, der anderweitig nicht zu bekommen wäre.
Habe auch über Biophotonen und Laserbehandlung (nicht "chirurgisch") viel recherchiert, wenn ich zu einem Ergebnis gekommen bin, werde ich darüber schreiben.
#170: Hallo Mithut, ich hoffe du wirfst nicht Materialist und Agnostiker in einen Topf? Es sind natürlich Denkmodelle, die der Überprüfung standhalten müssen. Eine Erfahrung, die nicht passt, kann das Denkmodell entweder einstürzen lassen oder es bedarf einer Erweiterung. Mir ist bisher nichts aufgefallen, was die Trennung von objektiver Realität und deren Wahrnehmung und Widerspiegelung durch den menschlichen Geist, nicht bestätigt hätte. Ja, es ist nur ein Denkmodell, aber man lebt gut damit.
Es gibt ja auch Auffassungen, alles ist nur eine Computersimulation. Dann muss ich schon sagen, die Software ist richtig gut ...
Und der Faust hat das mit dem Gefühl nur gesagt, um Gretchen rumzukriegen .. er musste sich irgendwie rausreden aus der Gretchenfrage ... Sie hat es wohl bemerkt, hatte ein ungutes Gefühl, aber die Lust hat dann doch gesiegt. Wie es weitergeht, ist bekannt. Goethe war ja Pantheist, eine Auffassung, der ich auch am ehesten zuneigen würde.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173Entropiexport kann auf positive Weise Negentropie genannt werden
In Wirklichkeit gibt es nur die Negentropie und die Entropie ist eher der Mangel an Negentropie.
Die Entropie als die Zerstörung der Ordnung ist eigentlich nicht materiell existent. Sie ist nur die Beschreibung eines Mangelzustandes.
Negentropie hat eine Masse wie jede Energie, Entropie wiegt nichts, weil es sie nicht gibt!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173Ich bewundere in gewissem Sinne gläubige Menschen und respektiere sie
Ich nicht generell!
Es hängt immer davon ab, was jemand glaubt. Wenn das authentisch und durchdrungen ist und die Ziele dieses Glaubens sinnvoll sind in meinen Augen, dann kann ich so jemand bewundern. Ist es hingegen nur eine Konserve und ich merke, dass es nur ein Blindgläubiger ist, der sich noch nie eigene Gedanken gemacht hat, dann verachte ich solche Menschen.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173, aber fast alle verhalten sich natürlich materialistisch in dem Sinne, dass sie von einer objektiv vorhandenen Realität und einer davon getrennten Wahrnehmung ausgehen. Wer sich nicht so verhält, wird wohl bald verhungern oder erfrieren.
Glauben muss ja nicht antimaterialistisch sein. Ein gesunder Egoismus ist immer sinnvoll.
Redest du eigentlich vom religiösen Glauben? Den habe ich gar nicht gemeint!
Ich hatte vom Glauben an eine Sache geredet. Ich glaube zum Beispiel, dass ein langes Leben etwas Gutes ist.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173 Und was Zufall betrifft: ich habe nie behauptet, dass Zufall hinter "allem" steht, nur dass die Entstehung des Lebens wie auch der Erde und des Sonnensystems so wie es genau ist, wohl dem Zufall zu verdanken ist, wobei der Determinismus, gegeben durch die Elementarkräfte und damit der Bindungsmöglichkeiten, vorausgesetzt wird, so dass die Möglichkeiten überhaupt gegeben sind. Intelligente Wesen versuchen dann, den Einfluss des Zufalls klein zu halten, aber vermeiden können sie ihn eben auch nicht (Verunglücken, globale und Natur-Katastrophen, aber auch Ansteckung, Rauschen auf Übertragungskanälen u.v.m).
Zufall ist vielleicht, ob sich Säugetiere oder die Reptilien zur dominierenden Art entwickeln. Vielleicht wären wir Nachkommen der Saurier und wären wechselwarm (womit wir einfach durch Kühlung länger leben könnten) und hätten Schuppen. Wenn es zufällig anders gelaufen wäre. Das wäre uns dann aber piepegal, wenn wir hochentwickelte Dinosaurier wären, weil die Gedanken dann trotzdem ziemlich ähnlich wären und wir würden es ja auch nicht anders kennen. Es gäbe halte keine Anti-Schuppen-Schampoos, sondern Pro-Schuppen-Schampoos.
Habe nie gesagt, dass der Zufall keinen Anteil an der Evolution hat. Nur dass der Zufall eben nicht die treibende Kraft ist.
Kein Zufall ist, dass sich etwas entwickelt. Das ist aufgrund der lebensfreundlichen Bedingungen und der vorhandenen Negentropie zwingend (=determiniert!). Ordnung muss entstehen, wo dies der Fall ist!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173Die zellulären Vorgänge sind auch eine Mischung aus Determinismus und Zufall, denke, das muss man nicht weiter untersetzen.
Doch, genau hier. Es fehlt die Negentropie in der Rechnung!
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173 Auch wenn die Quantentheorie die gleichzeitige Existenz unterschiedlicher Möglichkeiten zulässt, aber bei der "Beobachtung", was auch alles darunter fällt, wird eine Möglichkeit realisiert, und zwar eine Zufällige. Man kann sich zwar aus der Äffäre ziehen mit dem "Viele-Welten-Modell", aber das führt doch wieder zu weit.
Du hast genau den richtigen Ansatzpunkt gefunden, willst es aber doch verwerfen? Dabei bist du genau auf der richtigen Spur!! Danke für die Vorlage.
An Quantenzuständen müssen wir 3 Zustände unterscheiden:
1.) Viel Negentropie/Überlagerungszustände: (Beispiel: Alle Lebewesen haben dies) In der höheren Ordnung, die durch Negentropieakkumulation entsteht, sind teilweise Überlagerungen von Zuständen vorhanden (partielle Superposition), so dass chemische Reaktionen anders verlaufen. Wenn viel Negentropie vorhanden ist, kann der Stoffwechsel in die günstigere chemische Variante überschwenken. Die Biochemie entwickelt auf einmal eine eigene Intelligenz, da sie sich von allen Reaktionsergebnissen das geeignetste raussuchen kann. Somit ist eine Zelle, die viel Negentropie akkumuliert hat, allgemein resistenter gegen viele Außeneinflüsse.
2.) Vollständige Superposition: (z.B. Schrödingers Katze) In der vollständige Superposition sind mehrere Möglichkeiten gleichzeitig parallel vorhanden. Z.B. ein und dieselbe Zelle kann eine gesunde Zelle und eine Krebszelle gleichzeitig sein. Nun kann diese Superzelle in Superposition sowohl den Telomerase erzeugen, als auch den Krebs bekämpfen, durch bestimmte Anti-Krebs-Gene. D.h. die Zelle in Superposition zieht sich aus allen möglichen Zuständen den besten heraus.
3.)Singularität: (z.B. im Zentrum eines schwarzen Lochs) Bei einem Menschen in der Singularität sind alle Zellen durch superpositionelle Überlagerung eins und jede Zelle hat alle Fähigkeiten der anderen. Ein Mensch in der Singularität hätte tatsächlich Superkräfte, allerdings gibt es heutzutage dieses Phänomen nicht, da wir nicht so viel Negentropie akkumulieren können. Unsere Technologie ist dazu zu rückständig, wir sind von diesem Ziel noch sehr weit entfernt.
Dies könnte ich noch genauer ausführen, denke aber nicht, dass es notwendig ist, da es sich um rudimentäre Grundlagen der Quantenphysik handelt.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173Jede kleine Abweichung vom Ideal fällt mir sofort auf. Aber ist das jetzt "Negentropie auf kleinstem Raum"? Ich habe es bisher nur als eine Prägung meines individuellen Geistes gesehen.
Es ist zum einen eine individuelle Prägung, denn die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
Andererseits wird eine gewisse Ordnung immer als schön empfunden. Gesichter werden zum Beispiel als schöner empfunden, wenn sie symmetrischer sind, was man auch mit Negentropie assoziieren könnte. Außerdem gibt es da noch den goldenen Schnitt, der Schönheit auch teilweise objektivierbar macht.
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173 Wie gesagt, ich diskutiere gern mit, wenn es AA/RA befördert und werde sehen, inwieweit das Negentropie-Denkmodell dazu einen Beitrag leistet, der anderweitig nicht zu bekommen wäre.
Genau das ist auch mein Ziel! Was nützt uns graue Theorie, wenn sie nicht in praktischen Anwendungen mündet?
Zitat von Dr.Faust im Beitrag #173 Habe auch über Biophotonen und Laserbehandlung (nicht "chirurgisch") viel recherchiert, wenn ich zu einem Ergebnis gekommen bin, werde ich darüber schreiben.
Sehr schön, freue mich, wenn du was findest!
An dieser Stelle würde ich auch gerne weiter forschen! Das kohärente Licht ist außerordentlich vielversprechend!